Europameisterschaft 2008
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Die Endrunde der 13. Fußball-Europameisterschaft (UEFA EURO 2008™) wurde vom 7. bis 29. Juni 2008 erstmals in Österreich und in der Schweiz ausgetragen. Es traten sechzehn Nationalmannschaften zunächst in der Gruppenphase in vier Gruppen und danach im K.-o.-System gegeneinander an. Der Europameister 2008, Spanien, wurde schließlich im Endspiel am 29. Juni 2008 in Wien ermittelt.
Insgesamt verfolgten während des dreiwöchigen Turniers mehr als eine Million Besucher die 31 Begegnungen in acht Stadien.
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Gastgeber und Austragungsorte
Hauptartikel: Austragungsorte der Fußball-Europameisterschaft 2008
Den Zuschlag für die Austragung der Europameisterschaft 2008 erhielten Österreich und die Schweiz am 12. Dezember 2002. Insgesamt hatten sich vierzehn Nationen, zusammengefasst zu sieben Kandidaturen, um die Ausrichtung der Euro 2008 beworben. Die Wahlprozedur zur Bestimmung des Gastgebers zog sich über zwei Tage. Am ersten Tag hatten die sieben Bewerberkomittees die Gelegenheit, sich in der UEFA-Zentrale in Nyon ein letztes Mal vor der Verbandsspitze zu präsentieren.
Die endgültige Entscheidung über die Vergabe der Europameisterschaft 2008 traf das Exekutivkomittee der UEFA tags darauf in Genf. Hierbei setzte sich die Bewerbung der beiden Alpenländer im entscheidenden Wahldurchgang mit 9:3 Stimmen gegen Ungarn durch. Zuvor waren im ersten Wahlgang bereits die Bewerbung Russlands, die gemeinsamen Kandidaturen von Bosnien-Herzegowina/Kroatien, Griechenland/Türkei, Schottland/Irland sowie die Vier-Länder-Bewerbung Skandinaviens (Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden) gescheitert. Das Turnier wird damit, nach der gemeinsamen Ausrichtung der Euro 2000 durch die Niederlande und Belgien, zum zweiten Mal durch zwei Länder gemeinsam veranstaltet.
Nach zwei erfolglosen Bewerbungen um die Ausrichtung der Europameisterschaft – zuletzt in einer Gemeinschaftskandidatur mit Ungarn zur Durchführung der Euro 2004 – ist es das erste Mal, dass ein Fußball-Großereignis in Österreich stattfindet. So kann nun auch Österreich das erste Mal an einer EM teilnehmen. Die Schweiz qualifizierte sich bereits mehrmals für EM-Endrunden und hat auch mit der Ausrichtung von Großereignissen im Fußball mehr Erfahrung, fand doch in der Schweiz die Weltmeisterschaft 1954 statt.
Die Spiele wurden in insgesamt acht Stadien ausgetragen, von denen jeweils vier in der Schweiz und in Österreich liegen.
Österreich
- Im Ernst-Happel-Stadion in Wien, dem größten Stadion der beiden Länder, wurde das Finale der Europameisterschaft ausgetragen. Als einziges 5-Sterne-Stadion nach UEFA-Klassifizierung hat es weniger als 50.000 Sitzplätze (49.825), wurde jedoch für die EM auf 53.008 Plätze ausgebaut. Temporär wurde am oberen Ende des zweiten Rangs eine sowie vor dem ersten Rang sieben weitere Sitzreihen errichtet. Neben dem Endspiel haben die drei Gruppenspiele der österreichischen Mannschaft, zwei Viertelfinalspiele und ein Halbfinalspiel in Wien stattgefunden. Damit war Wien Hauptaustragungsort der Euro 2008 in Österreich.
- In Innsbruck im Tivoli-Stadion, der Heimat vom FC Wacker Innsbruck, haben drei Gruppenspiele der Euro 2008 stattgefunden. Das Stadion wurde im September 2000 eröffnet und bietet derzeit für nationale Spiele 17.400 Zuschauern Platz, bei internationalen Spielen umfasst es aufgrund der Umwandlung von Steh- in Sitzplätze nur 15.200 Plätze. Zur EM ist es temporär auf eine Kapazität von 30.000 Sitzplätzen erweitert geworden. Alle Zuschauerplätze sind überdacht.
- Im Klagenfurter Wörtherseestadion wurden drei Gruppenspiele ausgetragen. Das Stadion liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wörthersee und wurde September 2007 fertiggestellt. Während des Turniers haben dort 32.000 Zuschauer Platz gefunden, danach 12.500.
- Im EM-Stadion Wals-Siezenheim bei Salzburg fanden drei Gruppenspiele statt. Das Stadion, das im Laufe des Jahres 2003 fertiggestellt wurde, fasste nach der Eröffnung 18.850 Zuschauer. Bis Juli 2007 wurde es planmäßig und rechtzeitig für die EM auf 30.200 Plätze erweitert. Ursprünglich war wie in Innsbruck und Klagenfurt ein Rückbau auf die kleine Version für die Zeit nach der EM geplant. Nach der Übernahme des ansässigen Vereins Austria Salzburg durch den Red-Bull-Konzern im Frühjahr 2005 haben sich die sportlichen Ansprüche des neuen Vereins jedoch geändert, sodass das Stadion vermutlich in EM-Größe erhalten bleibt.
Schweiz
- In Basel fanden im Heimstadion des FC Basel, dem St. Jakob-Park, sechs Spiele statt. Basel war somit Hauptaustragungsort der Euro 2008 in der Schweiz. Das von den Architekten Herzog & de Meuron von 1999 bis 2001 erstellte, ursprünglich 30.500 Sitzplätze fassende Stadion, ist mittlerweile mit 38.500 Plätzen das größte Stadion der Schweiz. Für die Endrunde wurde es temporär auf 42.500 Plätze erweitert. In Basel fanden die drei Gruppenspiele der Schweiz (unter anderem das Eröffnungsspiel gegen Tschechien) sowie zwei Viertelfinalspiele und ein Halbfinale statt.
- In Bern wurde zwischen 2001 und 2005 ein neues Stadion gebaut. Das alte Wankdorfstadion wurde abgerissen und durch das neue Stade de Suisse Wankdorf ersetzt. Die Baukosten betrugen 350 Mio. Schweizer Franken, das Stadion bietet Platz für 32.000 Zuschauer. Im Heimstadion des BSC Young Boys fanden drei Gruppenspiele statt.
- In Lancy bei Genf, dem einzigen französischsprachigen Austragungsort, famdem im Stade de Genève ebenfalls drei Gruppenspiele statt. Servette FC Genève trägt hier seine Heimspiele aus; vor dem Konkurs der Aktiengesellschaft 2004 in der Super League, seitdem in der dritten Spielklasse.
- In Zürich war ursprünglich der Hardturm als Spielort vorgesehen. Da das Neubauprojekt jedoch durch eine Bürgerinitiative gestoppt wurde, fanden drei Vorrundenspiele im neu erstellten Stadion Letzigrund statt, welches im September 2007 eingeweiht wurde. Hier hatten bei der EM 31.500 Besucher Platz gefunden.
Modus
In der Vorrunde bildeten die sechzehn Teilnehmer vier Gruppen mit je vier Mannschaften, von denen sich jeweils die ersten beiden für das Viertelfinale qualifizierten. Ab dem Viertelfinale wurde das Turnier über Halbfinale und Finale im K.-o.-System fortgesetzt.
In den Vorrundengruppen spielte jede Mannschaft gegen jede andere Mannschaft ihrer Gruppe nach dem Meisterschaftsmodus, wobei für einen Sieg drei und für ein Unentschieden ein Punkt vergeben wurde.
Ab dem Viertelfinale wurde das Turnier im K.-o.-System fortgesetzt, wobei sich der Sieger eines Spiels für die nächste Runde qualifizierte. Endete das Spiel nach Ablauf der regulären Spielzeit unentschieden, gab es 2x15 Minuten Verlängerung. Das bei vorhergehenden EM-Turnieren angewandte Golden Goal sowie Silver Goal wurde abgeschafft. Gab es auch nach der Verlängerung keine Entscheidung , wurde der Sieger der Begegnung durch Elfmeterschießen ermittelt. Im Gegensatz zu den Weltmeisterschaften gab es bei Europameisterschaften seit 1984 kein Spiel um den dritten Platz. Der Europameister, Spanien qualifiziert sich zudem für den im Jahr 2009 stattfindenden Konföderationen-Pokal in Südafrika.
Neuer EM-Pokal
Der Europameister erhielt für vier Jahre die von der UEFA gestiftete Trophäe, auf der der Name der siegreichen Mannschaft eingraviert wird. Für die Europameisterschaft 2008 wurde ein neuer Pokal verliehen, der den bisherigen Coupe Henri Delaunay ablöste. Der Pokal wurde am 27. Januar 2006 vorgestellt und ist, wie schon sein Vorgänger, nach dem früheren französischen Generalsekretär der UEFA Henri Delaunay benannt. Entworfen wurde die neue Trophäe von der Londoner Juwelierfirma Asprey. Die Kosten beliefen sich auf 50.000 Schweizer Franken.
Der erstmals überreichte Pokal ähnelt vom Design her dem oberen Teil seines Vorgängers, ist jedoch 22 Zentimeter höher. Er ist 60 Zentimeter hoch, besteht zu einem Großteil aus Sterlingsilber und wiegt 7,6 Kilogramm. Die oberen und unteren Enden des Pokals sind mit einer Ziselierung versehen. Auf der Vorderseite sind das UEFA-Logo und die Bezeichnung UEFA EUROPEAN FOOTBALL CHAMPIONSHIP eingraviert. Auf der Rückseite befinden sich unter dem Namen COUPE HENRI DELAUNAY die Namen der bisherigen Europameister.
Die Trophäe bleibt im ständigen Eigentum der UEFA und kann nicht dauerhaft von einem Land gewonnen werden. Der amtierende Europameister behält den Pokal bis zur nächsten EM und darf jeweils eine Kopie anfertigen lassen, die den eindeutigen Vermerk „Replikat“ enthalten muss und 4/5 der Originalgröße des Pokals nicht überschreiten darf. Eine Mannschaft, die dreimal in Folge oder fünfmal insgesamt Europameister geworden ist, erhält eine originalgetreue Nachbildung der neuen EM-Trophäe.
Qualifikation
Hauptartikel: Qualifikation zur Europameisterschaft 2008
Für die Teilnahme an der Euro 2008 hatten sich alle 52 zum Zeitpunkt des Meldeschlusses bestehenden UEFA-Mitgliedsverbände angemeldet. Zum ersten Mal nahm Kasachstan, das 2002 vom asiatischen Kontinentalverband AFC zur UEFA gewechselt war, an der EM-Qualifikation teil. Serbien trat die Nachfolge des aufgelösten Staatenbundes Serbien und Montenegro an. Da Montenegro erst am 26. Januar 2007 als vollwertiges Mitglied der UEFA aufgenommen wurde, blieb dem Balkanstaat ein Teilnahme an der Qualifikation zur Euro 2008 verwehrt.
Nach dem offiziellen Reglement der UEFA ist die Europameisterschaft in Qualifikation und Endrunde gegliedert. Für die EM-Endrunde konnten sich, neben den beiden automatisch zur Teilnahme berechtigten Gastgebern Österreich und Schweiz, vierzehn weitere Mannschaften qualifizieren.
Das Austragungsformat der Qualifikation für die Endrunde in Österreich und der Schweiz wurde durch das Exekutivkomitee der UEFA am 21. April 2005 auf der Tagung im estnischen Tallinn festgelegt. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen fand am 27. Januar 2006 im Raffles Le Montreux Palace im schweizerischen Montreux statt, die Spiele selbst zwischen dem 16. August 2006 und dem 24. November 2007.
Die insgesamt 50 um die restlichen vierzehn Endrundenplätze konkurrierenden Mannschaften wurden einer Achtergruppe und sechs Siebenergruppen zugelost. In den einzelnen Gruppen, in denen jede Mannschaft in Hin- und Rückspielen gegen jede andere Mannschaft antrat, qualifizierten sich nach 306 Qualifikationsspielen, in denen insgesamt 839 Tore erzielt wurden, die jeweils Erst- und Zweitplatzierten für die Europameisterschaft 2008. Im Gegensatz zu früheren Qualifikationsrunden gab es keine Relegationsspiele der Gruppenzweiten.
Auslosung
Die Auslosung der EM-Endrunde fanden am 2. Dezember 2007 um 12 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum in Luzern statt. Die Zeremonie wurde in 138 Länder, von denen 37 live sendeten, übertragen und dabei von rund 120 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt. Durch das Programm der 52 Minuten dauernden Veranstaltung führten die ehemalige Miss Schweiz, Melanie Winiger, sowie ORF-Sportmoderator Rainer Pariasek. Im unter dem Motto „Football meets Classical Music“ stehenden Showteil traten neben dem spanischen Startenor José Carreras die Wiener Sängerknaben sowie der Berner Bach-Chor und eine Schweizer Alphornbläserin auf.
Für die Auslosung wurden die qualifizierten Mannschaften in vier Töpfe aufgeteilt. Im ersten Topf befinden sich die beiden als Köpfe der Gruppen A und B gesetzten Gastgeber Schweiz und Österreich, sowie Titelverteidiger Griechenland. Die übrigen qualifizierten Mannschaften wurden den Töpfen gemäß ihres EM-Koeffizienten, der sich aus den Qualifikationsspielen zur WM 2006 und EM 2008 errechnete, zugeteilt. Eine Ausnahme bildete Deutschland, das als Gastgeber keine Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft 2006 austragen musste, und somit nur mit den Qualifikationsspielen zur EM 2008 in die Wertung einging. Die vier Töpfe beinhalteten schließlich:
- Topf 1: Schweiz, Österreich (beide Gastgeber), Griechenland (Titelverteidiger), Niederlande (bester Koeffizient)
- Topf 2: Kroatien, Italien, Tschechien, Schweden
- Topf 3: Rumänien, Deutschland, Portugal, Spanien
- Topf 4: Polen, Frankreich, Türkei, Russland
Die Auslosung selbst wurde durch die Kapitäne früherer Europameistermannschaften beziehungsweise ihrer Vertreter durchgeführt. Aus den einzelnen Töpfen wurden die Mannschaften den jeweiligen Gruppen zugelost. Zur Bestimmung der für die Erstellung des Spielplans verwendeten Position der Mannschaft innerhalb der Gruppe wurde eine zweite Kugel gezogen.
Die Auslosung ergab folgende Gruppeneinteilung:
| Gruppe A | Gruppe B | Gruppe C | Gruppe D |
|---|---|---|---|
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Spielplan
Gruppenphase
Gruppe A
| Samstag, 7. Juni 2008, 18:00, in Basel | |||
| Schweiz | – | Tschechien | 0:1 (0:0) |
| Samstag, 7. Juni 2008, 20:45, in Genf | |||
| Portugal | – | Türkei | 2:0 (0:0) |
| Mittwoch, 11. Juni 2008, 18:00, in Genf | |||
| Tschechien | – | Portugal | 1:3 (1:1) |
| Mittwoch, 11. Juni 2008, 20:45, in Basel | |||
| Schweiz | – | Türkei | 1:2 (1:0) |
| Sonntag, 15. Juni 2008, 20:45, in Basel | |||
| Schweiz | – | Portugal | 2:0 (0:0) |
| Sonntag, 15. Juni 2008, 20:45, in Genf | |||
| Türkei | – | Tschechien | 3:2 (0:1) |
Gruppe B
| Sonntag, 8. Juni 2008, 18:00, in Wien | |||
| Österreich | – | Kroatien | 0:1 (0:1) |
| Sonntag, 8. Juni 2008, 20:45, in Klagenfurt | |||
| Deutschland | – | Polen | 2:0 (1:0) |
| Donnerstag, 12. Juni 2008, 18:00, in Klagenfurt | |||
| Kroatien | – | Deutschland | 2:1 (1:0) |
| Donnerstag, 12. Juni 2008, 20:45, in Wien | |||
| Österreich | – | Polen | 1:1 (0:1) |
| Montag, 16. Juni 2008, 20:45, in Wien | |||
| Österreich | – | Deutschland | 0:1 (0:0) |
| Montag, 16. Juni 2008, 20:45, in Klagenfurt | |||
| Polen | – | Kroatien | 0:1 (0:0) |
Gruppe C
| Montag, 9. Juni 2008, 18:00, in Zürich | |||
| Rumänien | – | Frankreich | 0:0 |
| Montag, 9. Juni 2008, 20:45, in Bern | |||
| Niederlande | – | Italien | 3:0 (2:0) |
| Freitag, 13. Juni 2008, 18:00, in Zürich | |||
| Italien | – | Rumänien | 1:1 (0:0) |
| Freitag, 13. Juni 2008, 20:45, in Bern | |||
| Niederlande | – | Frankreich | 4:1 (1:0) |
| Dienstag, 17. Juni 2008, 20:45, in Bern | |||
| Niederlande | – | Rumänien | 2:0 (0:0) |
| Dienstag, 17. Juni 2008, 20:45, in Zürich | |||
| Frankreich | – | Italien | 0:2 (0:1) |
Gruppe D
| Dienstag, 10. Juni 2008, 18:00, in Innsbruck | |||
| Spanien | – | Russland | 4:1 (2:0) |
| Dienstag, 10. Juni 2008, 20:45, in Salzburg | |||
| Griechenland | – | Schweden | 0:2 (0:0) |
| Samstag, 14. Juni 2008, 18:00, in Innsbruck | |||
| Schweden | – | Spanien | 1:2 (1:1) |
| Samstag, 14. Juni 2008, 20:45, in Salzburg | |||
| Griechenland | – | Russland | 0:1 (0:1) |
| Mittwoch, 18. Juni 2008, 20:45, in Salzburg | |||
| Griechenland | – | Spanien | 1:2 (1:0) |
| Mittwoch, 18. Juni 2008, 20:45, in Innsbruck | |||
| Russland | – | Schweden | 2:0 (1:0) |
Finalrunde
Im Viertel- und Halbfinale sowie im Finale wird im K.-o.-System gespielt. Steht es bei den Spielen der Finalrunde nach der regulären Spielzeit von 90 Minuten unentschieden, kommt es zur Verlängerung von zweimal 15 Minuten und eventuell (falls immer noch kein Sieger feststeht) zum Elfmeterschießen.
Viertelfinale
| Do, 19. Juni 2008, 20:45 | Basel | Portugal | – | Deutschland | 2:3 (1:2) | |
| Fr, 20. Juni 2008, 20:45 | Wien | Kroatien | – | Türkei | 2:4 i.E. (0:0, 0:0, 0:0, 1:1)) | |
| Sa, 21. Juni 2008, 20:45 | Basel | Niederlande | – | Russland | 1:3 n.V. (0:0, 1:1, 0:2) | |
| So, 22. Juni 2008, 20:45 | Wien | Spanien | – | Italien | 4:2 i.E. (0:0) |
Halbfinale
| Mi, 25. Juni 2008, 20:45 | Basel | Deutschland | – | Türkei | 3:2 (1:1) | |
| Do, 26. Juni 2008, 20:45 | Wien | Russland | – | Spanien | 0:3 (0:0) |
Finale
| So, 29. Juni 2008, 20:45 | Wien | Deutschland | – | Spanien | 0:1 (0:1) |
UEFA-All-Star-Team
Seit der Europameisterschaft 1996 stellt eine Expertenkommision der UEFA ein All-Star-Team mit den besten Spielern des Turniers zusammen. Verantwortlich für die Wahl der offiziellen Mannschaft des Turniers ist die aus erfahrenen Trainern bestehende technische Studiengruppe, welche die technische Entwicklung während der EM-Endrunde analysiert und in einem Abschlussbericht zusammenstellt. Die Kriterien bei der Wahl des All-Star-Teams sind Teamgeist, Technik, Abwehr- oder Torjägerqualitäten.
Organisation und Umfeld
Euro 2008 SA
Verantwortlich für die Gesamtorganisation der Fußball-Europameisterschaft 2008 ist die Euro 2008 SA, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der UEFA mit Hauptsitz in Nyon sowie Turnierdirektionen in Wien und Bern. Das höchste Gremium der am 17. Dezember 2004 gegründeten Aktiengesellschaft ist der Verwaltungsrat, der sich aus Vertretern der UEFA sowie der beiden Gastgeberverbände zusammensetzt. Präsident des neun Mitglieder umfassenden Verwaltungsrates der Euro 2008 SA war bis Ende 2006 der SFV-Präsident Ralph Zloczower. Anschließend übernahm Friedrich Stickler, der Präsident des ÖFB, die Funktion.
Für die operative Führung der Euro 2008 SA ist die Geschäftsleitung um den Schweizer Martin Kallen verantwortlich. Zudem haben die Schweiz und Österreich je einen Turnierdirektor: Christian Schmölzer (Österreich) und Christian Mutschler (Schweiz), die für die Organisation des Turniers verantwortlich sind. Beide Verbände unterschrieben im November in Wien ein Rahmenabkommen, im Januar 2005 kam der neu gegründete Verwaltungsrat der Euro 2008 erstmals zusammen. Das Turnier-Organisationsbüro wird seinen Sitz in Nyon, Schweiz haben.
Der Etat für die Organisation der Fußball-Europameisterschaft 2008 wird 235 Millionen Schweizer Franken (rund 147 Millionen Euro) betragen. Der bedeutendste Teil der Einnahmen wird aus dem Verkauf der eine Million Eintrittskarten resultieren, bei denen mit einem Erlös von 138 Millionen Euro kalkuliert wird. Den acht Ausrichterstädten werden Sach- und Finanzleistungen im Wert von insgesamt 18,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zudem erhält jede Stadt von der UEFA einen Zuschuss über 375.000 Euro, um die Kosten für die Organisation der Fanzonen zu bestreiten.
Bei der Organisation des Turniers will man sich stark an der hochgelobten Fußball-Weltmeisterschaft 2006 orientieren. Es sind also erneut zahlreiche Partymeilen, PublicViewing-Leinwände etc. zu erwarten.
Visuelles Erscheinungsbild
Das Logo der Fußball-Europameisterschaft 2008 zeigt die stilisierte Gebirgslandschaft der beiden Gastgeberländer Schweiz und Österreich, in deren Mitte sich ein Fußball befindet. Das Emblem ist überwiegend in rot und weiß, den Nationalfarben der beiden Gastgeber gehalten. Der grüne Kern des Balles soll die Wichtigkeit der Natur in der Region wiedergeben. Entworfen wurde das am 7. Juni 2005 erstmals während einer feierlichen Zeremonie in der Wiener Hofburg präsentierte Logo von der Londoner Design- und Markenfirma English & Pockett.
Die offiziellen Maskottchen der Europameisterschaft 2008 heißen Trix und Flix. Die offensichtlich fußballbegeisterten Zwillinge stellen die Austragungsländer in ihren Nationalfarben Rot-Weiß dar. Ihre Trikotnummern sind „20“ und „08“, um beim Nebeneinanderstehen den Schriftzug „2008“ zu erzeugen. Die Figuren wurden von Warner Bros. Consumer Products entwickelt und erinnern optisch und namentlich sehr an Fix und Foxi. Die knallroten, gezackten Frisuren erinnern an das Logo der Euro 2008 und Bergketten der Alpenländer. Die Namen der beiden wurden per Internet gewählt. Zur Auswahl standen Zagi & Zigi, Flitz & Bitz und Trix & Flix. 36,3 Prozent (67.406 Personen) entschieden sich – seit dem 27. September via Internet, Telefon-Hotline und in allen McDonald's-Restaurants der beiden Länder – für die am 10. Oktober 2006 im Historischen Rathaus von Innsbruck bekanntgegebenen Namen. Vor dem Freundschaftsspiel Österreich – Schweiz, welches zwei Tage darauf stattfand, betraten die beiden zum ersten Mal offiziell ein Fußballstadion. Österreich gewann das Spiel mit 2:1.
Spielball
Spielball des Turniers ist der von Adidas hergestellte „Europass“. Der Name symbolisiert einerseits den „Euro“-Pass der beiden Ausrichterländer und der Fans und anderseits steht er für das Zuspiel der Protagonisten auf dem Rasen. Er wurde im Rahmen der Endrundenauslosung am 2. Dezember 2007 in Luzern offiziell vorgestellt.
Die Farbgebung in weißer Grundfarbe mit schwarzen Punkten erinnert vom Design her an Fußbälle vergangener Jahrzehnte. Die zwei Landesflaggen der Gastgeberländer sind mit acht Kreisen ebenfalls integriert. In den zwölf schwarzen Punkten befinden sich individuelle grafische Elemente, die die UEFA begleitend zum Euro-Logo entwickelt hat. Die Elemente stehen für Leidenschaft, Freundschaft, Action, Training und Fans sowie das Siegtor und sie finden sich als Wasserzeichen in den schwarzen Punkten des Europass wieder. Für jedes Spiel kommen Spezialaufdrucke wie die Namen der zwei Gegner, die EM-Gruppe, das Datum, der Name der Stadt und des Stadions dazu.
Neu gegenüber Portugal, wo der Ball fast ganz in Silber gehalten und glatt war, ist nicht nur die Farbgebung, sondern auch die vom Hersteller als „Gänsehaut“ bezeichnete feine Struktur der Oberfläche, die dem Ball zu besseren Flugeigenschaften und zu besserer Kontrollierbarkeit verhelfen soll.
Debatte um „Euro-Song“
Mitte 2007 wurde vom österreichischen Sänger Rainhard Fendrich bekannt gegeben, dass er eine Hymne für die Europameisterschaft aufnehmen werde, Unterstützung bekam er von den drei österreichischen Nationalteamspielern Andreas Ivanschitz, Marc Janko und Helge Payer. Das Lied wurde im Juli 2007 aufgenommen und ist Mitte November unter dem Titel „Wir sind Europa“ am österreichischen Markt erschienen. Das brachte eine Debatte auf, da Fendrich weder von der UEFA, noch vom ÖFB ausgewählt wurde, die offizielle Hymne zu singen. Fendrich meinte dazu, dass es „sein Beitrag“ zur Europameisterschaft sei und er keine Unterstützung von den Verbänden brauche. Laut österreichischem Fußballbund, soll Christina Stürmer für Österreich die „Offizielle“ singen. In der Schweiz wird spekuliert, ob Baschi mit „Bring en hei“ für den Schweizer Teil die Hymne singen sollte. Für den offiziellen Song sind DJ Ötzi und DJ BoBo im Duett Favoriten, für die UEFA zu singen. Der Schweizer Sänger dementierte diese Gerüchte nicht, es sei ein etwaiges Projekt geplant. Weiters kämen SheSays und Fabienne Louves laut Medienberichten in Frage.
Sponsoren
Für die Euro 2008 sind derzeit 18 offizielle Sponsoren geplant, durch welche die UEFA mindestens 400 Millionen Franken (etwa 257 Millionen Euro) einnehmen will. Aufgeteilt sind die Sponsoren-Pakete in verschiedene Gruppen:
- UEFA-Eurotop-Partner: Preis pro Paket 40 Mio CHF(26 Mio EUR)* (MasterCard, Carlsberg, McDonald’s, Coca-Cola, JVC, Hyundai)
- Offizielle Event-Sponsoren (mit weltweiten Rechten): Preis pro Paket 30 Mio CHF(19 Mio EUR)* (Continental, Adidas, Castrol, Canon)
- Supporter Schweiz (mit nationalen Rechten): Preis pro Paket 5-8 Mio CHF(3,2-5,1 Mio EUR)* (UBS, Swisscom, Hublot, Ferrero)
- Supporter Österreich (mit nationalen Rechten): Preis pro Paket 3-5 Mio CHF(1,9-3,2 Mio EUR)* (Telekom Austria, Österreichische Post, UniCredit Group)
* Schätzung durch Zeitung Bilanz/Cash
Da die Supporter-Pakete nur landesweite Werberechte enthalten, reduziert sich die Anzahl möglicher Werbepartner pro Land somit auf insgesamt 14 Sponsoren. Zum Vergleich: Bei der Euro 2000 waren es noch 22 Sponsoren. Im Gegensatz dazu wurden die Sponsorenpreise stark erhöht, was unter anderem zu einigen Absagen von potentiellen Sponsoren führte .
Motto
Das Motto für die Endrunde lautet „Erlebe Emotionen“. Es soll laut dem ehemaligen UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsson auf den Punkt bringen, was die Europameisterschaft 2008 zu bieten hat – „Emotionen aller Art, Freude oder Enttäuschung, Erholung oder Hochspannung bis zum Schlusspfiff“.
Zuschauer, Stadien und Eintrittskarten
Siehe Hauptartikel: Eintrittskarten der Europameisterschaft 2008
Im Vorfeld der Europameisterschaft wurden die Stadien, in denen die Spiele stattfinden werden, für insgesamt rund 900 Millionen Euro umgebaut, erweitert oder neu errichtet.
Die 1,13 Millionen Eintrittskarten für die 31 Spiele werden wie folgt verteilt:
- 870.100 (77 %) Karten sind für den öffentlichen Verkauf bestimmt.
- 418.100 (37 %) Karten wurden Ende April 2007 unter allen Interessenten verlost, die sich während des Monats März 2007 über die offizielle Internetseite beworben hatten.
- Je 226.000 (2 mal 20 %) Karten werden die nationalen Verbände der qualifizierten Teams für ihre Gruppenspiele erhalten, um sie an ihre Fans verkaufen zu können.
- 259.900 (23 %) Karten sind für Sponsoren, Vertreter der 52 UEFA Landesverbände, Medien, die UEFA und das Hospitality-Programm reserviert.
- Etwa 169.500 (~ 15 %) Karten werden dabei den offiziellen Werbepartnern zugeteilt werden.
Die erste Phase wurde am 31. März beendet. Für die 418.100 Karten wurden 8.467.919 Bestellwünsche registriert. Aufgrund der massiven Überbuchung der Karten wurde auf eine zweite Verkaufsphase im Juni 2007 verzichtet.
Die regulären Preise für die günstigsten Tickets der Europameisterschaft liegen bei 45 Euro, wofür man eine Vorrundenbegegnung auf einem Platz der niedrigsten Preiskategorie verfolgen kann. Für die günstigste Endspielkarte müssen 160 Euro, für die teuersten Plätze 350 Euro bezahlt werden. Obwohl die UEFA den Weiterverkauf der Eintrittskarten unter anderem durch personalisierte Ticktets verhindern will, werden die Schwarzmarktpreise ein vielfaches der regulären Kartenpreise betragen. Siehe auch: EM-Tickets bei Ebay
Preisgeld
Auf alle 16 teilnehmenden Nationen wird ein Preisgeld von insgesamt 184 Millionen Euro ausgeschüttet. Jede Nation, die sich qualifiziert hat erhält eine Antrittsgage von 7,5 Millionen Euro. Für einen Sieg in der Gruppenphase erhält jeder Verband eine Millionen Euro, für ein Unentschieden eine halbe Millionen Euro. Die acht Viertelfinalisten bekommen zusätzlich zwei Millionen, die Halbfinalisten weitere drei Millionen Euro. Für das erreichen des Endspiels bekommen die beiden Finalteilnehmer in jedem Fall 4,5 Millionen Euro, die für den Europameister nochmals auf 7,5 Millionen Euro aufgestockt werden. Insgesamt kann der zukünftige Europameister falls er alle Gruppenspiele gewinnt ein maximales Preisgeld in Höhe von 23 Millionen Euro erhalten.
Berichterstattung
Das Sportvermarktungsunternehmen Sportfive hat sich vom europäischen Fußballverband UEFA die europäischen Fernseh-Übertragungsrechte an der Fußball-Europameisterschaft 2008 gesichert. Dies gab die Europäische Fußballunion am 2. Januar 2005 nach dem Treffen ihres Exekutivkomitees in Nyon bekannt. Die UEFA hatte diverse Angebote überprüft und zwei Bewerber in die engere Auswahl gezogen – SportFive und den langjährigen UEFA-Partner, die European Broadcasting Union (EBU). Die UEFA wolle ihre Politik der Vergangenheit ändern und fortan für jeden einzelnen Markt eine maßgeschneiderte Lösung anstreben, begründete sie ihren Schritt.
Hauptvertragsbedingung ist, dass der Großteil der Übertragungen im freiempfangbarem Fernsehen stattfindet. In der Schweiz übernimmt das Schweizer Fernsehen die Ausstrahlung aller 31 Partien ebenso wie in Österreich der ORF, in Deutschland werden die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF 27 der 31 Spiele zeigen.
Da die Zuschauerzahlen bei der Fußball-Europameisterschaft 2004 um 20 Prozent höher waren als bei der Euro 2000, wird auch in Bezug auf 2008 ein solcher Betrag erwartet. Der europäische Marktwert wird deshalb schätzungsweise bei über 600 Millionen Euro liegen.
Wirtschaftliche Auswirkungen des Turniers
Situation in der Schweiz
Basel-Stadt und Basel-Landschaft rechnen mit 21,6 Millionen Franken Kosten für die Euro. Der Bund wendet 82,5 Millionen auf. 4,2 Millionen setzt er für regionale Euro-Kosten in Basel ein. Die Fussballverbände UEFA und SFV beteiligen sich nur mit 1 Million Franken.
Euro-08-Geschäftsführer Martin Kallen erwartet gemäß einem Interview im Schweiz Tages-Anzeiger mehr als 1,3 Milliarden Einnahmen vor Abzug aller Kosten. Eine Studie von PricewaterhouseCoopers aus dem Jahr 2006 kalkuliert die durch die EURO generierten Steuereinnahmen „auf gesamthaft rund 50 Millionen“ für die ganze Schweiz.
Die UEFA wünschte, dass die teilnehmenden Spieler keine Quellensteuer zahlen müssen. Laut Gesetz muss das von den ausländischen Fussballern in der Schweiz erwirtschaftete Einkommen mit bis zu einem Drittel versteuert werden. Zwischenzeitlich einigten sich die UEFA, die Schweiz und Österreich darauf, die an der EM durch Ausländer generierten Einkommen mit 20% an der Quelle zu besteuern. Bei einem Konzert beispielsweise müssen die Künstler ebenfalls Quellensteuer bezahlen. Die Polizei kann die Sicherheitskosten in Rechnung stellen (Ende 2007 geschätzte Kosten: 64 Mio. SFr .
Weiterhin wünschte die UEFA ein Verbot sogenannter „Trittbrettfahrer-Werbung“. Dabei ginge es nicht um Werbung mit dem EURO 2008-Logo, sondern nur um Werbung mit einem Bezug zum Turnier. Das Gesetz ist aber nicht entsprechend angepasst worden.
Wirte im ganzen Land sind vom Ansinnen des europäischen Fußballverbandes überrascht worden, von ihnen Sonderabgaben für das Zeigen der Spiele in ihren Lokalen einzukassieren. Auch solche Abgaben sind im Gesetz gar nicht vorgesehen.
Aktuelles
- 17. Juni 2008: Die drei größten Sportartikelhersteller statten die 16 teilnehmenden Nationen der Europameisterschaft 2008 aus (kursiv die Viertelfinalisten bisher):
- Nike: Türkei, Portugal, Kroatien, die Niederlande, Russland und Schweden
- Adidas: Deutschland, Spanien, Frankreich, Rumänien und Griechenland
- Puma: Österreich, Polen, Tschechien, Italien und die Schweiz
- 14. Juni 2008: Bei der Euro 2008 könnte es dieses Mal wirklich zu einem absoluten Novum kommen. Da die Türkei und auch Tschechien in der Tabelle derzeit genau gleichauf liegen (beide Mannschaften haben jeweils 3 Punkte und 2:3 Tore), gibt es bei einem Untenschieden Elfmeterschießen. Denn im neuen EURO-Reglement der UEFA heißt es: "Treffen zwei Mannschaften im letzten Gruppenspiel aufeinander, die dieselbe Anzahl Punkte, die gleiche Tordifferenz und dieselbe Anzahl Tore aufweisen, und endet das betreffende Spiel unentschieden, wird die Platzierung der beiden Mannschaften durch Torschüsse von der Strafstoßmarke ermittelt, vorausgesetzt, dass keine anderen Mannschaften derselben Gruppe nach Abschluss der Gruppenspiele dieselbe Anzahl Punkte haben." Also gibt es keine Verlängerung bei einem Remis sondern gleich im Anschluss Elfmeterschießen.
- 15. Mai 2008: Spaniens Jungstar Bojan Krkic vom FC Barcelona wird nicht mit zur Europameisterschaft 2008 fahren. Auf Bitten des Vereins und des Spielers verzichtet Nationaltrainer Luis Aragones auf eine Berufung des 17-jährigen Youngsters in den EM-Kader. Auch Spaniens Rekordtorschütze Raúl (44 Tore in 102 Länderspielen) von Real Madrid fährt nicht mit zur EM. Seinen 23-köpfigen Kader gibt Aragones am Freitag bekannt.
- 15. Mai 2008: Selbst die Österreicher trauen der eigenen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft 2008 nicht viel zu. Eine Grafikerin bedruckte jetzt T-Shirts, Baseballcaps, Pullover und Unterwäsche mit dem feinsinnigen Slogan "Zu Gast bei Verlierern". Über einen Internet-Shop (http://www.zugastbeiverlierern.at/) verkauft sie sportliche Klamotten in den österreichischen Landesfarben. Wie sie auf den Spruch gekommen ist? "Bei den Deutschen hat 'Zu Gast bei Freunden' gut gepasst, und bei den Österreichern bietet sich 'Zu Gast bei Verlierern' an."
- 5. Mai 2008: Kroatiens Nationaltrainer Slaven Bilic nominierte heute Robert Kovac, Mladen Petric (beide Dortmund), Josip Simunic (Hertha), Ivan Rakitic (Schalke), Ivica Olic (HSV) und Ivan Klasnic (Bremen) in seinen 23-köpfigen vorläufigen EM-Kader. Endgültig festlegen muss sich Bilic, der seinen Vertrag am Montag um zwei Jahre verlängerte, erst mit Nominierungsschluss am 28. Mai. Am 12. Juni treffen die Kroaten in Klagenfurt bei der Euro auf Deutschland.
- 5. Mai 2008: Auf was für Ideen (http://wien.orf.at/stories/271990/) die Gastgeber der Europameisterschaft 2008 so alles kommen. Vor kurzem fand ein Freundschaftsspiel zwischen österreichischen und schweizerischen Müllmännern statt und hier haben wir die wahren österreichsichen Fussballtalente gefunden. Die Schweizer wurden gleich richtig abgeschossen, 7:2 hieß es am Ende für die Össis. Da sollten sich die Nationalspieler der Alpenrepublik mal eine Scheibe abschneiden und auch mal zeigen, was sie drauf haben. Sonst heißt es am Ende noch, die Müllmänner sind besser als die Profis. Herausragend war der Thomas Irsigler von der Wiener Müllbeseitung. Er schoss alleine schon 6 der 7 Tore der Österreicher und damit alleine in diesem einen Spiel mehr Tore als die richtige Nationalmannschaft Österreichs in den letzten Jahren- Organisiert wurde das Spiel die Müllbeseitigungender EM-Städte Wien und Zürich. Als Bedingung wurde vorher nur ausgegeben, dass alle Spieler aus einem der 8 Austragungsorte der Europameisterschaft stammen. Das Rückspiel ist übrigens auch schon festgelegt, am 8. Mai wird das in Wien stattfinden. Ob die Schweizer gegen die starken Österreicher allerdings eine Chance haben, wage ich zu bezweifeln…
- 24. April 2008: Die türkische Nationalmannschaft wird vor der Euro 2008 ein Trainingslager in Deutschland absolvieren und drei Testspiele bestreiten. Am 20. Mai trifft die Türkei in Bielefeld auf die Slowakei, am 25. Mai in Bochum auf Uruguay und am 29. Mai in Duisburg auf Finnland. In Marienfeld in der Nähe von Bielefeld bereitet sich die Mannschaft fast zwei Wochen lang auf die EM in Österreich und der Schweiz vor. "Wir hoffen, mit den Bielefeldern und den türkischen Freunden einen sportlichen Leckerbissen zu erleben", sagte Roland Kentsch, Geschäftsführer Finanzen des Bundesligavereins Arminia Bielefeld. Die Mannschaft von Fathi Terim wohnt im vier Sternehotel Klosterpforte (http://www.klosterpforte.de).
- 17. Februar 2008: Während der Euro 2008 kann an den vier EM-Sonntagen in der Hauptstadt Wien und in Salzburg eingekauft werden, darauf einigte sich die Gewerkschaft und die Wirtschaftskammer. Allerdings haben nur Geschäfte rund um die Fanmeilen länger öffnen (Samstags bis 22 Uhr und Sonntags zwischen zwölf und 18 Uhr).
- 17. Februar 2008: Ähnlich wie in Deutschland gab es auch in der Schweiz einen riesigen Ansturm auf EM-Tickets. Beim Schweizer Fussballverband (SFV) sind 278.000 Bestellungen für insgesamt 765.000 Eintrittskarten eingegangen. Verfügbar sind aber nur 5600 Plätze pro Match.
- 11. Februar 2008: Letzte Chance in Deutschland, der Schweiz und Österreich auf EM-Tickets! Morgen um 24 Uhr schließt der DFB das Ticketportal. Innerhalb von zwei Wochen gingen 1,5 Millionen Anfragen im Portal (http://www.eventim.de/staticsite/euro2008-tickets.htm) für 14.400 Deutschland-Tickets ein. Auch der Schweizer Fussball-Verband (SFV) wird von den EM-Fans bestürmt. Für die 16.800 Tickets für die Schweizer Spiele bei der Euro verzeichnete der Verband innerhalb von zwei Tagen auf seiner Homepage www.football.ch (http://www.football.ch/de/start.aspx) über 115.000 Anfragen. Wer über eine Schweizer Adresse verfügt, kann bis zum Ende des Ticketverkaufs am 16. Februar Karten bestellen. Die Eintrittskarten werden ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt der Einsendungen verlost. Die Chancen in der Schweiz sind auf jeden Fall höher als in Deutschland. Beim österreichischen Fußballverband werden vom 16. bis 22. Februar 2008 Bestellungen für die Spiele von Österreich hier (http://www.oefb.at/) angenommen - allerdings werden keine Bestellungen aus dem Ausland angenommen. Wer in der Schweiz oder in Österreich Bekannte hat, kann sein Glück über die probieren...
- 21. Januar 2008: Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß hat erstmals in Erwägung gezogen, Nationalspieler Lukas Podolski eventuell doch noch in der Winterpause auszuleihen. "Wir müssen uns unterhalten. Ich bin hin- und hergerissen", sagte Hoeneß im "kicker" (http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/artikel/172344/). Hoeneß weiß, dass es "vom Management eine Katastrophe wäre", sollten sich Miroslav Klose oder Luca Toni verletzen und Bayern hätte Podolski abgegeben. "Es ist eine unheimlich schwierige Entscheidung. Ich will ihm helfen, zur EM zu fahren. Und wenn wir ihn jetzt ausleihen und es geht alles gut, haben wir alles richtig gemacht", so Hoeneß.
- 17. Januar 2008: Die Ticket-Nachfrage beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) für die Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich vom 7. bis 29. Juni hat die Millionen-Grenze erreicht. Zwei Tage nach der Öffnung des Online-Ticketportals (http://www.eventim.de/staticsite/euro2008-tickets.htm) waren über die Website des DFB 91.373 Bestellungen eingegangen, wobei insgesamt 1.001.649 Karten nachgefragt wurden. Jeder Interessent kann im Online-Verfahren, wie schon bei der WM 2006, maximal vier Karten bestellen und muss dabei seine persönlichen Daten sowie die seiner Begleitpersonen angeben. Das Ticketportal schließt in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar um 24.00 Uhr.
- 16. Januar 2008: Der Bestell-Boom für EM-Tickets der deutschen Nationalmannschaft hält unvermindert an und hat binnen 26 Stunden fast die Eine-Million-Grenze erreicht. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) heute bekanntgab, gingen in diesem Zeitraum seit der Öffnung des Ticketportals auf der DFB-Internetseite gestern um zehn Uhr 78.102 Bestellungen für insgesamt 850.067 Karten ein. Zum Verkauf stehen aber nur 14.400 Tickets für die drei Vorrundenspiele der DFB-Auswahl.
- 15. Januar 2008: Seit 10 Uhr sollten über die Homepage www.dfb.de Tickets für die Spiele der DFB-Elf bei der Europameisterschaft 2008 bestellt werden können. Allerdings war der Server und die Seite des Deutschen Fußball-Bundes aufgrund des großen Ansturms in die Knie gegangen. Allerdings haben sie bis zum 12. Februar 2008 Zeit maximal vier Tickets für nur ein Spiel zu ordern. Unter notarieller Aufsicht werden die Karten dann bis Ende Februar verlost. Für mögliche Spiele der Nationalelf im Viertel-, Halbfinale und Finale statt der Tickets Voucher zugelost. Sollte die deutsche Mannschaft die Vorrunde überstehen, können diese am jeweiligen Spielort gegen Eintrittskarten getauscht werden. Wenn sich die Deutschen nicht qualifizieren, bekommt der Fan sein Geld zurück.
- 12. Januar 2008: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) öffnet am kommenden Dienstag das Ticket-Portal für Eintrittskarten zur Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. Bis zum 12. Februar können sich Interessierte auf der Homepage www.dfb.de um Tickets für das Turnier vom 7. bis 29. Juni bewerben. Nach Angaben des DFB wurden dem Verband für die drei Vorrundenspiele der Nationalmannschaft in Klagenfurt und Wien insgesamt 21.765 Karten zugeteilt, von denen 14.400 für den freien Verkauf zur Verfügung gestellt werden. Der Schweizer und der österreichische Fußballverband verlosen ihr Kontingent Anfang Februar für ihre jeweiligen Nationalmannschaftsspiele.
- 18. Dezember 2007: Joachim Löw hat sich in der Torhüterfrage weitgehend festgelegt. Im Gespräch mit dem Sportinformationsdienst sagte er: "Fest steht aber, dass wir sowohl auf Jens Lehmann als auch auf Timo Hildebrand zählen. Und dann gibt es ja noch Robert Enke. Mit diesen drei Torleuten gehen wir in das Turnier." Siehe auch Und wieder stellt sich die Torhüterfrage
- 5. Dezember 2007: ARD und ZDF haben sich auf die Verteilung der 31 Spiele der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz verständigt. Das ZDF überträgt demnach das Eröffnungsspiel von Gastgeber Schweiz gegen die Tschechische Republik am 7. Juni 2008. Außerdem sind die beiden Gruppenspiele der deutschen Mannschaft in Klagenfurt gegen Polen und gegen Kroatien live im Zweiten zu sehen. Das EM-Endspiel sowie die Vorrundenbegegnung Österreich gegen Deutschland am 16. Juni in Wien zeigt Das Erste live.
- 2. Dezember 2007: Die deutsche Nationalmannschaft kann bei der Europameisterschaft 2008 frühestens im Finale auf Nationen wie Italien, Frankreich oder die Niederlande treffen. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw muss sich in der Vorrunden-Gruppe B mit Mitgastgeber Österreich, Polen und Kroatien auseinandersetzen. Im Viertel- und Halbfinale warten Vertreter aus den Gruppen A (Schweiz, Portugal, Tschechien, Türkei) und B. Eine Begegnung mit Titelverteidiger Griechenland (Gruppe D) und Trainer Otto Rehagel wäre auch erst im Endspiel möglich. Aufgrund der Tatsache titelte Bild heute "Freilos bis ins Finale (http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/2007/12/03/em-auslosung/freilos-finale,geo=3135438.html)".
- 27. November 2008: Der Schwarzmarkt stellt die Organisatoren der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz vor Probleme. Wie jetzt bekannt wurde, mussten bereits 20.000 Ticketaufträge storniert werden, weil Handel auf dem Schwarzmarkt befürchtet wurde. Das bestätigte Österreichs Turnierdirektor Christian Schmölzer in Wien. Unterdessen wurden auf dem Schwarzmarkt bereits astronomische Preise für EM Karten geboten. Kein Wunder, schließlich hatte es für die Vergabe der ersten 300.000 EM-Tickets neun Millionen Anfragen gegeben. Um den Schwarzmarkt Händlern das Handwerk zu legen, hat die UEFA die Tickets personalisiert.
- 13. November 2007: In Hannover wurde heute das Trikot der Nationalmannschaft zur Euro 2008 vorgestellt
- 29. Oktober 2007: Ihr Trainingslager vor der Europameisterschaft 2008 wird die deutsche Nationalmannschaft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im 17 Bundesland auf Mallorca bestreiten. Bierhoff bestätigte, dass sich die DFB-Auswahl am 19. Mai für zehn Tage in Palma de Mallorca einquartiert. Die Trainingseinheiten sollen wie schon vor der Euro 2000 im Stadion von Real Mallorca stattfinden. In den ersten vier Tagen sollen die Familien der Spieler eingeladen werden, wie es bereits vor der WM 2006 war, als die engsten Angehörigen mit auf Sardinien waren. Während des Turniers wird das Team im schweizerischen Ascona im Fünf-Sterne Hotel "Giardino Relais & Chateaux (http://www.relaischateaux.com)" wohnen. Trainingsplätze und DFB-Medienzentrum in Tenero liegen nur wenige Kilometer vom Team-Hotel Giardino. Endgültige Klarheit wird wohl erst nach der Auslosung der EM-Gruppen am 2. Dezember in Luzern herrschen. Anschließend sollen auch erst die weiteren Länderspiele vor der EM abgeschlossen werden. Bislang stehen für 2008 erst zwei Spiele gegen die Gastgeberländer Österreich (im Februar) und Schweiz (März) fest.
- 24. Oktober 2007: Ein Symbol des "Wunders von Bern" kehrt zurück und könnte ein gutes Omen für die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft 2008 sein: Am 13. Dezember wird die legendäre Stadionuhr von 1954 aus dem altehrwürdigen Wankdorfstadion vor dem neuen Berner Stade de Suisse installiert - mit dem Ergebnis vom damaligen 3:2-Triumph der Deutschen im WM-Finale über die favorisierten Ungarn. Die zehn Meter hohe und renovierte Uhr besteht noch immer aus dem originalen Eisenbeton und besitzt die ursprünglichen Zeiger. Bis zum Abbruch des Stadions im Jahr 2001 waren die Uhren in den Ecktürmen Ost und West integriert.
- 17. Okotber 2007: Georgien hat der schottischen Nationalmannschaft auf deren Weg zur EM 2008 eine empfindliche Niederlage zugefügt und bei Italien und Frankreich für Erleichterung gesorgt. Die Georgier besiegten die Schotten in Gruppe B mit 2:0 (1:0). Die Franzosen (25) übernahmen durch das 2:0 (0:0) gegen Litauen die Tabellenführung und brauchen nun nur noch einen Punkt zum Abschluss in der Ukraine zur sicheren Qualifikation. Zwar bleiben die Schotten mit 24 Punkten vor den Italienern, diese haben bei 23 Punkten und einer weniger ausgetragenen Partie aber nun die besseren Karten.
- 17. Oktober 2007: England droht bei der EM-Endrunde 2008 die Zuschauerrolle. Die Briten kassierten eine bittere 1:2 (1:0)-Niederlage gegen Russland in Moskau und verspielten dabei innerhalb von fünf Minuten ihre gute Ausgangsposition in der Gruppe E. Damit sind die Engländer (23 Punkte), die derzeit noch hinter Kroatien (26) Tabellenzweiter sind, auf Schützenhilfe angewiesen. Denn sowohl die Kroaten als auch die Russen (21) haben eine Partie weniger absolviert. Die Engländer müssen im letzten Spiel Kroatien schlagen und auf einen Punktverlust Russlands hoffen, um noch dabei zu sein. Wenn die Russen ihre letzten beiden Spiele in Israel und Andorra gewinnen, sind sie mit Kroatien (reicht ein Punkt gegen Mazedonien) qualifiziert. Heute lief nach einem sehenswerten Tor von Wayne Rooney (29.) alles nach Plan. Doch Pawljuschenko gab dem Spiel mit zwei Treffern (69./73.) die Wende.
- 17. Oktober 2007: Ioannis Amanatidis hat Titelverteidiger Griechenland die Fahrkarte für die EM-Endrunde 2008 beschert. Der Stürmer erzielte im Hexenkessel von Istanbul den 1:0 (0:0)-Siegtreffer für die Elf von Otto Rehhagel gegen den Erzrivalen Türkei. Mit 25 Punkten liegt Griechenland bei zwei noch ausstehenden Partien nun sieben Punkte vor den Türken (18). Die Türkei verlor sogar den zweiten Gruppenplatz an Norwegen, das 2:0 (1:0) in Bosnien-Herzegowina siegte und jetzt auf 20 Zähler kommt. Die Türken stehen damit nun gehörig unter Zugzwang - am 17. November kommt es zum vorentscheidenden Duell in Norwegen.
- 17. Okotber 2007: Die rumänische Nationalmannschaft hat ihre Durststrecke beendet und sich erstmals seit der Europameisterschaft 2000 für die Endrunde eines großen Turniers qualifiziert. Rumänien ist nach Deutschland die zweite Mannschaft die sich für die EM in der Schweiz und Österreich qualifiziert. Durch das 2:0 (1:0) in Luxemburg lösten die Osteuropäer als Tabellenführer der Gruppe G mit 26 Punkten das Ticket für die Euro 2008. Ebenfalls für die Endrunde planen können die Niederländer (23) nach dem 2:0 (1:0) gegen Slowenien. Nach dem überraschenden 0:1 (0:1) der Bulgaren (18) in Albanien genügt den Niederländern aufgrund des besseren direkten Vergleichs gegenüber den Bulgaren ein Punkt im nächsten Heimspiel gegen Luxemburg.
- 17. Oktober 2007: Zum Weiterlesen: Ein Ausblick auf die EM und Status Quo eines der Gastgeber - I werd narrisch - Österreich vor der EM
- 11. Oktober 2007: Live in der Glotze ... Vorschau Länderspiele Russland England Frankreich Faröer
- 26. September 2007: Michael Owen hat sich erneut verletzt und fällt für Englands entscheidende Qualifikationsspiele zur Europameisterschaft 2008 aus. Der Stürmer von Newcastle United zog sich am Wochenende in der Premier League eine Leistenverletzung zu, die möglicherweise sogar eine Operation notwendig macht. Newcastles Trainer Sam Allardyce bestätigte mindestens eine dreiwöchige Pause für den Angreifer. Sollte Owen operiert werden, würde er sogar zwei Monate aussetzen müssen. Damit fehlt er England auf jeden Fall in den beiden Qualifikationsspielen am 13. Oktober gegen Estland und am 17. Oktober gegen Russland.
- 26. September 2007: Die dürftigen Leistungen der Nationalmannnschaft haben tausende österreichische Fans zu einer ungewöhnlichen Aktion veranlasst. 4000 Unterstützer haben sich bislang im Internet aus Angst vor einer Blamage dafür ausgesprochen, dass der zuletzt chronisch erfolglose Co-Gastgeber bei der EM 2008 freiwillig auf seine Teilnahme verzichtet. "Die Art und Weise, wie Österreich auftritt, ist eine Beleidigung für das ästhetische Empfinden eines jeden Fans", sagte Michael Kriess, Mitbegründer der Initiative "Rückgrat". Österreich ist seit acht Spielen ohne Sieg. Mehr zur Petition findet ihr hier (http://www402.ws7.inname.net/initiative_ger.php)
- 6. September 2007: Wie eng es in der Qualifikationsgruppe B zugeht, zeigt der Blick auf die aktuelle Tabelle: Frankreich führt derzeit mit 18 Punkten vor Italien (16) und Schottland (15). Auch die Ukraine mit 12 Punkten besitzt noch Chancen auf einen der beiden ersten Plätze, die zur Teilnahme an der EURO 2008 berechtigen. Die wieder erstarkten Schotten dürften für den Vizeweltmeister schwer zu schlagen sein, wenn sie aus ihrer dicht gestaffelten Abwehr das "Zu Null" so lange wie möglich zu halten versuchen. Im Hampden Park von Glasgow im vergangenen Herbst stolperten die Mannen von Trainer Raymond Domenech beim 0:1 (Tor: Gary Caldwell) bereits. Da die Franzosen vier Tage zuvor schon in Mailand gegen Italien antreten, könnte das Spiel im heimischen Prinzenpark noch wichtiger für die Sicherung der Spitzenpositionen werden. An individueller Klasse sollte es der Équipe Tricolore jedoch nicht mangeln. Superstars wie Thierry Henry, David Trezeguet oder Patrick Vieira stehen im Aufgebot. Eurosport überträgt am Mittwoch, den 12. September, ab 21:00 Uhr das Spiel Frankreich gegen Schottland live aus Paris.
- 18. August 2007: 294 Tage vor dem Beginn der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz präsentiert sich der St. Jakobs Park bereits als wahres "Schmuckkästchen". In der modernen Arena in Basel wir am 7. Juni das Eröffnungsspiel ausgetragen. Auch in der Stadt sind die ersten Anzeichen auf die Euro 2008 zu sehen. WorldcupWiki-User Florian K hat das Stadion während des UEFA-Cup Spiel zwischen Basel und Mattersburg unter die Lupe genommen und sich auch in der Stadt umgeschaut. Basel ein Jahr vor der Euro 2008
- 17. August 2007: Vom Bodensee aus wird das ZDF die Europameisterschaft 2008 präsentieren. Die Seebühne der Bregenzer Festspiele (http://www.bregenzerfestspiele.com/?gclid=CPeO_fz0_o0CFRhYXgodoldXOA) wird für drei Wochen im Juni 2008 zum Herzstück der Turnier-Berichterstattung des Senders. Von hier aus werden Johannes B. Kerner, Jürgen Klopp und Urs Meier in die Stadien in Österreich und der Schweiz schalten, mit Gästen fachsimpeln und die Spiele analysieren. Nicht nur an ZDF-Spieltagen, sondern wann immer der Ball in den Stadien rollt, wird die Seebühne zum Public-Viewing-Stadion. Tausende Fans können auf den Tribünen Südkurven-Stimmung verbreiten.
- 15. August 2007: Die deutsche Nationalmannschaft wird ihr Europameisterschafts-Quartier wahrscheinlich in der Schweizer Region Tessin aufschlagen. "Wir haben mehrere Optionen, aber die Tendenz geht dahin, dass wir in der Nähe von Lugano wohnen werden", erklärte Team-Manager Oliver Bierhoff in der "Sport Bild". Das zehntägige Trainingslager zuvor könnte ab 21. Mai 2008 auf Mallorca stattfinden. "Das sind Optionen und Tendenzen. Eine abschließende Entscheidung steht aber noch aus", erklärte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und verwies auf die noch nicht feststehende Qualifikation.
- 25. Juli 2007: Red Bull Salzburg weihte mit einem 1:0 gegen Arsenal das neue EM-Stadion ein. Arsenal-Torwart Jens Lehmann klagte danach über den "normalen" Rasen, der über Kunstrasen verlegt wurde: "Der Platz war eine Katastrophe." Salzburgs Niko Kovac: "Das Wasser läuft nicht ab, dadurch beginnt es zu faulen und zu stinken."
- 24. Juli 2007: Der frühere Leverkusen-Manager Reiner Calmund wurde als Botschafter für den österreichischen EM-Spielort Klagenfurt vorgestellt.
- 4. Juli 2007: Jetzt gestartet: Kampagne: Euro 08 gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution. Ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen will bei der Euro2008 potentielle Freier ansprechen und politischen Forderungen Nachdruck verleihen.
- 9. Juni 2007. Die Organisatoren der Europameisterschaft 2008 bieten einen ganz besonderen Service für Ticketinhaber an. Erstmals bei einer Fußball-EM ist im kommenden Jahr die Bahnfahrkarte im Eintrittspreis enthalten. Inhaber von EM-Tickets werden 36 Stunden lang das Angebot des Nah- sowie Fernverkehrs nutzen können. Möglich ist das am jeweiligen Spieltag sowie bis 12 Uhr am Folgetag. Die Veranstalter erklärten, 60 Prozent des Fernverkehrs sowie 80 Prozent des Nahverkehrs über öffentliche Verkehrsmittel abzuwickeln zu wollen. Das lassen sich beide Länder je 2,4 Millionen Euro kosten. Allein in der Schweiz werden 400 zusätzliche Züge eingesetzt. Die Euro 2008 vom 7. bis 29. Juni in je vier Schweizer und österreichischen Städten sei "eine einmalige Chance", sagten Schweizer Bundesrat Schmid und Österreichs Bundeskanzler Gusenbauer.
- 8. Juni 2007: Genau 365 Tage vor dem Beginn der Europameisterschaft 2008 kam es zu einem spektakulären Fußballspiel auf 3454 Metern Höhe. Die Mannschaften der Nationaltrainer der Schweiz und Österreich trennten sich 5:5. Die EM-Organisatoren hatten auf dem Jungfraujoch ein 30 x 15 m großes Kunstrasenfeld mit Zuschauertribüne hingezaubert. Köbi Kuhn hatte aktuellen Schweizer Nationalspieler Johan Djourou und David Degen nominiert und dazu die Routiniers Stéphane Chapuisat, Michael Laudrup, John Jensen (beide Dänemark) sowie den belgischen Ex-Nationalgoalie Filip de Wilde. Josef Hickersberger agierte mit Otto Konrad im Tor, den ehemaligen Profikickern Andreas Herzog, Paulo Sousa, Sergej Aleinikow und Dariusz Dziekanowski sowie den aktuellen österreichischen Nationalspielern Christian Fuchs und Zlatko Junuzovic. Vor rund 400 geladenen Gästen war der Schlusspfiff in der auf zweimal fünf Minuten angesetzten Partie durch den spektakulär an einem Seil eingeflogenen Schiedsrichter Urs Meier so lange hinausgezögert worden, bis Laudrup dem Team von Köbi Kuhn mit zwei Toren zum schmeichelhaften Remis verholfen hatte. Auffälligster Spieler im "Schweizer Team" war Altmeister Stéphane Chapuisat mit zwei herrlichen Treffern und einer sehenswerten Rettungsaktion vor der eigenen Torlinie mittels Fallrückzieher.
- 1. Juni 2007: Die Europameisterschaft 2008 wird womöglich nur in sieben Städten in Österreich und der Schweiz ausgetragen. Auf der Kippe steht die Schweizer Hauptstadt Bern mit dem Stade de Suisse, dem ehemaligen legendären Wankdorf-Stadion. Grund ist eine Volksabstimmung am 17. Juni, in der die Bevölkerung entscheiden muss, ob die Stadt für die EURO einen Sonder-Kredit über umgerechnet 3,39 Millionen Euro aufnehmen darf. Der Berner Stadtrat hat den Kredit zugestimmt, ihn aber freiwillig der Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt. Im Falle einer Ablehnung werden keine EM-Spiele im legendären Wankdorf-Stadion ausgetragen.
- 13. Mai 2007: Der österreichische Ersligist FC Superfund zieht von Pasching ins ca. 350 Auto-Kilometer entfernte Klagenfurt - dort wurde das Wörtherseestadion für die Europameisterschaft 2008 errichtet ohne potentiellen Bundesligaverein, der dort spielen könnte.
- 5. Mai 2007: Knapp 400 Tage vor Beginn der Europameisterschaft 2008 hat die UEFA 39 als Hooligans bekannte Personen die EM-Tickets entzogen. Nach der Auslosung von 300.000 Eintrittskarten wurden diejenigen Besitzer identifiziert, die in ihrem Land mit einem Stadionverbot belegt sind. 20 Personen aus der Schweiz, 16 aus Deutschland und 3 aus Holland wurden dem Bericht zufolge die Eintrittskarten entzogen. Die Ticketing-Organisation der Euro 2008 hatte zuvor die Personaldaten aller Bestellungen mit einer schwarzen Liste verglichen. Diese besteht aus den Namen der Personen, die mit einem nationalen Stadionverbot belegt sind. Die Liste wird laufend erweitert.
- 3. Mai 2007: Im Kampf gegen den Schwarzhandel mit EM-Tickets droht die UEFA mit drastischen Strafen. Der Weiterverkauf von Eintrittskarten für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz wird mit pauschalen Geldbußen in Höhe von 5000 Euro pro Ticket geahndet. Im Internet oder auf dem Schwarzmarkt zu Wucherpreisen gehandelte Karten werden zudem sofort gesperrt. Die UEFA lässt in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen lediglich die Weitergabe zum Selbstkostenpreis zu.
- 30. April 2007: Die sportliche Leitung der deutschen Nationalmannschaft hat sich bei einem zweitägigen Aufenthalt in London intensiv mit dem englischen Fußball beschäftigt. Bundestrainer Joachim Löw, Co-Trainer Hans-Dieter Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke und Teammanager Oliver Bierhoff trafen sich mit Nationaltorhüter Jens Lehmann vom FC Arsenal und dessen Teammanager Arsene Wenger. "Für uns war wichtig, dass wir vor Ort sehen, was im englischen Fußball passiert und warum gerade der englische Fußball international so erfolgreich ist. Da konnten auch Jens und Wenger eine Menge erzählen", sagte Bierhoff, der sich zusammen mit dem Trainerstab der DFB-Auswahl die Partie zwischen dem FC Arsenal und dem FC Fulham (3:1) ansah. Bierhoff erklärte im Rahmen der Reise, dass die Vorbereitung auf die Europameisterschaft 2008 weitgehend an das erfolgreiche Modell vor der WM 2006 angelehnt werden würde. "Wir wollen die Mannschaft nach der Saison so schnell wie möglich zusammenziehen, wieder mit den Familien, um ein paar Tage in lockerer Atmosphäre und bei gutem Wetter zu entspannen", sagte Bierhoff. Deshalb sei wieder ein Ziel im Süden vorgesehen, auch Sardinien sei wieder eine Option.
- Von den 10,3 Millionen Bestellungen von Eintrittskarten für die Europameisterschaft 2008 wurden 1,6 Millionen nicht berücksichtigt. Es handele sich dabei um Mehrfachbestellungen von Schwarzmarkthändlern, wie Martin Kallen, Geschäftsführer der EM, der Schweizer "SonntagsZeitung" sagte. Die meisten dieser Nachfragen seien aus Ländern wie den USA oder Norwegen gekommen, sagte Kallen. Für die Auslosung der Eintrittskarten seien nur 8,7 Millionen Bestellungen berücksichtigt worden. Die Gewinner sollen Ende April informiert werden.
- 14. April 2007: Schweizerische Fussballverband (SFV) trommelt für die Europameisterschaft 2008. Mit "Play Football, Switzerland!", der EM-Roadshow ist der rot-weiße Truck bis zum Anpfiff im Sommer 2008 in allen 26 Kantonen unterwegs. Tourstopps sind in rund 70 Städten, Gemeinden und Dörfern vorgesehen - insgesamt stehen 140 Eventtage auf dem Programm. Gestartet wurde die Tournee am Freitag in Bern mit einem rot-weißen Spektakel im Zentrum der Hauptstadt auf dem Bundesplatz. Bei jedem Tourstopp soll während mindestens einem Tag der Fußball im Zentrum stehen. Gegliedert in zwölf Themenbereiche werden die vielfältigen Informationen mittels spannender Kurzfilme präsentiert. Im 900 Quadratmeter großen Outdoor-Village ist vom Torwand- und Zielschießen über den Top-Shot-Wettbewerb beim Torschuss bis hin zu Tischfussball alles vorhanden. Botschafter der EM und der Roadshow sind Tennisass Roger Federer, Skirennfahrer Bernhard Russi, der ehemalige Schweizer Nationalspieler Stéphane Chapuisat, Orientierungsläufer Simone Niggli-Luder, Ex-Formel 1-Teamchef Peter Sauber und Ex-Formel 1-Fahrer Michael Schumacher. Alle Stationen
- 12. April 2007: Hobbykicker und Ex-Formel 1-Star Michael Schumacher ist offiziell zum Botschafter für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz ernannt worden. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister lebt seit vielen Jahren in Vufflens am Genfer See in der Schweiz. Dort spielt der 38-Jährige derzeit mit seinem Heimatverein FC Echichens in der dritten Schweizer Kreisliga gegen den Abstieg. Als Rennfahrer organisierte Schumacher immer wieder Benefizspiele, die Erlöse wurden zumeist für notleidene Kinder gespendet.
- 8. April 2007: Obwohl die Eintrittskarten zur Europmeisterschaft 2008 noch nicht einmal gedruckt sind, gibt es im Internet schon die ersten Angebote. Laut einen Bericht der Schweizer "Sonntagszeitung" haben zwei norwegische Schwarzhändler Karten für jedes Spiel für Preise zwischen knapp 300 und 3000 Euro im Sortiment. Ob die UEFA gerichtlich dagegen vorgehen kann, sei ungewiss. "Die UEFA hat in dieser Sache noch kein Gerichtsverfahren angestrengt", sagte EURO-Geschäftsführer Martin Kallen, "die Gesetze ändern sich von Land zu Land".
- 2. April 2007: Aus, aus, das Spiel ist aus - 10,36 Millionen Nachfragen gab es in der ersten Verkaufsphase für Eintrittskarten zur Europmeisterschaft 2008. Dem standen 346.000 Tickets gegenüber. Da alle Spiele um das 30-fache überbucht sind, müssen die Karten Mitte April verlost werden. Die zweite Verkaufsphase ist durch den großen Andrang überflüssig geworden.
- 22. März 2007: ARD und ZDF haben bei den Verhandlungen um die TV-Rechte für die Europameisterschaft 2008 nach Angaben der künftigen WDR-Intendantin Monika Piel keinen finanziellen Spielraum mehr. "Aber wir sind bereits an unsere Grenze gegangen. Das heißt in diesem Fall, dass wir für ein EM-Spiel mehr zahlen würden als für ein WM-Spiel", sagte Piel in einem Interview der "Neue Ruhr Zeitung - Neue Rhein Zeitung (NRZ)". Die Sportrechteagentur Sportfive hat von der UEFA die Rechte erworben. Sollte die Verhandlungen scheitern, würde eine EM in Deutschland erstmals nicht bei ARD und ZDF zu sehen sein.
- 17. März 2007: Zur Halbzeit der Ticket-Bewerbungen für die Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und in Österreich liegen bereits 2,5 Millionen Bestellungen für Eintrittskarten vor. Sie kamen aus 128 Ländern, wie der Europäische Fußballverband (UEFA) in Nyon bekannt gab. Am begehrtesten sei das Finale in Wien gewesen sowie das Halbfinale in Basel und das Eröffnungsspiel im Basler St. Jakob-Park.
- 28. Februar 2007: EM-Gastgeber Schweiz kann im Kampf gegen Hooligans auf die neue Datenbank Hoogan zurückgreifen. Darin sind Personen erfasst, die als gewaltbereit eingestuft werden. Seit dem 1. Januar können die kantonalen Behörden gegen Hooligans Maßnahmen ergreifen, die von einer Meldepflicht bis hin zu Ausreiseverboten reichen. Die Strafen können gegen Jugendliche ab 12 Jahren verhängt werden, Personen ab 15 Jahren können für bis zu 24 Stunden in Polizeigewahrsam genommen werden. Die von den Behörden gegen Hooligans verhängten Massnahmen sind ebenfalls in der Datenbank erfasst.
- 28. Februar 2007: Morgen beginnt der Kartenvorverkauf für die EM 2008. Die Bewerbungsphase für Tickets für das Turnier im nächsten Sommer in Österreich und der Schweiz endet am 31. März. Pro Tage kann man sich dabei nur für ein Spiel und höchstens vier Karten bewerben. Sollte die Nachfrage nach Karten größer sein als das Angebot, entscheidet das Los über erfolgreiche Bewerbungen. Sollten danach noch Karten übrig sein, werden diese zu einem späteren Zeitpunkt nach dem Eingang der Bewerbungen verteilt. Die Fans werden daran erinnert, dass es keinen Unterschied macht, ob man gleich am Donnerstag oder zu einem späteren Zeitpunkt im März bestellt. Jede korrekt eingegangene und angenommene Bestellung hat die gleiche Chance, per Losentscheid Tickets zugesprochen zu bekommen. Weitere Infos gibts hier.
- 20. Februar 2007: Rund 15 Monate vor der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz sind offenbar die Übertragungen im frei empfangbaren Fernsehen in Deutschland nicht gesichert. Die Verhandlungen zwischen der von der UEFA beauftragten Sportrechteagentur Sportfive und den TV-Sendern sind nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/media/630584.html) ins Stocken geraten. Sportfive wolle 150 Millionen Euro für die Fernsehrechte auf dem deutschen Markt erzielen - das wären bei 31 Spielen fast fünf Millionen Euro pro Partie. Ein Spiel der Weltmeisterschaft 2006 hatte durchschnittlich unter vier Mio. Euro gekostet. Für die Übertragungsrechte an der EM 2004 in Portugal zahlten ARD und ZDF umgerechnet etwa 100 Millionen Euro. ARD und ZDF, die während der Ausschreibung als einzige Sender ein konkretes Angebot abgegeben hatten, wollen laut Zeitung für die TV-Rechte diesmal angeblich deutlich unter 100 Millionen Euro bezahlen. Die UEFA will erst im Sommer den Verkauf der TV-Rechte abschließen. Solange die Verhandlungen liefen, wollten weder die Agentur noch die UEFA dazu Stellung nehmen. Die Sender werden indes langsam unruhig. "Es ist fünf vor zwölf", sagt ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender der Zeitung.
- 6. Februar 2007: BenQ wird vierter globaler Sponsor der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Der taiwanesische Elektronik-Konzern hatte die Mobilfunksparte von Siemens übernommen, dann Insolvenz angemeldet und Tausende von Arbeitsplätzen in Deutschland vernichtet.
- 24. Januar 2007: In genau 500 Tagen beginnt die Europameisterschaft 2008 mit dem Eröffnungsspiel am 7. Juni 2008 in Basel. Heute präsentierte die UEFA den offiziellen Slogan der EM 2008: "Erlebe Emotionen!" ("L' Emotion au rendez-vous", "Expect emotions"). UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsson sagte, dass dieser Slogan alles zusammenfasst, was das Turnier repräsentiert. In einer Ansprache an alle Beteiligten - vom Volunteer bis hin zu den Spielern und Fans - sagte er: "Ein Slogan, der auf den Punkt bringt, was die Europameisterschaft 2008 zu offerieren vermag: Emotionen aller Art, Freude oder Enttäuschung, Erholung oder Hochspannung bis zum Schlusspfiff."
- 22. November 2006: Die Partien der Europameisterschaft 2008 werden komplett auf echtem Rasen stattfinden. "Das ist ein Sommerturnier und damit auch ganz klar ein Naturrasenturnier", sagte EM-Pressechef Wolfgang Eichler. Er trat damit Spekulationen entgegen, wonach die Hälfte der Spiele auf Kunstrasen ausgetragen werden würde.
- 7. November 2006: Die TV-Übertragung der Europameisterschaft 2008 droht erstmals zersplittert und teilweise im Bezahlfernsehen ausgestrahlt zu werden. Die öffentlich rechtlichen Anstalten ARD und ZDF, die bislang das Monopol hatten, sind nicht bereit, die geforderten 150 Millionen Euro für die 31 Spiele zu bezahlen. Bislang hat die Europäische Fußball Union (UEFA) die TV-Rechte seit der Erfindung der EM 1960 immer pauschal an die European Broadcasting Union (EBU) vergeben. Für die EM 2008 in der Schweiz und Österreich aber soll die deutsche Agentur Sportfive die Rechte in allen 52 Märkten einzeln verkaufen.
Siehe auch
- Europameisterschaft
- Kampagne: Euro 08 gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution
- Public Viewing zur Europameisterschaft 2008
Weblinks
- Offizielle Seite der UEFA (www.euro2008.com) (http://www.euro2008.com/)
- Reglement der UEFA zur Europameisterschaft 2008 (PDF) (http://de.uefa.com/newsfiles/64688.pdf)
- Blog zur EURO 2008 (http://www.em-08.info/blog/)
- weiterer Blog zur EURO 2008 (http://www.em-blogger.at/)
- Infoseite zur Europameisterschaft 2008 u. a. mit Spielplan zum Ausdrucken (http://www.fussball-em-info.de/)
- Interaktiver Spielplan zur Europameisterschaft 2008 u. a. mit Tipp-Simulation (http://em2008spielplan.bungartbessler.com/)
Mr. Wong
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