Edmund Conen

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Edmund Conen (* 10. November 1914 in Ürzig; † 5. März 1990) war ein deutscher Fußballer. Zusammen mit Miroslav Klose hält Conen den Torschützenrekord von drei Toren im 1. WM-Spiel.

"Ed" Conen spielte unter anderem beim FV Saarbrücken, 1. FC Saarbrücken, Stuttgarter Kickers, FC Mülhausen, Heeres-SV Groß Born (Pommern) und Young Fellows Zürich. 1934 platzte sein vorgesehener Wechsel zu Werder Bremen, da Conen dem DFB verriet, welche Summen Werder in neue Spieler investierte. Damals war Fußball in Deutschland noch Amateursport und Zahlungen an Spieler waren nicht erlaubt.

Mit vier Treffern war er gemeinsam mit Angelo Schiavio (Italien) hinter Oldřich Nejedlý (Tschechoslowakei) zweitbester Torjäger bei der Weltmeisterschaft 1934 in Italien. Der Sturm (Ernst Lehner, Karl Hohmann, Conen, Otto Siffling und Stanislaus Kobierski) war mitentscheidend für den unerwarteten Erfolg der DFB-Elf bei dieser WM. Mit einem 3:2-Sieg (Tore: 2x Lehner, 1x Conen) gegen Österreich wurde der dritte Platz erreicht. Edmund Conen gehörte bei der zweiten ausgetragenen WM zu den auffälligsten Mittelstürmern.

Er bestritt zwischen 1934 und 1942 28 Länderspiele für den DFB und erzielte 27 Tore. Das ist nach Gerd Müller die beste Quote eines Stürmes der Nationalmannschaft mit mehr als 25 Länderspielen.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Conen bei der WM 1934 erst 19 Jahre alt war. Eine weitere Bestmarke setzte er mit seinen drei Toren in einer Halbzeit beim 5:2-Sieg im Achtelfinale gegen Belgien in Florenz. Diese Leistung konnte erst Gerd Müller bei der Fußballweltmeisterschaft 1970 beim 3:1 der deutschen Mannschaft gegen Peru als zweiter deutscher Spieler in der WM-Geschichte egalisieren.

Als 21-Jähriger wurde Conen von einer langwierigen Krankheit gestoppt. Er litt an Herzneurose und hatte Angst vor Menschen. Dreieinhalb Jahre lang verschwand der Fußball aus seinem Leben. Nach seinem 14. Länderspieleinsatz gegen Polen am 15. September 1935 (mit einem Conen-Treffer) konnte er erst am 25. Juni 1939 in Kopenhagen gegen Dänemark wieder sein internationales Comeback feiern, mit einem Treffer zum 2:0-Sieg. Im Kriegsjahr 1942 bestritt er sein letztes Länderspiel. Am 3. Mai gewann die deutsche Nationalmannschaft mit 5:3 Toren in Budapest gegen Ungarn. Nach einem 1:3-Halbzeitrückstand rissen Conen und der junge Fritz Walter das Spiel für die Mannschaft von Sepp Herberger noch aus dem Feuer.

Nach Kriegsende arbeitete Conen als Trainer, betreute unter anderem Mitte der 1950er den Wuppertaler SV in der Oberliga West.

Aktuelles

  • 10. November 2006: WM-Statistik: Edmund Conen ist 16 Jahre nach seinem Tod offiziell als Torschützenkönig der WM 1934 in Italien entthront worden. Im Zuge umfangreicher Recherchen nach Hinweisen von Historikern und Fans hat die FIFA dem Tschechen Oldrich Nejedly 72 Jahre später nachträglich einen fünften Turniertreffer zuerkannt. Damit stieg Nejedly zum alleinigen Torschützenkönig vor dem Italiener Angelo Schiavio und Conen auf, die jeweils viermal getroffen hatten. Nach der FIFA-Änderung sind Gerd Müller (zehn Tore 1970) und Miroslav Klose (fünf Tore 2006) wieder die einzigen deutschen WM-Torschützenkönige.

Conens Länderspiele

  • 14 während seiner Zeit beim FV Saarbrücken
  • 14 während seiner Zeit beim Stuttgarter Kickers

Siehe auch


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Edmund_Conen (http://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Conen) aus der deutschsprachigen Wikipedia (http://de.wikipedia.org) in der Version vom 10. November 2006. Eine Liste der Hauptautoren (History) gemäß GNU FDL ist hier (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Edmund_Conen&action=history) zu finden.
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