Englische Nationalmannschaft
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Der britische Fußball stellt mit vier Nationalmannschaften eine Besonderheit in der Fußballwelt dar. England als "Mutterland des Fußballs", Schottland, Wales und Nordirland haben ihren Fußballverband unabhängig voneinander gegründet und spielen jeweils eigene Meisterschaften aus. Die alte Rivalität zwischen den Völkergruppen und damit auch den Fußballfans ist so groß, dass niemals eine vereinte britische Nationalmannschaft angestrebt wurde.
Die englische Nationalmannschaft gehört zu den ältesten Fußballnationalmannschaften der Welt. Das erste Länderspiel überhaupt wurde gegen Schottland am 30. November 1872 ausgetragen. England gewann mit der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 den bisher einzigen großen Titel.
Die Spielertrikots ziert das englische Wappen (http://www.three-lions.de) mit den drei Löwen, den berühmten "Three Lions".
| Inhaltsverzeichnis |
Teilnahme Englands an der Fußball-Europameisterschaft (7 mal)
- 3. EM 1968 in Italien / 3. Platz
- 6. EM 1980 in Italien / Vorrunde
- 8. EM 1988 in Deutschland / Vorrunde
- 9. EM 1992 in Schweden / Vorrunde
- 10. EM 1996 in England / 3. Platz
- 11. EM 2000 in den Niederlanden und Belgien / Vorrunde
- 12. EM 2004 in Portugal / Viertelfinale
Teilnahme Englands an der Fußball-Weltmeisterschaft (11 mal)
In der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg waren die britischen Fußballverbände noch nicht damit einverstanden, dass Profi-Spieler an Fußball-Weltmeisterschaften teilnehmen. Die englische Nationalmannschaft ist deshalb nicht zur WM 1930 sowie zur Qualifikation für die WM-Endrunden 1934 und 1938 angemeldet worden.
- 4. WM 1950 in Brasilien / Vorrunde
- 5. WM 1954 in der Schweiz / Viertelfinale
- 6. WM 1958 in Schweden / Vorrunde
- 7. WM 1962 in Chile / Vorrunde
- 8. WM 1966 in England / Weltmeister
- 9. WM 1970 in Mexiko / Viertelfinale
- 12. WM 1982 in Spanien / Zwischenrunde
- 13. WM 1986 in Mexiko / Viertelfinale
- 14. WM 1990 in Italien / 4.Platz
- 16. WM 1998 in Frankreich / Achtelfinale
- 17. WM 2002 in Japan und Südkorea / Viertelfinale
Anfangszeit
Das erste Länderspiel in der Fußballgeschichte überhaupt wurde von der englischen Nationalmannschaft, angeführt von Mannschaftkapitän Cuthbert Ottaway, gegen Schottland am 30. November 1872 ausgetragen. Es fand im Stadion Hamilton Crescent, in dem heutigen Glasgower Stadtteil Partick, statt und endete 0:0. Im Jahr darauf verzeichnete die englische Auswahl mit einem 4:2 gegen Schottland im Kennington Oval-Stadion den ersten Sieg.
England spielte in den folgenden fast 40 Jahren aufgrund der Dominanz des britischen Fußballs fast ausschließlich gegen Schottland, Wales und die damals irische Auswahl (heute: Nordirland). Ein weiterer Grund dafür lag darin, dass in dieser Zeit eine unkomplizierte Reise in andere Länder nicht möglich war. Der Flugverkehr existierte zu diesem Zeitpunkt weitestgehend noch nicht. Die ersten offiziellen Spiele gegen Gegner vom europäischen Festland fanden während einer Tournee im Jahr 1908 durch Mitteleuropa statt. Dort gewann England leicht gegen Österreich und eine Auswahl aus Böhmen. Die erste Niederlage außerhalb Großbritanniens musste England im Jahr 1929 hinnehmen, als die Nationalmannschaft mit 3:4 in Madrid gegen Spanien unterlag.
Die FA hatte sich 1906 dem Weltfußballverband FIFA angeschlossen, aber da sich die Beziehung zwischen der FIFA und den britischen Verbänden aufgrund eines Disputs wegen Zahlungen an Amateurspieler negativ entwickelte, zogen sich die britischen Nationen 1928 wieder aus der FIFA zurück. Dies hatte zur Folge, dass die englische Nationalmannschaft an den ersten drei Fußball-Weltmeisterschaften nicht teilnahm. In England wurde die eigene Nationalmannschaft als „inoffizieller Weltmeister“ bezeichnet, als sie im November 1934 den amtierenden Weltmeister aus Italien im als „Battle of Highbury“ (Schlacht von Highbury) bezeichneten Spiel mit 3:2 besiegen konnte.
Nachkriegsära
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges näherte sich die FA in einem Modernisierungsprozess der FIFA erneut an, schloss sich ihr 1946 wieder an und ernannte im gleichen Jahr Walter Winterbottom zum ersten offiziellen Trainer der Nationalmannschaft, nachdem zuvor jeweils ein Komitee mit der Organisation des Teams beschäftigt gewesen war. Sie verloren 1949 ihr erstes Heimspiel gegen ein nicht-britischen Gegner, als sie im Goodison Park in Liverpool mit 0:2 gegen Irland unterlagen. Im Jahr darauf gab die englische Fußballnationalmannschaft bei der WM 1950 seinen Einstand, verlor dort sensationell mit 0:1 gegen die Vereinigten Staaten und schied bereits nach der ersten Gruppenphase aus. Auch bei den nächsten beiden Weltmeisterschaften in der Schweiz und in Schweden konnte das englische Team nicht überzeugen und zeigte deutlich, wie sehr der englische Fußball hinter der restlichen Fußballwelt an Qualität eingebüßt hat.
Die taktische Unterlegenheit wurde besonders deutlich, als das englische Team am 25. November 1953 im eigenen Wembley-Stadion Ungarn gegenüberstand. Die ungarische Nationalmannschaft war zu diesem Zeitpunkt mit legendären Spielern wie Sándor Kocsis und Ferenc Puskás eins der weltweit besten Teams und schlug England in Wembley mit 6:3. Dies war die erste Niederlage für die englische Mannschaft gegen eine Mannschaft von dem europäischen Festland. In einem Rückspiel in Budapest gewann die ungarische Mannschaft gegen England mit 7:1 sogar noch höher. Dieses 1:7 ist bis zum heutigen Tage die höchste Niederlage in der Geschichte der englischen Fußballnationalmannschaft.
In den 60er-Jahren unterwarf der englische Fußball dem taktischen Verhalten und Trainingsbetrieb einer deutlichen Modernisierung, was sich bereits mit einem respektablen Auftritt bei der WM 1962 in Chile auswirkte, als England ins Viertelfinale einzog und dort nur dem späteren Weltmeister aus Brasilien unterlag. Nach Winterbottoms Rücktritt im Jahr 1962 übernahm der frühere Mannschaftskapitän Alf Ramsey das Traineramt, der sofort kühn behauptete, dass England die folgende Weltmeisterschaft, die im eigenen Land stattfinden sollte, gewinnen würde.
Fußball-Weltmeisterschaft 1966
Ramseys Vorhersage sollte sich tatsächlich erfüllen und England wurde bei der WM 1966 Weltmeister, was bis zum heutigen Tag der größte Erfolg in der englischen Fußballgeschichte ist. Angeführt von dem Mannschaftkapitän Bobby Moore besiegten die englischen „Wingless Wonders“, benannt nach der Tatsache, dass Ramsey seine Mannschaft bei dem Turnier ohne echten Flügelstürmer spielen ließ, Argentinien und Portugal, um dann im Finale der deutschen Nationalmannschaft im Wembley-Stadion gegenüber zu stehen. England gewann das Endspiel nach drei Toren von Geoff Hurst (darunter das berühmte Wembley-Tor) und einem Treffer von Martin Peters mit 4:2 nach Verlängerung. Kenneth Wolstenholme, Reporter des britischen Rundfunksenders BBC, kommentierte das letzte Tor von Hurst in der 120. Minute und das Spielende mit dem dadurch sehr bekannt gewordenen Ausspruch „They think it's all over... it is now!“.
Niedergang in den 70er-Jahren
England erreichte bei der folgenden EM 1968 den dritten Platz und war als Titelverteidiger einer der Favoriten für die WM 1970 in Mexiko. Nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung unterlag England jedoch im Viertelfinale Deutschland noch mit 2:3 und schied aus dem Turnier aus. Auch im Viertelfinale bei der EM 1972 verlor England gegen Deutschland, als sie nach insgesamt 1:3-Toren unterlagen. Der negative Trend wurde fortgesetzt, als sich England nach einem 1:1 gegen Polen in der Qualifikation, als man mehrfach an dem stark aufspielenden polnischen Torhüter Jan Tomaszewski scheiterte, nicht für die WM 1974 in Deutschland qualifizieren konnte. Im Nachgang der fehlgeschlagenen Qualifikation entließ die FA Trainer Ramsey, der mit England in 113 Spielen 69 Siege und 27 Remis eingefahren hatte. Dabei wurde stark kritisiert, dass die FA Ramsey, angesichts der Erfolge, die seiner sportlichen Leitung zu verdanken waren, nicht die Möglichkeit zu der eigenen Rücktrittsentscheidung überließ.
Nach einer kurzen Übergangsphase unter Trainer Joe Mercer verpflichtete die FA Don Revie als Ramseys offiziellen Nachfolger. Unter seiner Ägide entwickelten sich die Leistungen der englischen Nationalmannschaft noch deutlich negativer als in der Spätphase von Ramsey und England konnte sich weder für die Gruppenphase der EM 1976 noch für die WM 1978 in Argentinien qualifizieren. Revie war 1977 bereits zurückgetreten und wurde durch Ron Greenwood ersetzt. Zur gleichen Zeit entwickelte sich auch im Umfeld der Nationalmannschaft unter den Anhängern ein stetig wachsendes Hooligan-Problem, das vor allem bei englischen Auswärtsländerspielen auftrat. Bei der EM 1980 setzte die italienische Polizei während eines Gruppenspiels gegen Belgien sogar Tränengas ein. England qualifizierte sich für die WM 1982 in Spanien, scheiterte dort jedoch in der zweiten Gruppenphase, obwohl die Mannschaft während dieser Weltmeisterschaft kein Spiel verloren hatte. Auch während dieses Turniers wurden die englischen Spiele von Gewaltausschreitungen begleitet.
Erneuerung unter Bobby Robson
Obwohl ein Großteil der Öffentlichkeit und der Medienlandschaft Bobby Robson während seiner Zeit als Nationaltrainer sehr skeptisch beäugt hatte, wird er im Nachgang als einer der erfolgreichsten englischen Trainer eingestuft. Nachdem ihm nach einer Niederlage gegen Dänemark die Qualifikation zur Endrunde der EM 1984 in Frankreich misslungen war, führte er die Nationalmannschaft zur WM 1986 nach Mexiko. Nach einem schwachen Start, bei dem England gegen Portugal verloren und ohne ihren verletzten Mannschaftskapitän Bryan Robson gegen Marokko Unentschieden gespielt hatte, sicherten drei Tore von Gary Lineker zum 3:0-Sieg gegen Polen den Einzug in die nächste Runde. Nach einem weiteren 3:0-Sieg in der zweiten Runde gegen Paraguay verloren sie in einem kontroversen Spiel gegen den späteren Weltmeister aus Argentinien. Während der 1:2-Niederlage fielen dabei zwei Treffer von Diego Maradona, wobei das erste als Hand Gottes-Tor in die Fußballgeschichte einging. Der zweite Treffer, dem ein Dribbling Maradonas über die Hälfte des Spielfelds, und an fünf englischen Spielern vorbei, vorausging, wurde später als Tor des Jahrhunderts ausgezeichnet. Am Ende des Turniers gewann Gary Lineker den Titel als Torschützenkönig der Weltmeisterschaft.
Die nächste Weltmeisterschaft im Jahre 1990 sollte dann der beste Auftritt einer englischen Mannschaft seit dem Titelgewinn im Jahr 1966 darstellen. Nach einem langsamen Beginn in der Gruppenphase setzte sich das Team in den K.-o.-Runden knapp mit jeweils einem Tor Unterschied gegen Belgien und Kamerun durch, bevor es dann im Halbfinale nach einem 1:1 nach Verlängerung im Elfmeterschießen gegen Deutschland unterlag. Stuart Pearce und Chris Waddle hatten dabei ihre Strafstöße vergeben, aber die guten Mannschaftsleistungen, der Auftritt von Paul Gascoigne als bestem englischen Spieler während des Turniers und das Ausbleiben von Gewaltaktionen waren Faktoren für die kommende Rehabilitierung des Fußballs in der britischen Gesellschaft der 90er-Jahre. Nach dem Turnier trat der englische Torhüter Peter Shilton nach insgesamt 125 Einsätzen zurück und ist damit bis zum heutigen Tage Rekordnationalspieler.
Wechselhafte Phasen in den 90er-Jahren
Die Zeit unter Graham Taylor, Robsons Nachfolger im Amt des Nationaltrainers, gestaltete sich sehr unglücklich. Unter seiner Regentschaft gewann England während der EM 1992 in Schweden kein Spiel. Dabei wurde Taylor in der Öffentlichkeit sehr stark für seine Entscheidung kritisiert, im wichtigen letzten Gruppenspiel gegen Schweden - beim Stand von 1:2 - Gary Lineker bereits nach 64 Minuten ausgewechselt zu haben. England konnte sich fortan auch nicht für die WM 1994 in den Vereinigten Staaten qualifizieren, wobei das Team in einem Qualifikationsspiel gegen San Marino, einem der schwächsten Fußballteams überhaupt, bereits nach wenigen Sekunden mit 0:1 zurückgelegen hatte, bevor England dann noch mit 7:1 gewinnen konnte. Taylor wurde 1993 entlassen und durch Terry Venables ersetzt, der die englische Nationalmannschaft zu einer guten Leistung bei der EM 1996 im eigenen Land führte. Die Erwartungen waren bei diesem Turnier zum 30. Geburtstag der Weltmeisterschaft von 1966 sehr hoch und das englische Team startete gut in der Vorrunde. Es schlug dabei mit einem sehr gut spielenden Paul Gascoigne Schottland mit 2:0 und besiegte danach das stark eingeschätzte Team aus den Niederlanden überraschend deutlich mit 4:1. Nach einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Spanien stand England im Halbfinale, wie bereits sechs Jahre zuvor bei der Weltmeisterschaft, Deutschland nach einem 1:1 nach Verlängerung im Elfmeterschießen gegenüber. Nachdem Gareth Southgate den entscheidenden Elfmeter verschossen hatte, unterlag England erneut der deutschen Mannschaft.
Venables trat nach Beendigung der Europameisterschaft zurück. Sein Nachfolger Glenn Hoddle absolvierte mit England eine erfolgreiche Qualifikation zur WM 1998 in Frankreich und stellte die Teilnahme zum Turnier mit einem 0:0-Unentschieden im römischen Olympiastadion gegen Italien sicher. Dort wurde das englische Team erneut bei einem Elfmeterschießen geschlagen, nachdem David Beckham bereits während des Spiels gegen Argentinien aufgrund einer roten Karte das Feld vorzeitig hatte verlassen müssen. Im darauf folgenden Jahr trat Hoddle von seinem Amt zurück, nachdem er zuvor kontroverse Aussagen über Behinderte in einem Zeitungsinterview getätigt hatte. In diesen äußerte er seine Meinung, dass Behinderte den Preis für Sünden aus früheren Leben zahlen würden. Der ehemalige englische Mannschaftskapitän Kevin Keegan übernahm das Traineramt und führte das Team nach 2:1-Toren in Hin- und Rückspiel gegen Schottland im Play-off zur EM 2000 in den Niederlanden und Belgien, wo die Mannschaft jedoch die Gruppenphase nicht überstand. Keegan trat im September 2000 zurück, nachdem die Mannschaft das letzte Spiel im alten Wembley-Stadion, ein Qualifikationsspiel zur WM 2002 gegen Deutschland, verloren hatte.
Die „Ära Eriksson“
Im Jahr 2001 wurde der Schwede Sven-Göran Eriksson Keegans Nachfolger und somit zum ersten ausländischen Trainer Englands. Eriksson führte die Mannschaft im September des gleichen Jahres nach einem 0:1-Rückstand zu einem spektakulären 5:1-Auswärtssieg gegen Deutschland, als neben Emile Heskey und Steven Gerrard Michael Owen drei Tore erzielen konnte. England stellte die direkte Qualifikation und den Gruppensieg durch ein spätes Freistoßtor zum 2:2 im Heimspiel gegen Griechenland und aufgrund einer besseren Tordifferenz sicher. Bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea selbst schlug England Argentinien in der Gruppenphase mit 1:0, erreichte das Viertelfinale, in dem die Mannschaft mit 1:2 gegen den späteren Weltmeister aus Brasilien verlor.
Auch die Qualifikationsgruppe zur EM 2004 gewann das englische Team nach einem 0:0 im letzten Spiel gegen die Türkei. Trotz einer Niederlage in der Vorrunde der Europameisterschaft gegen Frankreich wurde England als einer der Favoriten für den weiteren Verlauf des Turniers gehandelt. Die Mannschaft scheiterte jedoch im Viertelfinale an dem Gastgeber aus Portugal, wobei sie erneut im Elfmeterschießen den Kürzeren zog.
Im Jahr 2005 sah sich Eriksson verstärkter Kritik aufgrund seiner Defensivstrategie, einem eher leidenschaftslosem Spielverständnis, Kommunikationsproblemen mit seinen Spielern und gewisser Schwierigkeiten, eine Taktik einem sich ändernden Spielverlauf anzupassen - wie sie vor allem bei der Niederlage gegen Brasilien bei der Weltmeisterschaft 2002 deutlich geworden waren - ausgesetzt. Der 1:4-Niederlage in einem Freundschaftsspiel gegen Dänemark folgte ein weiterer Tiefpunkt, als England in einem Qualifikationsspiel zur WM 2006 in Deutschland mit 0:1 gegen den Rivalen aus Nordirland unterlag, das eine große Welle von Kritik zur Folge hatte, obwohl die Mannschaft zuvor eine gute Qualifikation gespielt hatte. Ein hart umkämpfter und wenig überzeugender 1:0-Sieg gegen Österreich sorgte dann auch nicht dafür, dass sich der Druck verminderte. Dennoch qualifizierte sich die englische Mannschaft bereits vor dem letzten Spiel, das sie gegen Polen mit einer deutlichen Leistungssteigerung mit 2:1 gewinnen konnte, für das Weltmeisterschaftsturnier im Jahr 2006.
Nach Beendigung der Qualifikation gewann die englische Mannschaft in einem Freundschaftsspiel im Schweizerischen Genf mit 3:2 gegen Argentinien und zeigte dabei die möglicherweise beste Leistung seit mehreren Jahren.
Eriksson wurde auch vor allem aufgrund seiner großen Experimentierfreudigkeit bei Freundschaftsspielen kritisiert und wechselte dabei zeitweilig sogar zur Halbzeit die gesamte Mannschaft aus, bevor die FIFA im Jahr 2004 entschied, dass maximal sechs Spieler in solchen Partien ausgetauscht werden dürfen. Ein weiterer Kritikpunkt stellte heraus, dass Eriksson den Stellenwert des Mannschaftskapitänamts verringern würde, da er Spieler wie Emile Heskey und Phil Neville nach Ein- und Auswechselungen kurzzeitig zum Mannschaftsführer ernannte, wobei sich die Diskussion dann darauf einigte, dass nur ein Spieler, der sein Team während des Anpfiffs anführt, als offizieller Mannschaftskapitän anerkannt wird und sich damit von einem Spieler unterscheidet, der die Kapitänsbinde im Laufe des Spiels nur kommissarisch übernimmt.
Nach einer Kontroverse in der Zeitung News of the World im Januar 2006 entschied sich die FA dazu, mit Eriksson eine Vereinbarung über dessen Zukunft zu treffen, in deren Folge am 23. Januar 2006 verkündet wurde, dass Eriksson nach Beendigung der Weltmeisterschaft von seinem Amt des Nationaltrainers im Sommer zurücktreten werde. Es wurden in einem außergewöhnlich lange andauernden Auswahlprozess, der sehr stark in der öffentlichen Kritik stand, mehrere potentielle Nachfolger gehandelt, darunter vor allem der portugiesische Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari, der jedoch das Angebot auch aufgrund des zu großen Drucks, der in der britischen Medienlandschaft entstanden war, ablehnte. Am 4. Mai 2006 wurde Steve McClaren zum offiziellen Nachfolger Erikssons ernannt. Er wird die Mannschaft erstmalig am 6. August 2006 im Stadion Old Trafford gegen Griechenland betreuen.
Titel
Fußball-WM (1) - 1966
WM-Kader
- Torhüter
- Abwehr
- Mittelfeld
- David Beckham
- Michael Carrick
- Jermaine Jenas
- Aaron Lennon
- Joe Cole
- Frank Lampard
- Stewart Downing
- Steven Gerrard
- Owen Hargreaves
- Angriff
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Heimtrikot
| Auswärtstrikot
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| Spitzname | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| The Lions (Die Löwen) | |||||||||||||||||||
| Verband | |||||||||||||||||||
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| Trainer | |||||||||||||||||||
| vakant | |||||||||||||||||||
| Rekordspieler | |||||||||||||||||||
| Peter Shilton (125) | |||||||||||||||||||
| Rekordtorschütze | |||||||||||||||||||
| Bobby Charlton (49) | |||||||||||||||||||
| Erstes Länderspiel | |||||||||||||||||||
| Schottland 0:0 England (Partick, Schottland; 30. November 1872) | |||||||||||||||||||
| Höchster Sieg | |||||||||||||||||||
| Irland 0:13 England (Belfast, Nordirland; 18. Februar 1882) | |||||||||||||||||||
| Höchste Niederlage | |||||||||||||||||||
| Ungarn 7:1 England (Budapest, Ungarn; 23. Mai 1954) | |||||||||||||||||||
| Weltmeisterschaft | |||||||||||||||||||
| Endrundenteilnahmen: 11 (Erste: 1950) Bestes Ergebnis: Gewinner 1966 | |||||||||||||||||||
| Europameisterschaft | |||||||||||||||||||
| Endrundenteilnahmen: 7 (Erste: 1968) Beste Ergebnisse: Dritter Platz 1968, Halbfinale 1996 | |||||||||||||||||||
Erfolgreichste Torschützen der Nationalmannschaft
| Spieler | Nationalmannschaftskarriere | Tore (Einsätze) |
|---|---|---|
| Sir Bobby Charlton | 1958-70 | 49 (106) |
| Gary Lineker | 1984-92 | 48 (80) |
| Jimmy Greaves | 1959-67 | 44 (57) |
| Michael Owen | 1998-jetzt | 36 (77) |
| Tom Finney | 1946-58 | 30 (76) |
| Nat Lofthouse | 1950-58 | 30 (33) |
| Alan Shearer | 1992-2000 | 30 (63) |
| Viv Woodward | 1903-11 | 29 (23) |
| Steve Bloomer | 1895-1907 | 28 (23) |
| David Platt | 1989-96 | 27 (62) |
| Bryan Robson | 1979-91 | 26 (90) |
| Sir Geoff Hurst | 1966-72 | 24 (49) |
| Stan Mortensen | 1947-53 | 23 (25) |
| Tommy Lawton | 1938-48 | 22 (23) |
| Mick Channon | 1972-77 | 21 (46) |
| Kevin Keegan | 1972-82 | 21 (63) |
| Martin Peters | 1966-74 | 20 (77) |
| George Camsell | 1929-36 | 18 (9) |
| Dixie Dean | 1927-32 | 18 (16) |
| Johnny Haynes | 1954-62 | 18 (56) |
| Roger Hunt | 1962-69 | 18 (34) |
Nationaltrainer
| Nationaltrainer | Amtszeit |
|---|---|
| Sir Walter Winterbottom | 1946-1962 |
| Sir Alf Ramsey | 1963-1974 |
| Joe Mercer | 1974 |
| Don Revie | 1974-1977 |
| Ron Greenwood | 1977-1982 |
| Sir Bobby Robson | 1982-1990 |
| Graham Taylor | 1990-1993 |
| Terry Venables | 1993-1996 |
| Glenn Hoddle | 1996-1999 |
| Howard Wilkinson (Übergangstrainer) | 1999 |
| Kevin Keegan | 1999-2000 |
| Peter Taylor (Übergangstrainer) | 2000 |
| Sven-Göran Eriksson | 2001-2006
WM-Spiele 2006Länderspiele gegen Deutschland(Ergebnisse stets aus englischer Sicht)
WeblinksHomepage des englischen Verbandes (http://www.thefa.com) (engl.)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Englische_Fußballnationalmannschaft (http://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Fußballnationalmannschaft) aus der deutschsprachigen Wikipedia (http://de.wikipedia.org) in der Version vom 27. August 2005. Eine Liste der Hauptautoren (History) gemäß GNU FDL ist hier (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Englische_Fußballnationalmannschaft&action=history) zu finden.
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