Deutschland wird laut Statistik Weltmeister
aus Worldcupwiki
Jürgen Klinsmanns Team hat gute Chancen, die Weltmeisterschaft 2006 zu gewinnen – zumindest, wenn man Sportstatistiken glaubt. Denn Deutschland erreichte bei seinen bisherigen WM-Teilnahmen im Schnitt das Viertel- oder Halbfinale. Zudem kommt ein Gastgeberland durchschnittlich 2,5 Runden weiter als bei Turnieren fern der Heimat.
Für den mexikanischen Wahrsager Antonio Vazquez steht der Fußball-Weltmeister 2006 bereits fest: "Ich sehe Deutschland und sonst nichts", orakelte der südamerikanische Medienstar vor kurzem. Leider lag der selbst ernannte große Zauberer in den vergangenen Jahren mit seinen Sport-Weissagungen meist voll daneben. Dieses Mal kann sich Vazquez aber zumindest auf die Statistik berufen. Denn bei mehr als jeder dritten WM triumphierte bislang das Gastgeberland.
Selbst wenn es nicht zum Titel reichte, zahlte sich die Ausrichtung für die Heimmannschaften aus (Grafik): Im Durchschnitt kommt das Team des Gastgeberlandes 2,5 Runden weiter als bei einer WM fern der Heimat. Am meisten profitierte die französische Nationalmannschaft vom Heimvorteil. Die Blauen, wie die Franzosen ihre Nationalelf nennen, schnitten 1998 ganze 4,5 Runden besser ab als bei ihren anderen WM-Teilnahmen. Am Ende stand der Titelgewinn. Auch England 1966 und Uruguay 1930 hielten im eigenen Land die goldene Trophäe in die Höhe – und lagen damit fast 4,5 Runden über ihrem Durchschnitt.
Die Gründe für die Erfolge zu Hause sind vielfältig: euphorische Fans, vertrautes Klima, eine akribische Vorbereitung. Zudem ist das Gastgeberland automatisch qualifiziert und bei der Auslosung gesetzt. Daher tritt es oft gegen leichtere Gruppengegner an. Die Daten liefern Fußball-Deutschland somit guten Grund zur Vorfreude auf das Großereignis im Sommer: Die deutsche Nationalmannschaft schied im Durchschnitt der bisherigen WM-Teilnahmen erst im Viertel- oder Halbfinale aus. Zusammen mit einem statistischen Heimvorteil von über zwei Runden stehen die Chancen auf den Titelgewinn also nicht schlecht. Den Deutschen Fußball-Bund (DFB) käme das teuer zu stehen. Allein dem kickenden Personal müsste der DFB für einen Turniersieg 6,9 Millionen Euro an Prämien zahlen. Für das Erreichen des Halbfinales wären 2,3 Millionen Euro fällig. Der statistische Heimvorteil könnte den weltweit mitgliederstärksten Sportverband damit mindestens 4,6 Millionen Euro kosten.

Mr. Wong
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