Deutschland - Tschechien 17. Oktober 2007
aus Worldcupwiki
Die deutsche Nationalmannschaft trifft im EM-Qualifikationsspiel am Mittwoch, den 17. Oktober in München auf Tschechien. Nach dem 0:0-Unentschieden gegen Irland ist die Elf von Bundestrainer Joachim Löw bereits als erstes von insgesamt 50 Teams für die Europameisterschaft 2008 qualifiziert.
Fehlen wird Torhüter Jens Lehmann, der im Spiel gegen Irland die zweite Gelbe Karte sah und somit gesperrt ist. Timo Hildebrand wird Lehmann gegen die Tschechische Republik ersetzen, als zweiter Torhüter wurde am Sonntag Robert Enke von Hannover 96 nachnominiert.
| Rang | Land | Spiele | Diff. | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | | 10 | 17 | 23 |
| 2 | | 10 | 25 | 23 |
| 3 | | 11 | 3 | 16 |
| 4 | | 10 | -1 | 14 |
| 5 | | 10 | 7 | 13 |
| 6 | | 10 | 0 | 13 |
| 7 | | 11 | -50 | 0 |
Gegen Tschechien gab es in fünf Begegnungen vier Siege und eine Niederlage. Gegen die Tschechen war das bisher letzte Länderspiel das Hinspiel in der EM-Qualifikation. Die deutsche Nationalmannschaft siegte am 24. März 2007 mit 2:1, Nationalstürmer Kevin Kuranyi erzielte in Prag beide Tore für das deutsche Team. Für die Begegnung der Gruppe D in der Qualifikation zur EM wurden alle 66.445 Tickets der Allianz Arena in München bereits im Vorverkauf abgesetzt.
| Inhaltsverzeichnis |
Kader
Bundestrainer Joachim Löw hat den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die beiden EM-Qualifikationsspiele am Samstag, 13. Oktober (ab 20.45 Uhr MESZ, live in der ARD), in Dublin gegen Irland und am Mittwoch, 17. Oktober (ab 20.45 Uhr, live im ZDF), in München gegen die Tschechische Republik bekanntgegeben. Dabei kehrt mit Clemens Fritz, Tim Borowski und Torsten Frings ein zuletzt verletzt fehlendes Trio von Werder Bremen in den Kader der DFB-Auswahl zurück. Auch Stürmer Mario Gomez vom deutschen Meister VfB Stuttgart steht nach seiner Verletzung wieder im Aufgebot. Ebenfalls dabei ist Stürmer Stefan Kießling von Bayer Leverkusen, der den am Knie verletzten Miroslav Klose von Bayern München ersetzt. Neben WM-Torschützenkönig Klose fehlen auch die angeschlagenen Verteidiger Philipp Lahm vom FC Bayern und Christian Pander vom FC Schalke 04, Mittelfeldspieler Thomas Hitzlsperger aus Stuttgart sowie der im Aufbautraining befindliche DFB-Kapitän Michael Ballack vom FC Chelsea London.
Tor
12 Timo Hildebrand (FC Valencia), 23 Robert Enke (Hannover 96, nachnominiert für den gelbgesperrten Jens Lehmann)
Abwehr
35 Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen), 3 Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), 24 Manuel Friedrich (Bayer Leverkusen), 27 Clemens Fritz (Werder Bremen), 2 Marcell Jansen (Bayern München), 17 Per Mertesacker (Werder Bremen), 21 Christoph Metzelder (Real Madrid)
Mittelfeld
18 Tim Borowski, 8 Torsten Frings (beide Werder Bremen), 22 David Odonkor (Betis Sevilla), 38 Simon Rolfes, 19 Bernd Schneider (beide Bayer Leverkusen), 7 Bastian Schweinsteiger (Bayern München), 28 Piotr Trochowski (Hamburger SV)
Angriff
32 Mario Gomez (VfB Stuttgart), 37 Patrick Helmes (1. FC Köln), 33 Stefan Kießling (Bayer Leverkusen), 31 Kevin Kuranyi (Schalke 04), 20 Lukas Podolski (Bayern München)
Spielinformationen
| Paarung | |
| Ergebnis | 0:3 (0:2) |
| Datum | 17. Oktober 2007 |
| Stadion | Allianz Arena 66.400 Zuschauer |
| Schiedsrichter | Howard Webb (England) |
| Tore | 0:1 Sionko (2.), 0:2 Matejovsky (23.), 0:3 Jaroslav Plasil (64.) |
| Gelbe Karten | Podolski |
| Gelb-rote Karten | |
| Rote Karten | |
| Einwechselungen | 46. Rolfes für Trochowski 46. C. Fritz für Metzelder |
| Eckenverhaltnis | |
| Ballbesitz | |
| Abseits | |
| Torschüsse |
Die Fans, der Trainer und vor allem die Verantwortlichen hatten gute Hoffnungen in die durch Verletzungen geplagte deutsche Elf gesetzt. Doch was auf dem Platz zusehen war, ließ alte Erinnerungen wach werden. Eine Mannschaft ohne Ideen, Spielfluss und Spaßfußball.
Etwas nervös kamen die Spieler um Ersatzkeeper Hildebrandt, der für den gelbgesperrten Lehman antrat, aus der Kabine und verloren reihenweise die Bälle. Einer dieser kritischen Ballverluste führte dann schon in der zweiten Minute zum Gegentor Nummer eins. Daniel Pudil zog eine scharfe Flanke in die Abwehrreihen der Deutschen, direkt auf Jan Koller. Dieser legte den Ball dann gekonnt für Libor Sionko, welcher aus gut zehn Meter alleine vor Timo Hildebrandt nur noch einschenken brauchte. Wie schon in früheren Zeiten hatte die deutsche Abwehr auf Abseits gespielt. Eine Marotte, wie sie unter Jürgen Klinsmann kaum zu finden war.
Nach dem Rückstand - Gegenwehr?
Und nun sollte das Aufbäumen folgen, das sich Wehren – doch es kam nichts von unser so hochgelobten Mannschaft. Stattdessen machten die Tschechen weiter das Spiel. Und kämpften sich Meter für Meter weiter zum Tor. In der 23. Minute startete Marek Matejovski einen Lauf an gleich drei deutschen Spielern vorbei, in den Strafraum und aus spitzem Winkel ins untere Eck – unmöglich zu erreichen für Hildebrandt.
Das deutsche Mittelfeld stagnierte weiter. Es gab keine Möglichkeit und keine Ideen den Ball zu spielen. So zog Bastian Schweinsteiger einmal aus gut 25 Metern einen Direktschuss, welcher aber am nur den Außenpfosten streifte. Daneben kamen noch Impulse über Piotre Trochowski, welcher zwei gekonnte Flanken für Kevin Kuranyi auflegte – Kuranyi setzte aber beide Versuche ins Leere (36. und 43. Minute).
Die zweite Hälfte - die Wende?
Joachim Löw wirkte keineswegs entspannt zum Pausengang. Doch auch in der zweiten Hälfte konnte er keineswegs zufrieden sein mit seiner Mannschaft. Zwar kam Clemens Fritz für Christoph Metzelder und Simon Rolfes für Piotre Trochowski, doch konnte das dem Spielverhalten der deutschen keinen Wendepunkt bringen. Zwar schoss Schweinsteiger erst knapp am Tor vorbei (51.) und dann, bei einem Freistoß (57.), Petr Chech genau in die Arme – doch brachte dies nicht die erhoffte Wirkung.
Der Todesstoß kam in der 63. Minute, nach einem Konter nutze der Tscheche Jaroslav Plasil seine Chance mustergültig. Ab diesem Zeitpunkt hatte die deutsche Elf schon aufgegeben. Am Ende triumphierten gute Tschechen gegen lahme und schwache Deutsche mit 3:0. Ein Fingerzeig in Richtung EM? Doch die Hoffnung stirbt zuletzt!
Spielbericht aus Readers Edition, Autor: Jakob Kaufmann, Lizenz: (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/)
Aufstellung
| Die Aufstellungen | |
|---|---|
| Deutschland | Tschechien |
Aktuelles
- 18. Oktober 2007: Im Schnitt sahen 10,94 Millionen Zuschauer im ZDF das 0:3 (0:2) von Deutschland gegen Tschechien im Fernsehen. Dies entsprach einem Marktanteil von 35 Prozent. In der Spitze verfolgten bis zu 11,47 Millionen Fußballfans die Live-Übertragung im Zweiten. Bei der Zusammenfassung von sieben weiteren EM-Qualifikationsspielen im Anschluss an die deutsche Partie hatten noch 4,49 Millionen ihren Fernseher eingeschaltet. Der Marktanteil lag bei 30,5 Prozent.
- 14. Oktober 2007: Der Deutsche Fußball-Bund bezahlt den Spielern und Verantwortlichen der Nationalmannschaft nach der Qualifikation für die Europameisterschaft 2008 bereits jetzt 2,7 Millionen Euro an Prämien. Jeder Akteur erhält pro Qualifikationsspiel 12.500 Euro, maximal möglich sind bei insgesamt zwölf Spielen 150.000 Euro. 2,25 Millionen Euro fließen nach neun Quali-Partien an 35 Spieler, dazu kommen 450.000 Euro für die Sportliche Leitung. Bundestrainer Joachim Löw, Assistenztrainer Hans-Dieter Flick, Torwart-Trainer Andreas Köpke und Teammanager Oliver Bierhoff erhalten ebenfalls 12.500 Euro Prämie pro Spiel. Das Optimum können noch zwei Spieler erreichen: Der bislang nur gegen Zypern eingesetzte Keeper vom FC Valencia Timo Hildebrand sowie Abwehrspieler Manuel Friedrich von Bayer Leverkusen. Beide waren bei den bisherigen neun Partien im nominierten Aufgebot und führen die interne Prämien-Rangliste mit jeweils 112.500 Euro an. Dahinter folgen Torsten Frings, Jens Lehmann, Thomas Hitzlsperger und Marcell Jansen mit jeweils 100.000 Euro für acht Einsätze beziehungsweise Berufungen. Die Prämien für das EM-Turnier im kommenden Jahr in Österreich und der Schweiz sind noch nicht ausgehandelt worden.
- 14. Oktober 2007: Robert Enke ist für den gelb-gesperrten Jens Lehmann für das EM-Qualifikationsspiel am Mittwoch in München gegen Tschechien nachnominiert worden. Enke wird sich für Timo Hildebrand auf die Bank setzen, weil dieser nach Lehmanns Sperre von Beginn an auflaufen wird. In die Erste Elf werden vermutlich auch Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski zurückkehren. Schweinsteigers Platzwunde aus dem Irland-Spiel verhindert seinen Einsatz nicht, während Joachim Löw sich schon auf Podolski als Stürmer festlegte.
- 10. Oktober 2007: Roberto Hilbert (Kapselbandanriss im Sprunggelenk) wird bei den beiden anstehenden EM-Qualifikationsspielen in Irland und gegen Tschechien ebenfalls fehlen. Der Mittelfeldspieler trat wegen seiner Verletzung am Mittwochvormittag die Rückreise nach Stuttgart an. Dies gab Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Nationalelf, am Mittwochmittag bei einer Pressekonferenz in Berlin bekannt.
Mr. Wong
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