Ewald Lienen

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Lienen beim Testspiel als Trainer von Panionios Athen am 4. August 2006
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Lienen beim Testspiel als Trainer von Panionios Athen am 4. August 2006

Ewald Lienen (* 28. November 1953 in Schloß Holte-Stukenbrock) ist ein deutscher Fußball-Trainer und ehemaliger Fußballspieler.

Er spielte von 1977 bis 1992 in 333 Bundesligaspielen bei Arminia Bielefeld, Borussia Mönchengladbach und beim MSV Duisburg. Sein größter Erfolg als Spieler war der UEFA-Cupsieg 1979 mit der Borussia. Seine wohl bekanntesten Merkmale als Spieler waren die langen Haare und die raushängende Zunge, wenn er mit dem Ball lief. In Erinnerung bleibt vielen eine schwere Verletzung, als ihm Norbert Siegmann von Werder Bremen am 14. August 1981 mit dem Stollen seinen Oberschenkel aufritzte und eine tiefe lange Risswunde zufügte.

Während seiner Zeit als aktiver Profi haftete ihm das Image als Revoluzzer an. So weigerte er sich zum Beispiel bei Arminia Bielefeld Autogrammkarten zu unterschreiben. Statt dessen verteilte er eigene Kärtchen mit der Aufschrift: "Meine Unterschrift ist nicht mehr wert als Deine." Ewald Lienen engagierte sich in der Friedensbewegung und wirkte bei der Friedensliste mit, für die er auch bei den Europawahlen 1984 kandidierte. Im gleichen Jahr erreichte er das Finale um den DFB-Pokal 1984, das er gegen den FC Bayern München nach Elfmeterschießen verlor.

Seine linksalternative Einstellung hielt ihn allerdings nicht davon ab, Anfang der 80er Jahre in Bauherrenmodelle zu investieren. Er erlitt schwere finanzielle Verluste und musste so noch bis ins hohe Fussballalter von 39 weiterspielen, um seine Schulden zu bezahlen.

Als Trainer hat er bisher eine gute Bilanz aufzuweisen. Er trainierte den MSV Duisburg und Hansa Rostock, die er beide fast in den UEFA-Cup brachte, CD Teneriffa, 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach. Vom 9. März 2004 bis zum 9. November 2005 war Lienen Cheftrainer bei Hannover 96. Ab der Saison 2006/7 arbeitet er beim griechischen Erstligisten Panionios Athen.

Sein akribisches Notieren von Beobachtungen während laufender Spiele brachte ihm den Spitznamen Zettel-Ewald ein. Ein anderer Spitzname aus seiner Zeit als Fußballtrainer in Köln lautete Das Hemd. (In Anspielung auf die damalige Angewohnheit, ein hellblaues Hemd, das er bei einem lang ersehnten Sieg der Mannschaft getragen hatte, auch bei den Spielen der Folgezeit als Glücksbringer zu tragen.) Aus seiner Zeit als Spieler rührt der Spitzname Lenin, in Anlehnung an seinen Bart und seine politischen Aktivitäten.

Lienen ist der Schwiegervater des ehemaligen französischen Fußballspielers Abder Ramdane.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ewald_Lienen (http://de.wikipedia.org/wiki/Ewald_Lienen) aus der deutschsprachigen Wikipedia (http://de.wikipedia.org) in der Version vom 5. August 2006. Eine Liste der Hauptautoren (History) gemäß GNU FDL ist hier (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ewald_Lienen&action=history) zu finden.
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