DFL

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Die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH (kurz DFL) ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Ligaverbandes „Die Liga – Fußballverband“. Von diesem wurde sie mit der operativen Geschäftsführung der 1. Bundesliga und der 2. Bundesliga betraut.

Inhaltsverzeichnis

Rechtliches

Die DFL wurde 2001 als eigenständige GmbH gegründet. Seitdem ist der einzige Gesellschafter der DFL der Ligaverband, der das Stammkapital in Höhe von 1 Million Euro erbracht hat. Der Ligaverband hat sein operatives Geschäft an die DFL abgegeben.

Deutscher Fußball-Bund und Ligaverband sind gemeinsame Veranstalter der 1. und 2. Bundesliga. Der Ligaverband ist seit 2001 ordentliches Mitglied des DFB, während die Vereine der 1. und 2. Bundesliga seit 2001 nicht mehr Mitglied im DFB sind. Die gemeinsame Geschäftstätigkeit der beiden Verbände ist in folgenden Rechtsdokumenten geregelt:

  • Satzung des DFB
  • Grundlagenvertrag zwischen DFB und Ligaverband
  • Satzung des Ligaverbandes

Der Ligaverband wiederum ist ein Zusammenschluss der lizenzierten Vereine und Kapitalgesellschaften der 1. und 2. Bundesliga.

Organe

Geschäftsführer der DFL
Geschäftsführer seit Aufgabenbereich
Christian Seifert 2005 Vorsitzender; Rechte, Lizenzen, Marketing
Christian Müller 2001 Finanzen, Verwaltung, Rechnungswesen
Holger Hieronymus 2005 Spielbetrieb
Aufsichtsrat der DFL / Vorstand des Ligaverbandes
Name seit Funktion in der DFL Funktion im Ligaverband
Werner Hackmann 2000 Vorsitzender Präsident
Wolfgang Holzhäuser 2004 stv. Vorsitzender Vizepräsident
Kurt Gaugler 2004 Mitglied Vorstand
Michael Meier 2004 Mitglied Vorstand
Peter Peters 2004 Mitglied Vorstand
Andreas Rettig 2004 Mitglied Vorstand
Karl-Heinz Rummenigge 2004 Mitglied Vorstand
Harald Strutz 2004 Mitglied Vorstand

Organe der DFL sind die Gesellschafterversammlung, die Geschäftsführer und der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist identisch mit dem Vorstand des Ligaverbands (Personalunion). Der Präsident der DFL gehört dem Präsidium des DFB an.

Aufgaben der DFL

Die DFL selbst unterteilt ihr operatives Geschäft in die Bereiche Spielbetrieb, Lizenzierung und Vermarktung. Zum Geschäftsbereich „Spielbetrieb“ gehören insbesondere die Leitung des Spielbetriebs der Lizenzligen und die Durchführung der weiteren Wettbewerbe des Ligaverbandes.

Der Geschäftsbereich „Vermarktung“ umfasst die Vergabe der Übertragungsrechte für die Lizenzligen in Fernsehen, Hörfunk und Internet.

Der dritte Geschäftsbereich („Lizenzierung“) besteht in einer Umsetzung und Weiterentwicklung des früheren DFB-Lizenzierungsverfahrens. Die DFL wendet das Verfahren für die Klubs der 1. und 2. Bundesliga sowie per Geschäftsvertrag auch für die Klubs der Regionalliga an. Dabei überprüft die Liga, inwiefern die einzelnen Klubs die Anforderungen zur Teilnahme an einem Profi-Fußball-Wettbewerb erfüllen. Zum Anforderungskatalog gehören sportliche, finanzielle, rechtliche, infrastrukturelle, personelle, administrative, medientechnische und sicherheitstechnische Kriterien. Größte Bedeutung hat dabei das finanzielle Kriterium der Liquidität; dadurch soll sichergestellt sein, dass alle Klubs der jeweiligen Liga über eine bis zum Saisonende ausreichende Liquidität verfügen, um den Spielbetrieb solange aufrecht erhalten zu können.

Grundlagenvertrag

Da DFB und Ligaverband die Wettbewerbe der Bundesliga gemeinsam veranstalten, gilt seit Beginn der Saison 2004/2005 ein Grundlagenvertrag, der die Rechte und Pflichten beider Parteien bestimmt. Insbesondere gewährt er dem Ligaverband das Recht, die dem DFB gehörenden Vereinseinrichtungen 1. und 2. Bundesliga zu organisieren. Darüberhinaus spricht er dem Verband die vollständigen Vermarktungsrechte an den Bundesligen zu. Nicht im Grundlagenvertrag geregelt sind die Wettbewerbe, die vom Ligaverband autonom ausgerichtet werden können (wie z. B. der Premiere Ligapokal und das ehemalige Hallenmasters).

Darüberhinaus beinhaltet der Grundlagenvertrag konkrete Fixierungen bezüglich Anstoßzeiten und Übertragung der Zusammenfassungen im Free-TV.

Der Grundlagenvertrag kann von sowohl von DFB als auch dem Ligaverband 2009 erstmals gekündigt werden. Ansonsten verlängert er sich jeweils um drei Jahre.

Weblinks


Aktuelles

  • 10. Oktober 2007: Bei der Mitgliederversammlung am Dienstag in Frankfurt am Main hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Wiedereinführung von Relegationsspielen beschlossen. Die neue Regelung soll ab der Saison 2008/09 gelten. Demnach werden ab der kommenden Spielzeit der Drittletzte der ersten Liga und der Dritte der zweiten Liga zwei Entscheidungsspiele um einen Platz in der höheren Spielklasse bestreiten. Diese Regelung gilt auch für die Zweite Bundesliga sowie die neu eingeführte eingleisige dritte Liga. Die Partien werden im K.o.-Modus mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Zuletzt wurden im Jahr 1991 zwischen der 1. und der 2. Bundesliga der dritte Auf- bzw. Absteiger durch Relegationsspiele ermittelt.
VfB will mit DFL-Fernsehgeld Stadion kaufen
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VfB will mit DFL-Fernsehgeld Stadion kaufen
  • Der VfB Stuttgart hat von allen Bundesligisten am stärksten vom neuen TV-Vertrag der DFL profitiert. Der deutsche Meister erhält für dieses Jahr 26,18 Mio Euro aus der Vermarktung der Fernsehrechte. Das sind gut 80% mehr als im Vorjahr. Mit zusätzlich geschätzten 20 Mio Euro Einnahmen aus der Champions League ist der VfB finanziell auf Rosen gebettet. Voraussichtlich wird der VfB einen Großteil der Gelder in den Umbau des Gottlieb-Daimler-Stadions in ein reines Fußballstadion stecken. Derzeit laufen zähe Verhandlungen des VfB mit der Stadt Stuttgart über den Verkauf des Stadions an den VfB. Die Mannschaft der Schwaben soll hingegen nur behutsam weiter entwickelt werden. Neben dem Torhüter Raphael Schäfer, Abwehrspieler Gledson und Mittelfeldmann Yildiray Bastürk soll noch der Mainzer Stürmer Zidan verpflichtet werden.
  • 6. April 2007: Nationalstürmer Patrick Helmes wird auch in der nächsten Saison für den Zweitligisten 1. FC Köln auflaufen. "Helmes bleibt definitiv noch ein Jahr in Köln", sagte Sportmanager Michael Meier vor dem Auswärtsspiel der "Geißböcke" bei Erzgebirge Aue (1:0). Der Kölner hatte schon einen Vertrag bei Erzrivalen Bayer Leverkusen unterzeichnet, den die Deutsche Fußball Liga (DFL) allerdings für ungültig erklärte, da die Kölner eine Verlängerungs-Option bis 2008 rechtzeitig gezogen hatten.
  • 23. März 2007: Bundeswehr-Soldaten im Auslandseinsatz können künftig Übertragungen der Fußball-Bundesliga live verfolgen. Nachdem im vergangenen Jahr bereits eine entsprechende Einigung für den Kongo, Djibouti und Gabun erzielt wurde, darf mit Hilfe des Auslandspartners Bwin der Deutschen Fußball Liga (DFL) der Bundeswehrsender bwtv nunmehr auch in Afghanistan, Usbekistan, Libanon und im Kosovo das TV-Programm der Deutschen Telekom ausstrahlen. "Wir freuen uns, wenn die Begegnungen der Bundesliga fernab der Landesgrenzen ein Stück Heimat bieten können", sagte der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung Christian Seifert.
  • 21. November 2006: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) geht strikt gegen illegale Videos auf Internet-Plattformen wie YouTube.com (http://www.youtube.com) mit Abmahnungen vor. Die Veröffentlichung von privaten Bundesliga-Videos im Internet ist verboten, denn die DFL vermarktet zentral die Fernseh- und Internetrechte der Bundesliga, die derzeit live im Bezahlsender Arena und in der Zusammenfassung bei ARD, ZDF und im DSF sowie bei der Telekom im Internet zu sehen sind. Auf Videoportalen wie "YouTube" können Fans dagegen kostenlos Privataufnahmen von Fußballspielen anschauen und veröffentlichen.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Deutsche_Fußball_Liga (http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Fußball_Liga) aus der deutschsprachigen Wikipedia (http://de.wikipedia.org) in der Version vom 21. November 2006. Eine Liste der Hauptautoren (History) gemäß GNU FDL ist hier (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Deutsche_Fußball_Liga&action=history) zu finden.
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