Franz Beckenbauer
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Franz Beckenbauer (* 11. September 1945 in München) ist ein deutscher Fußballspieler, Trainer und Funktionär.
Seit 1994 ist Franz Beckenbauer Präsident des FC Bayern München. Zusätzlich ist er Vorsitzender des Organisationskomitee zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und hat die erfolgreiche WM-Bewerbung geleitet. Außerdem ist er seit einigen Jahren einer der Vizepräsidenten des DFB.
Beckenbauer war deutscher Nationalspieler, Teamchef der deutschen Fußballnationalmannschaft sowie Vereinstrainer des FC Bayern München. Was seine Erfolge als Spieler, Trainer und Präsident betrifft, ist er die herausragendste Fußballpersönlichkeit in Deutschland.
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Biografie
Karrierebeginn
Franz Beckenbauer wurde 1945 als Sohn eines Postbeamten in München-Giesing geboren. Er verbrachte seine Jugendzeit am Knabeninternat der Jesuiten in Ingolstadt und erlernte das Fußballspiel beim SC 1906 München. Im Jahre 1958 plante Beckenbauer den Wechsel zu einem größeren Verein. Der TSV 1860 München war damals der größte Club in München und der 13-jährige Franz wäre auch dorthin gewechselt, wenn er nicht während eines Spieles für den MSC mit einem der Löwen-Spieler aneinander geraten wäre. Nachdem diese Streiterei sogar mit einer Ohrfeige gegen die spätere Fußball-Ikone geendet hatte, änderte Beckenbauer seine Pläne und wechselte schließlich für die folgende Saison zum FC Bayern München, der damaligen Nummer 2 in der Stadt. Als er noch keine 20 Jahre alt war, debütierte Beckenbauer für die Bayern in der Regionalliga (damals zweithöchste Spielklasse), wo er als Linksaußen auflief und ein Tor erzielte. 1964 absolvierte Beckenbauer drei Länderspiele in der DFB-Jugendauswahl.
Spielererfolge
Sein Stern ging bei der Fußballweltmeisterschaft 1966 in England auf, als er, wie er es mittlerweile in der Nationalelf sehr häufig tat, im defensiven Mittelfeld spielte. Im Endspiel gegen England musste er gegen Bobby Charlton spielen, den überragenden Spieler der Engländer. Später sagte man, durch diese Manndeckeraufgabe des damals 20-jährigen Beckenbauer habe sich Deutschland der Siegchance im Endspiel beraubt. Auch bei der Weltmeisterschaft vier Jahre später in Mexiko durfte Beckenbauer nicht auf der geliebten Liberoposition spielen, da dort noch Willi Schulz agierte. Im Halbfinale im Jahrhundertspiel gegen Italien zog er sich eine schwere Schulterverletzung zu und musste, da das Auswechselkontingent der deutschen Mannschaft erschöpft war, mit verbundener Schulter weiterspielen.
Mit dem FC Bayern München schaffte er 1965 den Aufstieg von der Regionalliga in die Fußball-Bundesliga. Ihm gelangen vier deutsche Meistertitel in München, vier Europapokalsiege sowie vier DFB-Pokalerfolge. Der Defensivmann, der jedoch stets auch das Angriffsspiel seines Teams ankurbelte, bestritt in den zwölf Jahren als Nationalspieler 103 Länderspiele und schoss 14 Tore. 1972 führte der Münchner als Kapitän Deutschland zum Europameistertitel durch einen 3:0-Endspielsieg gegen die UdSSR.
Im Jahre 1974 folgte dann der größte Erfolg im Weltmeisterschaftsfinale gegen die niederländische Fußballnationalmannschaft: Deutschland wurde durch ein 2:1 zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. Er nahm an drei Weltmeisterschaften (1966, 1970 und 1974) teil. Im Jahre 1977 wechselte Beckenbauer zu Cosmos New York in das damalige Fußball-Entwicklungsland USA und wurde dort dreifacher US-amerikanischer Meister (1977, 1978, 1980). Nach seiner Rückkehr in die Fußball-Bundesliga im Jahre 1980 spielte Beckenbauer beim Hamburger SV. Bevor er seine aktive Laufbahn 1982 beendete, errang Franz Beckenbauer mit dem HSV seinen fünften Meistertitel. Im Sommer des folgenden Jahres ließ er sich jedoch noch einmal zu einer letzten Saison bei Cosmos New York als Spieler überreden.
Als Fußballspieler wurde er in den Jahren 1966, 1968, 1974 und 1976 zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt. 1972 und 1976 war er Europas Fußballer des Jahres. Im Laufe seiner Bundesligakarriere absolvierte er 424 Bundesliga-Spiele, davon 396 für den FC Bayern München und 28 für den Hamburger SV. Alle 44 Bundesliga-Tore erzielte er für die Bayern.
Teamchef
1984 übernahm er als Teamchef die deutsche Nationalmannschaft und führte sie 1986 ins WM-Endspiel und 1990 zum dritten Weltmeistertitel. Damit gelang Franz Beckenbauer ein seltenes Kunststück: Er war nach Mario Zagallo der Zweite, der sowohl als Spieler wie auch als Trainer Fußball-Weltmeister wurde.
Vereinstrainer/Präsident
In der Saison 1990/91 arbeitete Beckenbauer für Olympique Marseille (zunächst als Cheftrainer, später dann als technischer Direktor). Am 25. November 1991 wurde Beckenbauer zum Vizepräsidenten des FC Bayern München gewählt. Er trat anschließend insgesamt zweimal als Interimscoach bei den Bayern in Erscheinung. Im Jahr 1994 errang er auch in der Funktion des Trainers den deutschen Meistertitel, sowie 1996 erstmalig den UEFA-Cup.
Sportpolitische Karriere
Seit 1994 ist er Präsident des FC Bayern München. Franz Beckenbauer unterstützte als Vorsitzender des Bewerbungskomitees die Bewerbung um die Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland. Der "größte sportpolitische Erfolg des vereinten Deutschlands", sei in erster Linie Franz Beckenbauer zu verdanken, schrieb die FAZ 2004. Bundeskanzler Gerhard Schröder attestierte ihm, er sei eine "geglückte Mischung aus Selbstbewusstsein, Sensibilität und Bescheidenheit." Er ist Leiter des Organisationskomitees für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Nach dem Rücktritt von Rudi Völler als Bundestrainer am 24. Juni 2004 gründete Franz Beckenbauer die Trainerfindungskomission (TFK) um einen neuen Bundestrainer für die deutsche Nationalmannschaft zu finden.
Franz Beckenbauer kündigte Anfang 2005 an bei der nächsten Wahl um das Präsidentenamt der UEFA zu kandidieren, jedoch entschied er sich dann doch anders und unterstützte Lennart Johansson, der am 26. Januar 2007 jedoch gegen Michel Platini verlor. Franz Beckenbauer wurde anstelle von Gerhard Mayer-Vorfelder in das Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA gewählt.
Spitzname "Der Kaiser"
Seit 1968 wird Beckenbauer, vor allem von Fans und wohlwollender Presse, als Kaiser bezeichnet. Anlässlich eines Freundschaftsspiels des FC Bayern München in Wien posierte er neben einer Büste des ehemaligen österreichischen Kaisers Franz II. Joseph Karls. In der Berichterstattung wurde er nun als "Fußball-Kaiser" bezeichnet, woraufhin sich die Bezeichnung Kaiser rasch verbreitete und verselbständigte.
Medienfigur
Beckenbauer wird aufgrund seines Fußballsachverstandes oft als Kommentator eingesetzt und hat eine eigene Kolumne bei der BILD-Zeitung. Aufgrund seiner enormen Popularität im In- und Ausland wirbt Beckenbauer für zahlreiche Produkte: derzeit für o2 Germany, die Postbank und die Sponsoren der Fußballweltmeisterschaft 2006. Schon als junger Spieler warb er für Suppen von Knorr mit dem Slogan "Das schmeckt!". Mit seinen Werbeverträgen hat er mittlerweile mehr Geld erwirtschaftet als in seiner Fußballkarriere.
Privates
Zur Unterstützung behinderter, bedürftiger und unverschuldet in Not geratener Menschen gründete er die Franz-Beckenbauer-Stiftung. Franz Beckenbauer ist Vater von vier Söhnen (Thomas, Michael, Stefan und Joel-Maximilian) sowie einer Tochter (Francesca). Am 18. November 2004 wurde er nach 14-jähriger Ehe von seiner zweiten Frau Sybille Beckenbauer geschieden. Beckenbauer lebt mit Heidi Burmester, von der er mittlerweile zwei Kinder hat, im österreichischen Kitzbühel. Sein Sohn Stefan Beckenbauer spielte 1992/93 für den 1. FC Saarbrücken in der Fußball-Bundesliga. Beckenbauer ist ein leidenschaftlicher Golfspieler mit Handicap 7.
Erfolge
Erfolge als Spieler
- Weltmeister (1974)
- Vizeweltmeister (1966)
- WM-Dritter (1970)
- Europameister (1972)
- Vizeeuropameister (1976)
- Europapokal der Landesmeister-Sieger (1974, 1975 und 1976) mit Bayern München
- UEFA-Cup-Zweiter (1982) mit Hamburger SV
- Pokal der Pokalsieger: Sieger (1967) mit Bayern München
- Weltpokalsieger: Weltpokalsieger (1976) mit Bayern München
- Deutscher Pokalsieger: Deutscher Pokalsieger (1966, 1967, 1969 und 1971) mit Bayern München
- Deutscher Meister: Deutscher Meister (1969, 1972, 1973, 1974) mit Bayern München sowie (1982) mit Hamburger SV
- Fußball-Bundesliga: Platz 2 (1970, 1971) mit Bayern München sowie (1981) mit Hamburger SV
Erfolge als Trainer
- Weltmeister 1990 mit Deutschland
- Vizeweltmeister 1986 mit Deutschland
- UEFA-Cup-Sieger 1996 mit Bayern München
- Deutscher Meister 1994 mit Bayern München
- Fußball-Bundesliga-Zweiter: 1996 mit Bayern München
Literatur
- Franz Beckenbauer: Einer wie ich, C. Bertelsmann, München, 1975, ISBN 3570019438
- Peter Stützer: Der Kaiser Franz Beckenbauer, Delphin-Verlag, Köln 1985, ISBN 3773552572
- Hans Blickensdörfer: Der Kaiser - Die Franz Beckenbauer Story, 1991, ISBN 3517012696
- Franz Beckenbauer: Ich - Wie es wirklich war, C. Bertelsmann, München, 1992, ISBN 3570020797
- Silke Wiedemann: Franz Beckenbauer, Lehrach, 2002, ISBN 3980615162
- Harald Irnberger: Franz Beckenbauer. Ein Bayer zwischen Wahn und Wirklichkeit, Werner Eichbauer Verlag 2002, ISBN 3901699287
- Torsten Körner: Franz Beckenbauer, Verlag Scherz, Mai 2005, ISBN 3502183910 (noch nicht erschienen)
Film
- Libero - Regie: Wigbert Wicker (Deutschland 1973)
News zu Franz Beckenbauer
- 29. Oktober 2007: Franz Beckenbauer hat eine neue Aufgabe. Er ist jetzt Vizepräsident der FIFA-Kommission für Frauen-Fußball. Die Kommission ist zur Entwicklung von nachhaltigen Maßnahmen zur Stärkung des Frauen-Fußballs. Im FIFA-Headquarter in Zürich wird morgen um 15.00 Uhr die Frauen-WM 2011 vergeben.
- 27. Juni 2007: Nach dem Großeinkauf von Bayern München, wird der Druck auf Trainer Ottmar Hitzfeld und seinen Luxus-Kader nun riesig groß. Die deutsche Meisterschaft ist fest eingeplant, aber auch im UEFA-Cup und im DFB-Pokal sind Erfolge Pflicht. Präsident Franz Beckenbauer fordert nach der Verpflichtung von Nationalstürmer Miroslav Klose zudem "attraktiven Fußball im englischen Stil". Hitzfeld bittet jedoch schon jetzt um Geduld. "Wir haben großartige Individualisten, aber es wird nicht so sein, dass wir gleich super spielen. Es braucht Zeit, bis sich die Mannschaft gefunden hat", sagte der Bayern-Coach.
- 27. Mai 2007: Franz Beckenbauer will sich als künftiges Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees besonders um soziale Projekte des Weltverbandes kümmern. "Dies kommt meinen Vorstellungen entgegen. International bin ich sehr an der Unterstützung der ärmsten unter den FIFA-Mitgliedern interessiert", sagte er auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (http://www.dfb.de/index.php?id=27). Beckenbauer rückt beim FIFA-Kongress am Donnerstag in die so genannte Fußball Weltregierung auf. Zugleich betonte der "Kaiser" die Bedeutung der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika für den gesamten Kontinent. "Der Stolz von ganz Afrika hängt an dieser WM", sagte er.
- 23. Mai 2007: Treffpunkt Champions-League-Finale. Neben Bundestrainer Joachim Löw mit Co-Trainer Hans-Dieter Flick sind heute auch Ottmar Hitzfeld (als Experte des DSF), Otto Rehhagel und Franz Beckenbauer (beide für Premiere) in Athen bei AC Milan gegen FC Liverpool.
- 29. März 2007: In der sogenannten "Knöllchen-Affäre" um Franz Beckenbauer hat die Disziplinarkammer des Verwaltungsgerichts München gestern bereits den dritten Beamten aus dem Dienst entlassen. Der 57 Jahre alte Kreisverwaltungsmitarbeiter hatte im Sommer 2005 ein Bußgeldverfahren wegen Geschwindigkeitsüberschreitung gegen Beckenbauer fallengelassen. Zwei ebenfalls in den Fall verstrickte Polizisten waren schon früher entlassen worden. Alle drei waren zuvor von einem Strafgericht wegen Urkundenfälschung zu acht Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden, sind jedoch in Berufung gegangen.
- 10. März 2007: Das DFB-Präsidium hat heute die Auflösung des WM-Organisationskomitees beschlossen. Die noch verbleibenden Aufgaben des Gremiums wird die DFB-Zentralverwaltung übernehmen. Schon am 1. März hatte der Aufsichtsrat dem Präsidium des WM-OKs die vollständige Erfüllung aller Verpflichtungen bestätigt und es damit zugleich entlastet. DFB-Chef Theo Zwanziger dankte dem WM-OK-Vorsitzenden Franz Beckenbauer: "Was er viele Jahre lang als internationaler Botschafter geleistet hat, ist einzigartig."
- 21. Februar 2007: Hick-Hack ... Kaiser Franz hat es sich anders überlegt. Hat er vor wenigen Tagen nicht ausgeschlossen, dass Bernd Schuster neuer Bayern-Trainer wird, ist er nach reiflichem Nachdenken zu der Überzeugung gelangt, dass Trainerbilanz und –stationen des blonden Engels den bayerischen Anforderungen noch nicht genügen. Die Frage also bleibt: Solls Lorant richten?
- 27. Januar 2007: Michel Platini ist neuer UEFA-Präsident. Platini erhielt 27 Stimmen der Delegierten, für den bisherigen Präsidenten Lennart Johansson votierten lediglich 23 Uefa-Funktionäre. Erstmals überhaupt wurde damit in der 52-jährigen Geschichte des Verbandes der amtierende Präsident abgewählt. Franz Beckenbauer wurde anstelle von Gerhard Mayer-Vorfelder in das Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA gewählt.
- 24. Januar 2007: Franz Beckenbauer, langjähriger Repräsentant des DFB-Ausrüsters Adidas, regt eine genaue Prüfung der Offerte des US-Sportartikelherstellers Nike durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) an. "Wenn ein Verband ein solches Angebot wegschmeißt, macht er sich strafbar", sagte er bei einem Pressegespräch in Frankfurt/Main. Nike hatte dem DFB für einen Acht-Jahres-Vertrag ab 2011 rund eine halbe Milliarde Euro geboten. Beckenbauer wird auf dem DFB-Bundestag im Herbst wieder im Präsidium vertreten sein. Somit kann er direkt Einfluss auf die Verhandlungen mit adidas und Nike nehmen.
- 22. Januar 2006: Vor der WM tourte er durch die Fußball Welt- und auch in Zukunft will Franz Beckenbauer als designiertes europäisches Mitglied der FIFA-Exekutive rund um den Globus unterwegs sein. "Mal schauen, was mir die anderen Exekutivkomiteemitglieder übrig lassen. Was ich gerne machen würde, wären internationale Aufgaben und Missionen. Ich kenne mich in der Welt halt aus und weiß, wo die Ärmsten der Armen sind. Da ein bisschen zu helfen, wäre mir eigentlich am liebsten", sagte der "Kaiser" der "FAZ".
- 9. Januar 2006: WM 2006-OK-Chef Franz Beckenbauer ist im Rahmen der von der International Federation of Football History and Statistics (IFFHS) (http://www.iffhs.de) ausgerichteten World Football Gala in Salzburg als außergewöhnliche Persönlichkeit des Weltfußballs zum "Genius of World Football 2006" gekürt worden. Nationaltorwart Jens Lehmann wurde als zweitbester Torhüter ausgezeichnet. Welttorhüter zum dritten Mal nach 2003 und 2004 ist der Italiener Gianluigi Buffon. Der Titel des besten Trainers ging an den italienischen Nationalcoach Marcello Lippi. Jürgen Klinsmann rangiert auf Platz drei.
- 23. Dezember 2006: Am Donnerstag mimte Komiker Olli Dietrich in der ARD-Sendung Harald Schmidt den Fußball-Kaier Franz Beckenbauer. Als Beckenbauer verkleidete und in gewohnter Kaiser-Manier gab er Antworten auf die Fragen des Moderators Harald Schmidt. 2,04 Millionen Menschen sahen die Spezialausgabe mit dem Titel "Was tun, Herr Beckenbauer". Wer die Sendung verpasst hat, kein Problem: Teil I (http://www.youtube.com/watch?v=asGJZJ95rcQ), Teil II (http://www.youtube.com/watch?v=-2v6blAf9ec).
- 21. Dezember 2006: Bei der Welcome-Tour vor der Weltmeisterschaft 2006 tourte der Kaiser durch die Fußball-Welt - und nach Meinung von Theo Zwanziger soll Franz Beckenbauer auch in der Zukunft für den Deutschen Fußball Bund (DFB) rund um den Globus unterwegs sein. "Ich wünsche mir, und wir sind da in Gesprächen, dass er internationaler Botschafter des DFB bleibt. Eine Art Außenminister also", sagte der DFB-Präsident der Münchner "tz". Zwanziger ist optimistisch, dass Beckenbauer das Angebot des Verbandes annehmen wird. "Ich denke, dass er dazu bereit sein wird", sagte er.
- 4. Dezember 2006: Für FIFA-Präsident Joseph Blatter ist die Einführung der so genannten "6+5" Regelung zur Ausländerbeschränkung im europäischen Fußball schon beschlossene Sache. "6+5 kommt - ganz sicher", sagt Blatter dem "kicker". Der von Franz Beckenbauer propagierte Vorschlag werde sich aber nur "Schritt für Schritt" umsetzen lassen. Blatter kündigte an, sich künftig verstärkt um die "Kontrolle der weltweiten Geldströme" kümmern zu wollen. Am Dienstag und Mittwoch entscheidet das FIFA-Exekutivkomitee unter der Leitung des Schweizers über den Zeitplan der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika.
- 25. Oktober 2006: Franz Beckenbauer hat sich bei den Präsidenten und Generalsekretären der europäischen Nationalverbände als Kandidat für das Fifa-Exekutivkomitee ins Spiel gebracht. "DFB-Präsident Theo Zwanziger hat mich ja überzeugt, und es wäre eine Ehre für mich, den deutschen Fußball in der Fifa zu repräsentieren", sagte der 61-Jährige. Beckenbauer wird sich beim Kongress der Europäischen Fußball-Union (Uefa) im Januar 2007 zur Wahl stellen. Dort werden die europäischen Vertreter für das Exekutivkomitee gewählt. Beckenbauer hatte im September auf dem außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt seine Kandidatur für das Exekutivkomitee bekannt gegeben.
- 23. April 2006: Franz Beckenbauer hat erneut die Rolle des Weltverbandes FIFA bei der WM kritisiert. "Das sind Störfeuer, die mich wütend machen", sagte der Chef des WM-Organisationskomitees in der ARD-Talksendung "Beckmann (http://www.daserste.de/beckmann/)" mit Blick auf "die Nörgelei" des Weltverbandes am WM-Ticketsystem. Die Absage der geplanten WM-Gala durch die FIFA bezeichnete Beckenbauer in der morgen um 22:45 Uhr ausgestrahlten Sendung als Blamage.
- 8. April 2006: Franz Beckenbauer hat es begrüßt, dass Klinsmann in der heftig diskutierten Torwartfrage vorzeitig eine Entscheidung gefällt hat. "Es ist gut, dass jetzt endlich für alle Beteiligten Klarheit besteht. Nachdem dieses Thema Gott sei Dank vom Tisch ist, können wir uns wieder auf den Fußball konzentrieren", sagte der Chef des Organisationskomitees der WM und Präsident des Rekordmeisters Bayern München in New York.
- 28. März 2006: Franz Beckenbauer und sein Team hat die Welcome-Tour beendet. Als letzte Station besuchte er gestern WM-Teilnehmer Australien. Der WM-OK-Präsident hat insgesamt 75.000 Flugmeilen hinter sich, was einer dreimaligen Erdumrundung entspricht. Innerhalb von 50 Reisetagen und 168 Flugstunden wurden bei dem Unternehmen "Welcome-Tour, das am 2. Oktober 2005 mit dem Besuch der iranischen Hauptstadt Teheran begonnen hatte, alle an der WM teilnehmenden Länder besucht.
- 14. Februar 2006: Der südamerikanische Fußballverband CONMEBOL hat Franz Beckenbauer mit dem großen Verdienstorden am Bande ausgezeichnet. Das ist die höchste Ehre, die der Verband aussprechen kann. Überreicht wurde der Orden dem Präsident des Organisationskomitees der WM 2006 heute in Paraguays Hauptstadt Asunción. Paraguay ist für Beckenbauer die 23. Station der "Welcome-Tour" zu allen WM-Teilnehmern. Vor seinem Auftritt in Asunción war "Kaiser Franz" am Vortag in Ecuador zum Ehrenbürger der Hauptstadt Quito ernannt worden.
- 6. Februar 2006: Franz Beckenbauer wird Ehrenbürger der ecuadorianischen Hauptstadt Quito. Das teilte der Fußballverband des Landes mit. Der Präsident des WM-Organisationskomitees wird auf seiner "Welcome-Tour" am 13. Februar Ecuador besuchen. Er werde dann die Schlüssel der Stadt erhalten und zum Ehrenbürger von Quito ernannt, hieß es. Die ecuadorianische Nationalmannschaft ist Gegner von Deutschland in der Vorrunde.
- 17. Dezember 2005: Auf seiner Welcome-Tour zur Weltmeisterschaft 2006 hat Franz Beckenbauer alle afrikanischen Mannschaften besucht. Er traf bei Privataudienzen die Staatspräsidenten von Angola, Togo, Ghana und der Elfenbeinküste sowie den tunesischen Premierminister. In Tunesien (12. Dezember), Angola (13.), Togo (14.), Ghana (15.) und an der Elfenbeinküste (16.) konnten Beckenbauer und OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach die Verbände bereits konkret über die drei Spielorte und deren Stadien informieren, in denen die Teams während der Gruppenphase der WM-Endrunde antreten werden. Die 31-Länder-Tour wird am 16. Januar 2006 in Mexiko fortgesetzt. Am Tag drauf besucht die Delegation des Organisationskomitees den deutschen Vorrundengegner Costa Rica. Trinidad und Tobago am 18. Januar und die USA am 19. Januar sind weitere Stationen.
- Franz Beckenbauer reist mit einer Delegation des OK in 50 Tagen dreimal um die Welt: Als Geste der Gastfreundschaft beginnt "der Kaiser" den Besuch aller WM-Teilnehmerländer. Bis zum 19. Februar 2006 wird er im Rahmen seiner Welcome-Tour alle 31 neben Deutschland qualifizierten WM-Teilnehmer besuchen.
Weblinks
- Franz Beckenbauer-Stiftung (http://www.beckenbauer.de)
- Zu seiner Trainerkarriere (http://www.dfb.de/dfb-team/nationalteam/statistik/trainer/beckenb.html)
- Portrait von Franz Beckenbauer (http://www.90min.ch/history/legend.php?id=3)
Mr. Wong
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