Helmut Schön

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Helmut Schön (geboren am 15. September 1915 in Dresden, gestorben am 23. Februar 1996 in Wiesbaden) war ein deutscher Fußballspieler und Trainer.

Als Spieler wurde er mit dem Dresdner SC 1943 und 1944 Deutscher Fußballmeister, mit der SG Dresden-Friedrichstadt 1950 Vize-DDR-Meister und gewann 1941 und 1942 den Tschammerpokal (Vorgänger des DFB-Pokals). Helmut Schön bestritt als Stürmer zwischen 1937 und 1941 16 Länderspiele für Deutschland und erzielte dabei 17 Treffer.

Als Spielertrainer trainierte er von 1945-49 die Sachsen-, von 1949-50 die Ostzonenauswahl, danach floh er angesichts auf Anweisung der SED-Führung verschobener Spiele in den Westen. 1952 bis 1956 trainierte er die Auswahl des damals selbständigen Saarlands. Mit dessen Mannschaft traf er in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1954 auf die Deutsche Nationalmannschaft.

1956 wurde er Assistent von Sepp Herberger, dem er am 9. November 1964 als Bundestrainer der Fußballnationalmannschaft nachfolgte.

Die Deutsche Fußballnationalmannschaft wurde unter Schön 1966 Vizeweltmeister bei der WM 66 in England, 1970 Dritter bei der WM in Mexiko, 1972 Fußballeuropameister bei der EM in Belgien, 1974 Fußballweltmeister in Deutschland und 1976 Vizeeuropameister bei der EM in Jugoslawien.

Helmut Schön ist damit der bisher erfolgreichste Bundestrainer.

Schön war Trainer bei zwei der dramatischsten Fußballspiele einer Deutschen Nationalmannschaft. Seine Mannschaft unterlag 1966 im WM-Endspiel England durch das Wembley-Tor, dem umstrittensten Tor der Fußballgeschichte, mit 2:4 nach Verlängerung und 1970 Italien im Halbfinale der WM in Mexiko nach Verlängerung mit 3:4 (das so genannte Jahrhundertspiel).

Bereits vor der Fußballweltmeisterschaft 1978 gab Helmut Schön bekannt, dass er nach der WM zurücktreten wird und sein Assistent Jupp Derwall sein Nachfolger wird. Leider kam es mit der 2:3-Niederlage in Córdoba gegen Österreich und dem damit verbundenen Ausscheiden bei der WM 1978 zu einem nicht gelungenen Abschied Helmut Schöns als Bundestrainer.

Helmut Schön starb 1996 an den Folgen der Alzheimerschen Krankheit.

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