FIFA

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Die FIFA (Fédération Internationale de Football Association, dt. Internationale Föderation des Verbandsfußballs) ist der Weltfußballverband mit Sitz in Zürich. Er organisiert verschiedene Fußball-Wettbewerbe, darunter die Herren- und die Frauen-Fußballweltmeisterschaft. Derzeitiger Präsident ist der Schweizer Joseph S. Blatter. Die FIFA ist ein im Handelsregister eingetragener Verein im Sinne von Art. 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches.


Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die FIFA wurde am 21. Mai 1904 in Paris gegründet. Gründungsmitglieder waren die nationalen Fußballverbände der Schweiz, Dänemarks, Frankreichs, der Niederlande, Belgiens, und Schwedens, wobei die Gründungsmitglieder in einigen Fällen nicht den heute existierenden Verbänden entsprachen. Spanien wurde nicht durch den Verband sondern von Madrid Football Club (dem heutigen Real Madrid) vertreten. Deutschland trat der FIFA noch im selben Jahr bei. In den nächsten Jahren traten weitere nationale Verbände der FIFA bei. Der erste große internationale Fußballwettbewerb fand während der Olympischen Sommerspiele 1908 in London statt. Auch im Rahmen der nächsten Olympischen Spiele wurde ein Fußballwettbewerb ausgetragen. Während des Ersten Weltkriegs geriet die Entwicklung ins Stocken; es konnten keine Spiele mehr ausgetragen werden und mehrere Verbände (z. B. England) traten aus der FIFA aus.

Nach dem Ersten Weltkrieg begann der große Aufschwung: Der neue Präsident Jules Rimet plante ab 1924 gemeinsam mit dem wohlhabenden Uruguayaner und Sportmäzen Enrique Buero ein Fußball-Weltturnier. 1930 schließlich wurde die erste WM veranstaltet. Als Rimet 1954 zurücktrat, fand bereits die fünfte Weltmeisterschaft statt und die FIFA zählte 85 Mitglieder. Die FIFA-Mitgliederzahl wuchs in den Folgejahren von Jahr zu Jahr. Vor allem in Kriegszeiten stellte der Fußball und somit auch die FIFA eine wichtige Verbindung zwischen den Nationen dar. Der nächste große Schritt war die Erweiterung des Teilnehmerfeldes bei Weltmeisterschaften von 16 auf 24 (zur WM 1982) und später auf 32 Teams (zur WM 1998).

Präsidenten der FIFA

Bisher zählt die FIFA 8 Präsidenten. Demnächst (2006) möchte der jetzige Präsident seinen Platz räumen.

  1. Robert Guérin (Frankreich, 1904 - 1906)
  2. Daniel Burley Woolfall (England, 1906 - 1918)
  3. Jules Rimet (Frankreich, 1921 - 1954)
  4. Rodolphe William Seeldrayers (Belgien, 1954 - 1955)
  5. Arthur Drewry (England, 1955 - 1961)
  6. Stanley Rous (England, 1961 - 1974)
  7. João Havelange (Brasilien, 1974 - 1998)
  8. Joseph S. Blatter (Schweiz, seit 1998)

Die Kontinentalverbände

Kontinentalverbände
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Kontinentalverbände

FIFA: AFC (Asien), CAF (Afrika), CONMEBOL (Südamerika), CONCACAF (Nord-, Mittelamerika, Karibik), OFC (Australien, Ozeanien), UEFA (Europa) Die FIFA besteht aus sechs Kontinentalverbänden (siehe auch obige Graphik). Dies sind im Einzelnen:

Die Wettbewerbe

Die FIFA organisiert u.a. folgende Wettbewerbe:

Die Nationalverbände

Die sieben Gründungsmitglieder Schweiz, Dänemark, Frankreich, Niederlande, Belgien, Spanien und Schweden bildeten 1904 die FIFA. Bis heute haben sich in ihr 215 Nationalverbände zusammengeschlossenen. Allein zwischen 1975 und 2002 wurden 60 Verbände als Mitglieder aufgenommen.

Die Nationalverbände werden finanziell und logistisch über verschiedene Programme der FIFA unterstützt. Sie räumt ihnen eine Anzahl attraktiver Rechte und Privilegien ein. Allerdings ergeben sich aus der Mitgliedschaft auch Verpflichtungen. Als FIFA-Repräsentanten in ihrem Land müssen die Nationalverbände die Statuten, Ziele und Ideale der FIFA respektieren und den Sport dementsprechend promoten und managen.

Organisation

Die FIFA gliedert sich wie folgt:

  • Präsident
  • Kongress
  • Exekutiv-Ausschuss
  • Ausschüsse
  • Kontinentalverbände
  • Nationalverbände
  • Verwaltung
  • Rechtswesen und Disziplinarbereich

Der Kongress

Der Kongress ist das höchste Entscheidungsorgan des internationalen Fußballverbands. Bis 1998 kam er alle zwei Jahre zusammen. Seit 1998 findet dieses Treffen der weltweiten Fußballfamilie jährlich statt. Dieser neue Zyklus erlaubt es dem Kongress, Entscheidungen über eine ständig wachsende Zahl von Themen zu treffen.

Der Kongress trifft Entscheidungen bezüglich der Statuten und der Methoden, mit denen sie eingesetzt und angewendet werden. Der Kongress segnet auch den jährlichen Bericht ab, entscheidet über die Aufnahme neuer Nationalverbände und hält Wahlen ab, vor allem die der FIFA Präsidentschaft. Im Geiste einer wahren Demokratie hat jeder Nationalverband eine Stimme, unabhängig von seiner Größe oder Leistungsstärke im Fußball.

Der Exekutiv-Ausschuss

Der Exekutiv-Ausschuss setzt sich zusammen aus

  1. dem Präsidenten (der den Vorsitz hat)
  2. sieben Vizepräsidenten
  3. 16 Mitgliedern
  4. einem Beobachter und
  5. dem Generalsekretär (der an allen Ausschusssitzungen von Amts wegen teilnimmt)

Die Ausschüsse

Es gibt 25 ständige Ausschüsse und zwei Gesetz gebende Organe: den Disziplinar-Ausschuss und den Berufungs-Ausschuss.

Die Ausschüsse spielen eine wichtige Rolle, sie treffen Entscheidungen bezüglich der Organisation von Turnieren und der Entwicklung des Fußballs im Allgemeinen. Die von den Ausschüssen getroffenen Entscheidungen werden vom Exekutiv-Ausschuss ratifiziert.

Ausschüsse und juristische Institutionen:

  1. Berufungskommission
  2. Büro Goal
  3. Bureau FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006 (TM)
  4. Disziplinarkommission
  5. Dopingkontroll-Ausschuss
  6. Dringlichkeitskomitee
  7. Exekutivkomitee
  8. Finanzkommission
  9. Fußballkommission
  10. Interne Audit-Kommission
  11. Kommission für Ethik und Fairplay
  12. Kommission für Futsal
  13. Kommission für Frauenfußball und die Frauenfußball-Wettbewerbe der FIFA
  14. Kommission für rechtliche Angelegenheiten
  15. Kommission für Schiedsrichter und Schiedsrichter-Assistenten
  16. Kommission für den Status von Spielern
  17. Kommission für Technik und Entwicklung
  18. Kommission der Verbände
  19. Marketing- und Fernsehausschuss
  20. Medienkommission
  21. Organisationskommission für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft (TM)
  22. Organisationskommission für die FIFA Klub-Weltmeisterschaft
  23. Organisationskommission für den FIFA Konföderationen-Pokal
  24. Organisationskommission für die FIFA Junioren-Weltmeisterschaft
  25. Organisationskommission für die FIFA U-17-Weltmeisterschaft
  26. Organisationskommission für die Olympischen Fußballturniere
  27. Sportmedizinische Kommission
  28. Strategiekommission
  29. Zentrum für medizinische Auswertung und Forschung der FIFA

Die Verwaltung

Das Generalsekretariat, das in Zürich rund 125 Mitglieder beschäftigt, ist für die Verwaltung der FIFA zuständig. An der Spitze steht der Generalsekretär, der dafür verantwortlich ist, dass die Entscheidungen des Exekutiv-Ausschusses umgesetzt werden.

Weitere Aufgabenbereiche des Generalsekretariats sind die Belange der Finanzen, die Pflege internationaler Beziehungen, die Organisation des FIFA Weltpokals ™ und die Organisation weiterer FIFA Fußball-Wettbewerbe.

Das Generalsekretariat setzt sich aus verschiedenen Bereichen zusammen, die sich mit den Themen Business, Entwicklung, Finanzen, Fußball-Verwaltung, Kommunikation, Personal, Services und Wettbewerbe befassen.

Finanzen und Sponsoren

Von den Einnahmen aus lukrativen Werbeverträgen und Fernsehausstrahlungslizenzen werden jährlich hohe Teilbeträge an die Mitgliedsverbände weitergereicht. Den größten Teil dieser Umsätze erzielt die FIFA durch die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer. Allein durch die weltweiten Fernsehrechte an den Herren-Weltmeisterschaften 2002 und 2006 nahm die FIFA 1,8 Mrd. Euro ein. Die FIFA forderte für die Ausrichtung der WM in Deutschland eine vollständige Steuerbefreiung, die ihr auch gewährt wurde.

Die 15 Offiziellen Partner der FIFA WM 2006 sind die weltweit aufgestellten Konzerne adidas, Anheuser-Busch, Avaya, Coca-Cola, Continental, Deutsche Telekom, Emirates, Fujifilm, Gillette, Hyundai, MasterCard, McDonalds, Philips, Toshiba und Yahoo!. Jedes dieser Unternehmen hat rund 40 Millionen Euro bezahlt, um die Weltmeisterschaft exklusiv für Werbezwecke nutzen zu dürfen. Dazu zählt die Bandenwerbung in den Stadien ebenso wie die Nutzung des offiziellen WM-Logos - und das international. Die sechs sogenannten Nationalen Förderer - die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), OBI, die Versicherung Hamburg-Mannheimer , die Postbank, ODDSET und die Deutsche Bahn AG - zahlen lediglich 13 Millionen Euro, dürfen die WM aber auch nur im Inland zu Werbezwecken nutzen.

Diese umfassende Kommerzialisierung des Fußballs durch die FIFA und ihre Sponsoren sorgt vielfach für Kritik, da der Verband die von ihm eingeforderten Vermarktungsprivilegien u. a. mit hartem gerichtlichen Vorgehen in Einzelfällen durchzusetzen bestrebt ist.

Hymne

Lambert
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Lambert

Vor jedem von der FIFA organisierten Spiel ertönt beim Einlaufen der Schiedsrichter und Mannschaften auf das Spielfeld die von Franz Lambert komponierte FIFA-Hymne. Sie wird seit der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 gespielt.

Kritik

  • "letzter Diktator Europas" (Die Zeit)
  • "Dagobert-Duck-Kapitalismus" (Indymedia)
  • "Besatzungsmacht" (WiWo)
  • "Die Geldmaschine am Zürichberg" (FAZ)
  • "totale Kommerzialisierung des Fußballs" (Winfried Hermann, sportpolitischer Sprecher der Grünen)
  • "monopolistischer Verstoß" (Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München)

News zur FIFA

  • 31. Juli 2008: Nach der Erklärung der FIFA zum Thema Olympia-Abstellungen ist Lionel Messi, Spieler des FC Barcelona, nach Peking abgereist. Er sei von Italien, wo Barcelona ein Testspiel gegen Florenz 3:1 (http://www.youtube.com/watch?v=f_p9nEjgwkA)-gewann, abgeflogen und werde über Paris nach Schanghai reisen, teilte der Club mit. In Schanghai wird vom 6. bis 23.August das olympische Fußballturnier ausgetragen. Die FIFA beharrt auf der Abstellung der U23-Spieler. Den ausstehenden Schiedsspruch des Internationalen Sportsgerichtshofs wollte der Argentinier Messi nicht mehr abwarten. "Sollte mich der CAS zurückbeordern, dann werde ich zurückkommen", sagte Messi.
Panama-Protest bei FIFA
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Panama-Protest bei FIFA
  • 9. Juli 2008: Der Verband Panamas hat bei der FIFA Beschwerde gegen die Wertung des 1:3 (http://www.youtube.com/watch?v=6BZW0HbQN8g) verlorenen WM-Qualifikationsspiels in El Salvador eingereicht. Die Spieler seien mit rassistischen Gesängen bedacht und Urinbeuteln beworfen worden. Torhüter Jaime Penedo sei von einer Flasche getroffen worden, ohne dass das Spiel unterbrochen worden sei. Zudem habe der Kapitän El Salvadors Alfredo Alberto Pacheco nach dem üblichen Tausch am Mittelkreis den Wimpel Panamas auf den Boden geschleudert. Außerdem habe das Team im Vorfeld der Partie den Trainingsplatz verschlossen vorgefunden. Panama war nach einem 1:0 im Hinspiel durch das 1:3 in El Salvador in der WM-Qualifikation gescheitert. Der Verband entließ daraufhin Trainer Alexandre Guimaraes, bei der WM 2006 Trainer des deutschen Gruppengegners Costa Rica, und stellte nun den Briten Gary Stempel als Nachfolger vor.
  • 18. Februar 2008: Die Spitze des Weltverbands FIFA hat Spanien mit einem Ausschluss von den internationalen Wettbewerben gedroht. "Die FIFA kann Spanien in einer Prozedur innerhalb von sechs Stunden aus dem Europacup und der EM 2008 ausschließen", wird FIFA-Präsident Joseph S. Blatter in der Sportzeitung AS (http://www.as.com/futbol/articulo/futbol-fifa-puede-dejar-espana/dasftb/20080218dasdaiftb_56/Tes) zitiert. Hintergrund dieser Drohung ist eine von der FIFA angeprangerte Einmischung des Staates in die Angelegenheiten des spanischen Verbands RFEF, dessen Geschicke von FIFA-Vizepräsident Angel Maria Villar bestimmt werden. In der Vergangenheit hatte die FIFA bereits mehrere Länder aus diesem Grund ausgeschlossen.
  • 17. Februar 2008: Belgien und die Niederlande haben ihre gemeinsame Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2018 beim Weltverband FIFA vorgestellt. "Die Kandidatur Niederlande/Belgien wurde uns schon präsentiert, mitsamt aller Dokumente", bestätigte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. Zudem bestätigte der Schweizer, dass auch Mexiko, die USA, England, Russland, China, Japan, Australien sowie Spanien und Portugal mit einer gemeinsamen Bewerbung "ihr Interesse bekundet haben, wenn auch noch nicht offiziell". Nach Angaben von Blatter soll die Entscheidung über die Vergabe der WM 2018 "im April oder Mai 2011" fallen.
  • 21. Januar 2008: Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wurde zum ersten Vorsitzenden der European Club Association (ECA) gewählt. Die Europäische Fußball-Union und 103 europäische Spitzenklubs hatten den Verband in Nyon/Schweiz gegründet. In der vorigen Woche hatten sich die Vereine, die Uefa und der Weltverband FIFA auf diese neue Konstruktion verständigt. Die Klubs hatten daraufhin die Auflösung ihrer bisherigen Interessenvertretung G14 und die Einstellung der Prozesse gegen die Verbände angekündigt.
  • 15. Januar 2008: Die "G14"-Vertretung der größten europäischen Fußball-Clubs wird aufgelöst. Zudem erhalten Vereine künftig vom Weltverband FIFA und der UEFA Geld für die Abstellung von Spielern bei Welt- und Europameisterschaften. Im Gegenzug dazu lässt die "G14" alle gegen die UEFA und FIFA anhängigen Klagen fallen. Darauf einigten sich führende Vertreter der FIFA, der UEFA und der Clubs in Zürich. Alle Seiten unterzeichneten eine Absichtserklärung. Demnach wird die "G14", die derzeit 18 Vereine umfasst, durch ein neues Gremium ersetzt, in dem über 100 Clubs aller 53 UEFA-Mitgliedsverbände vertreten sein werden.
  • 6. November 2007: Der Weltverband FIFA will trotz der ablehnenden Haltung einiger Spitzenvereine die geplante "6+5-Regelung" zur Beschränkung ausländischer Spieler in Europa durchsetzen. "Es gibt immer mehr Befürworter", sagte FIFA-Präsident Sepp Blatter bei einem Treffen der asiatischen Verbände in Kuala Lumpur. Der Schweizer reagierte damit auf die Kritik der in der G-14 zusammengeschlossenen europäische Topmannschaften, die das Vorhaben der FIFA als illegal bezeichnen. Das von Blatter angeregte Modell sieht vor, dass ab 2010/2011 in jedem europäischen Team sechs inländische Fußballer in der Startelf stehen.
  • 29. Oktober 2007: Der Weltverband FIFA wird die Rotation bei der Austragung der WM-Endrundenturniere unter den sechs Konföderationen abschaffen. Diese Entscheidung fasste das Exekutivkomitee bei einer Sitzung in Zürich.
  • 11. Oktober 2007: Aktueller Fernsehtipp: "Die FIFA – Macht und Machenschaften im Weltfußball". Wir wollen Euch jetzt mal den folgenden Film ans Herz legen. Es ist eine Reportage des NDR, in der man sich mit den Machenschaften der FIFA beschäftigt. Der Film zeigt Funktionäre des Weltverbandes zwischen globalen Visionen und kleinlichen Machtkämpfen. Männer, die sich auf Augenhöhe mit Regierungschefs und Wirtschaftsführern sehen – und wie diese immer wieder im Zentrum von Affären stehen. Entsprechend fallen die Fragen der Dokumentation aus: Sind wichtige FIFA-Funktionäre bestechlich? Wie haben FIFA-Manager Geschäftspartner gegeneinander ausgespielt? Welche Rolle spielt Sepp Blatter bei den Machenschaften seines Verbandes? mehr... (http://www.ftd.de/sport/264103.html) Sendetermine:
    • heute, Donnerstag, 11. Oktober 2007, 22:45 Uhr (ARD)
    • Samstag, 13. Oktober 2007, 14:03 Uhr (ARD Digital)
    • Sonntag, 14. Oktober 2007, 23:15 Uhr (ARD Digital)
  • 10. Oktober 2007: Der Fußball-Weltverband FIFA wird bei der Klub-Weltmeisterschaft in Dezember zwei Torrichter pro Spiel testen. Bei dem Turnier wird auch ein in den Ball integrierter Chip zum Einsatz kommen, der in fraglichen Situation über „Tor oder nicht Tor“ entscheiden soll.
  • 19. Juli 2007: Venezuela, das in den vergangenen Wochen die Copa America 2007 organisiert hatte, will sich für die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2014 bewerben. Obwohl die offizielle Bewerbungsfrist seit April abgelaufen ist, will Staatspräsident Hugo Chavez die FIFA um eine Ausnahme ersuchen. Bisher ist Brasilien der einzige Bewerber für die Austragung der WM 2014, die am 30. Oktober in Zürich vergeben wird.
FIFA: Erst über 3000 Metern Spielverbot
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FIFA: Erst über 3000 Metern Spielverbot
  • 28. Juni 2007: Der Fußball-Weltverband FIFA will offizielle Spiele nach einer Kurskorrektur erst über 3000 Meter über dem Meeresspiegel verbieten. Mit dieser Entscheidung wurde die Entscheidung korrigiert, Pflichtspiele über 2500 Meter über dem Meeresspiegel nicht mehr zu erlauben. Gegen die ursprüngliche Entscheidung hatte der südamerikanische Verband Einspruch eingelegt. Nach der neuen Regelung darf im kolumbianischen Bogota und Ecuadors Hauptstadt Quito gespielt werden. Dagegen ist Boliviens Hauptstadt La Paz bei 3600 Meter Höhe weiterhin von dem Fußballverbot betroffen.
  • 27. Juni 2007: Die FIFA erwägt eine Unterbrechung ihres kontinentalen Rotations-Systems für die Ausrichtung von WM-Turnieren. Das bestätigte Joseph Blatter nach der Sitzung des Exekutivkomitees in Zürich. Den Ausagen des Schweizers zufolge soll bereits die WM-Endrunde 2018 wieder in Europa stattfinden, obwohl nach der erst seit 2002 laufenden Rotation und der 2014 voraussichtlich in Brasilien stattfindenden WM zunächst noch die Kontinentalverbände von Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik und Ozeanien mit der Rolle eines WM-Gastegebers an der Reihe wären. Laut Blatter hat England Interesse signalisiert.
  • 26. Juni 2007: FIFA-Präsident Sepp Blatter hat das Prinzip der regionalen Rotation bei der Ausrichtung der Weltmeisterschaft in Frage gestellt. Angesichts der gewaltigen Größenordnung beim Interesse von Stadionbesuchern und Fernsehzuschauern spiele es keine Rolle mehr, wo eine WM ausgetragen werde, sagte er in Chicago.
  • 16. Juni 2007: Malis Nationalspieler Frederic Kanoute hat sich über die FIFA beschwert. Anstatt mit seinem Nationalteam in der Africa-Cup-Qualifikation gegen Sierra Leone zu spielen, muss der 29-Jährige bei seinem Club FC Sevilla am letzten Spieltag der spanischen Primera Divsion antreten. "Das zeigt den Mangel an Respekt mir und Mali gegenüber", sagte Kanoute, "wir sind nicht wichtig für die Fifa." Der Weltverband und der Verband Malis hatten in den vergangenen Tagen bereits dem Wunsch Real Madrids nachgegeben, das Mittelfeldspieler Mahamadou Diarra im Kampf um die Meisterschaft einsetzen will. Die Entscheidung um den Meistertitel Spaniens fällt an diesem Wochenende. Kanoute ist bester Torschütze des FC Sevilla, der als dritter noch eine kleine Chance auf den Titelgewinn hat.
  • 29. Mai 2007: FIFA-Präsident Joseph Blatter hat das neue Hauptquartier des Fußball-Weltverbandes in Zürich eingeweiht. Einen Tag vor Beginn des FIFA-Kongresses bezeichnete der Schweizer das rund 150 Millionen Euro teure Bauwerk als außergewöhnliches Gebäude. Die Architekten hätten ein "Kunstwerk geschaffen". In der Zentrale arbeiten die 120 FIFA-Mitarbeiter bereits seit knapp einem Jahr. Wegen der damals bevorstehenden WM wurde die Einweihung auf den Vortag des FIFA-Kongresses terminiert, bei dem sich Blatter im Amt als FIFA-Chef bestätigen lassen will. An der Feier nahmen mehr als 1000 Gäste teil.
  • 27. Mai 2007: Um mögliche Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, hat der Weltverband FIFA ein Höhen-Limit für Pflichtspiele von Nationalteams eingeführt. Aus medizinischen Gründen und damit zum besseren Schutz der Spieler entschied das FIFA-Exekutivkomitee, dass in Zukunft keine internationalen Spiele mehr an Orten über 2500 Metern über dem Meeresspiegel ausgetragen werden dürfen. Vor allem die Tatsache, dass im bolivianischen La Paz in 3700 Metern Höhe gespielt wurde, hatte immer wieder zur Kritik geführt. Bolivien hatte in Qualifikationsspielen zu Hause immer wieder überraschende Ergebnisse erzielt.
  • 27. Mai 2007: Franz Beckenbauer will sich als künftiges Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees besonders um soziale Projekte des Weltverbandes kümmern. "Dies kommt meinen Vorstellungen entgegen. International bin ich sehr an der Unterstützung der ärmsten unter den FIFA-Mitgliedern interessiert", sagte er auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (http://www.dfb.de/index.php?id=27). Beckenbauer rückt beim FIFA-Kongress am Donnerstag in die so genannte Fußball Weltregierung auf. Zugleich betonte der "Kaiser" die Bedeutung der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika für den gesamten Kontinent. "Der Stolz von ganz Afrika hängt an dieser WM", sagte er.
  • 15. Mai 2007: FIFA-Boss Sepp Blatter ist weiter zuversichtlich, dass die WM 2010 wie geplant in Südafrika stattfinden kann. Zugleich ist für ihn aber auch Deutschland erster Ersatzkandidat: „Erste Wahl wäre, nach Deutschland zurückzukehren“, sagte der Schweizer am Dienstag in Zürich.
  • 19. April 2007: Der spanische Erstligist Atletico Madrid hat wegen einer Verletzung seines Stürmers Maxi Rodriguez den Weltverband FIFA auf Schadensersatz verklagt. Wie das Sportblatt "Marca" berichtet, verlangt der neunmalige Meister von der FIFA eine Entschädigung von 2,5 Millionen Euro. Der Argentinier Rodriguez hatte sich in einem Länderspiel gegen Spanien einen Kreuzbandriss zugezogen und war sechs Monate ausgefallen. Nach Ansicht von Atletico verstoßen die Bestimmungen der FIFA über die Abstellung von Nationalspielern gegen das Recht der Europäischen Union.
  • 25. März 2007: Joseph Blatter, Präsident des Fußball Weltverbandes FIFA, schließt auch eine Kandidatur für eine vierte Wahlperiode nicht aus. Der Nachrichtenagentur "Reuters" sagte der 71-Jährige: "Weshalb sollte ich in vier Jahren aufhören? Jetzt starte ich meine dritte Amtszeit, und wer weiß, was dann passiert?" Ursprünglich hatte Blatter bei seiner ersten Wahl 1998 dafür plädiert, dass ein FIFA-Präsident spätestens nach acht Jahren den Stab weitergeben müsse. Davon ist jetzt keine Rede mehr. Dazu Blatter: "1998 haben sie mich nicht gewollt und jetzt bieten sie mir die Präsidentschaft auf dem Silbertablett an."
  • 23. März 2007: Der Weltverband hat im abgelaufenen Finanzjahr einen Gewinn von 187 Millionen Euro verbucht. Das Organisationskomitee der WM 2006 hatte der FIFA vom Gewinn in Höhe von 156 Millionen Euro 44 Millionen zurückgezahlt. Der Verband hatte dem OK zuvor einen Organisationszuschuss von 170 Millionen Euro gewährt.
  • 27. Januar 2007: Michel Platini ist neuer UEFA-Präsident und damit auch automatisch neuer Vize-Präsident der FIFA. Platini erhielt 27 Stimmen der Delegierten, für den bisherigen UEFA-Präsidenten Lennart Johansson votierten lediglich 23 Funktionäre. Erstmals überhaupt wurde damit in der 52-jährigen Geschichte des europäischen Verbandes der amtierende Präsident abgewählt. Franz Beckenbauer wurde anstelle von Gerhard Mayer-Vorfelder in das Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA gewählt.
  • 7. Dezember 2006: FIFA-Präsident Joseph Blatter hat Brasilien in Bezug auf die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2014 unter Druck gesetzt. "Wir haben gesagt, dass die WM 2014 in Südamerika stattfinden wird. Aber wenn es dort keinen geeigneten Kandidaten gibt, dann würden wir nach Norden ziehen", sagte Blatter bei der Sitzung des Exekutivkomitees der FIFA. Gemäß der Rotation der Kontinentalverbände wäre nach Südafrika Südamerika an der Reihe. Dort bewirbt sich aber von den zehn Landesverbänden lediglich Brasilien um das Turnier, mit Unterstützung der Nachbarn. Blatter warnte davor, den Zuschlag als Selbstläufer zu betrachten.
  • 6. Dezember 2006: FIFA-Vizepräsident Jack Warner ist von der Disziplinarkommission der FIFA vom Vorwurf der Vorteilsnahme durch den Verkauf von WM-Eintrittskarten entlastet worden. Das Gremium fand keine Anhaltspunkte, dass der Spitzenfunktionär aus Trinidad und Tobago durch Geschäfte mit WM-Tickets gegen interne Regularien verstoßen habe. Kommissions-Chef Marcel Mathier empfahl der FIFA-Exekutive, Warner die Missbilligung seines Verhaltens auszusprechen. Warner soll vor der WM Tickets zum Normalpreis bestellt und sie für rund 730.000 Euro über das seinem Sohn gehörende Reisebüro Simpaul verkauft haben.
  • 29. November 2006: Fabio Cannavaro, Ronaldinho und Zinedine Zidane sind die verbliebenen drei Kandidaten für die Auszeichnung als Weltfußballer des Jahres 2006. Dies gab die FIFA bekannt. Bei den Frauen hat Renate Lingor vom 1.FFC Frankfurt die Chance, Nachfolgerin der diesmal nicht berücksichtigten Birgit Prinz zu werden. Die Nationalspielerin befindet sich neben der Amerikanerin Kristine Lilly und der Brasilianerin Marta in der Entausscheidung. Der Weltverband FIFA zeichnet die von Trainern und Kapitänen der Nationalmannschaften gewählten Jahresbesten bei einer Gala am 18. Dezember aus.
  • 3. Juli 2006: Ohne Torsten Frings muss die deutsche Nationalmannschaft am Dienstag in Dortmund das WM-Halbfinale gegen Italien bestreiten. Die Disziplinarkommission der FIFA verurteilte den Bremer heute um 16:30 Uhr wegen seiner Beteiligung an den Handgreiflichkeiten im Anschluss an das Viertelfinale gegen Argentinien zu einem Spiel Sperre und sechs Monaten auf Bewährung. Das Gremium sah es nach Studium der Fernsehbilder als erwiesen an, dass Frings dem Argentinier Julio Cruz in Gesicht geschlagen hat. Außerdem muß der Werderaner eine Geldbuße von 5000 Schweizer Franken zahlen. Für Frings dürfte Sebastian Kehl von Beginn an spielen. Die voraussichtliche Aufstellung...
  • 23. April 2006: Franz Beckenbauer hat erneut die Rolle des Weltverbandes FIFA bei der WM kritisiert. "Das sind Störfeuer, die mich wütend machen", sagte der Chef des WM-Organisationskomitees in der ARD-Talksendung "Beckmann (http://www.daserste.de/beckmann/)" mit Blick auf "die Nörgelei" des Weltverbandes am WM-Ticketsystem. Die Absage der geplanten WM-Gala durch die FIFA bezeichnete Beckenbauer in der morgen um 22:45 Uhr ausgestrahlten Sendung als Blamage.
  • 5. Dezember 2005: Der Weltfußballverband erweitert seine Medienrichtlinien. Das WM-Maskottchen Goleo, das WM-Logo und der WM-Pokal dürfen jetzt auch zur Illustration redaktioneller Beiträge auf den Titelseiten der Zeitungen abgebildet werden. Außerdem dürfen die WM-Marken - abgegrenzt zu den Anzeigen - als Gestaltungselement im Sportteil der Zeitungen verwendet werden. Hierauf einigten sich der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und der Weltfußballverband FIFA in den seit einigen Monaten laufenden Verhandlungen. Die erweiterten FIFA-Medienrichtlinien zur Logo-Verwendung werden Mitte Dezember 2005 auf der FIFA-Homepage (http://www.fifaworldcup.com) veröffentlicht.

Literatur

  • Christiane Eisenberg; Pierre Lanfranchi; Tony Mason: FIFA 1904-2004 : 100 Jahre Weltfußball. Die Werkstatt Verlag, Göttingen 2004, 320 S. ISBN 3-89533-442-1
  • Marc-Philippe Weller: Die FIFA-Fußball-WM 2006 im Lichte des Privatrechts. In: Juristische Schulung. - 46 (2006), Bd. 46 (2006), 6, S. 497-502
  • Corina Luck: Arbitration in football : issues and problems highlighted by FIFA's experiences with the court of arbitration for sports. Schulthess, Polygraph. Verl., Zürich 2004. 114 S. (Zugl.: Zürich, Univ., Diplomarbeit, 2004) ISBN 3-7255-4905-2
  • Hans-Gert Bovelett: Rechtsprobleme der privaten Arbeitsvermittlung im Berufssport : dargestellt am Beispiel der Spielervermittlung im Profifußballbereich unter besonderer Berücksichtigung der "FIFA-Bestimmungen für Agenten der Spieler" vom 20. Mai 1994. Lang, Frankfurt am Main 2000. 170 S. (Zugl.: Rostock, Univ., Dissertation 1999; Europäische Hochschulschriften Reihe 2, Rechtswissenschaft 2938) ISBN 3-631-34901-7
  • Andrew Jennings: FOUL! The Secret World of FIFA: Bribes, Vote-Rigging and Ticket Scandals, Harper Collins 2006, ISBN 0007208111

Weblinks


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel FIFA (http://de.wikipedia.org/wiki/FIFA) aus der deutschsprachigen Wikipedia (http://de.wikipedia.org) in der Version vom 24. August 2005. Eine Liste der Hauptautoren (History) gemäß GNU FDL ist hier (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=FIFA&action=history) zu finden.
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