Deutsche Fußballdebakel

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"Die Mutter aller Niederlagen"
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"Die Mutter aller Niederlagen"
  • 2007 - Der Rumpelfußball erster Klasse schien unter Joachim Löw und nach der Heim-Weltmeisterschaft ein Relikt aus längst vergessenen Zeiten zu sein. Bis zum 17. Oktober 2007 - Deutschland war bereits sicher qualifiziert und nach dem Auswärtssieg in Prag Favorit auf den Gruppensieg, Tschechien war noch nicht qualifiziert und hatte drei Punkte Rückstand gegenüber Deutschland. Den Spannungsabfall konnte das deutsche Team nicht vertuschen und kam bei einer verdienten 0:3 (0:2)-Niederlage nicht über einige gute Ansätze hinaus. Vollendet wurde nichts: Arne Friedrich und Christoph Metzelder ließen sich wie Slalomstangen umkurven, Fehlpässe, Quer- und Rückpassgeschiebe ohne Ende, Podolski tauchte komplett unter und fiel nur durch ein rüdes Foul auf, vereinzelt rackerten einige Spieler, hatten jedoch mit den tschechischen Bewachern ihre liebe Müh und Not. Deutschland verlor mit diesem Spiel auch den direkten Vergleich und wurde zurecht nur Gruppenzweiter.
  • 2006 - Das 1:4 in Italien am 1. März 2006 in Florenz war bereits die sechste Niederlage einer deutschen Mannschaft mit drei oder mehr Toren in diesem Jahrzehnt. Gerade eine mehr hatte es in den fünfzig Jahren zuvor insgesamt gegeben. Ein Omen ist die Pleite freilich nicht, wie die Beispiele der Vergangenheit gezeigt haben...
  • 2004 - Auch das EM-Jahr 2004 begann für die DFB-Elf mit einer derben Klatsche. 1:5 hieß es im Test am 28. April 2004 in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Bis zur EM wurde es nicht besser und Teamchef Völler trat nach dem Vorrunden-Aus schließlich zurück.
  • 2003 - Doch "Debakel", "Desaster" und "Demütigung" wurden im neuen Jahrtausend regelmäßige Begleiter deutscher Auftritte. Im letzten Länderspiel des Jahres 2003, am 15. November 2003, bekam Deutschland beim 0:3 gegen Frankreich in Gelsenkirchen klar die Grenzen aufgezeigt...
  • 2001 - Die "Mutter aller Niederlagen" setzte es für Deutschlands Elite-Kicker am 1. September 2001. Im Münchener Olympiastadion verlor die von Rudi Völler betreute DFB-Auswahl in der WM-Qualifikation mit 1:5 gegen England. Qualifikation und gute WM gelangen danach allerdings trotzdem.
  • 2000 - Richtig schlimm wurde es aber erst bei der EM 2000 in den Niederlanden und Belgien, als Deutschland sich am 20. Juni 2000 nach einem 0:3 gegen Portugal schon nach der Vorrunde verabschieden musste - gleichzeitig das Ende der "Ära" Erich Ribbeck. Der portugiesische Spieler Conceicao traf in der Partie in Rotterdam dreimal.
  • 1999 - Aber auch unter seinem Nachfolger gab es heftige Schlappen. Am 6. Februar 1999 unterlag Deutschland in Jacksonville bei den damals eher als Fußball-"Zwerg" eingestuften USA mit 0:3. Wenig später am 24. Juli 1999 in Guadalajara beim Confed-Cup setzte es ein 0:4 gegen Brasilien.
  • 1990er - Auch in den 90ern war eine deutsche Nationalelf drei Mal hoffnungslos unterlegen - dabei erstmals auch bei einem großen Turnier. Bei der WM 1998 ging das Team um Lothar Matthäus am 4. Juli 1998 in Lyon im Viertelfinale gegen Kroatien mit 0:3 unter. Danach nahm Bundestrainer Berti Vogts seinen Hut.
  • 1981 - Am 7. Januar 1981 unterlag eine deutsche Auswahl beim 1:4 während der Mundialito, der Mini-WM in Uruguay, gegen Brasilien erstmals wieder mit mindestens drei Toren Unterschied. Damals hütete der Kölner Torhüter Toni Schumacher das Tor. Es folgten in den 80er Jahren mit einem 0:3 gegen England (12. Juni 1985 in Mexiko-Stadt) und einem 1:4 in Österreich (1986) zwei weitere derbe Testpleiten.
  • 1978 - Die durch den österreichischen Kommentator Edi Finger legendär gewordene Partie am 21. Juni 1978 bei der WM in Argentinien bescherte den Österreichern mit ihrem 3:2 den ersten Sieg gegen Deutschland seit Jahrzehnten, und den Deutschen das Aus. Zu einem weiterem prägenden Begriff in diesem Zusammenhang wurde der Spielort Córdoba.
  • 1956 - Der Weltmeister um Helmut Rahn verliert am 25. November 1956 ein Freundschaftsspiel gegen Irland in Dublin mit 0:3, desweiteren verlieren die Deutschen bei der WM 1958 mit 3:6 gegen Frankreich und belegten den vierten Platz. Erst 1981 wurde die Deutsche Elf wieder mit so einem hohen Ergebnis besiegt.

Siehe auch

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