Ivorische Nationalmannschaft

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  • 2. Februar 2008: Schwerer Schlag für Uli Stielike: Der 23-jährige Sohn des früheren Nationalspielers ist an den Folgen einer schweren Lungenkrankheit gestorben. In den vergangenen Wochen war Michael Stielike in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) behandelt und ins künstliche Koma versetzt worden. Er war auf eine Lungentransplantation angewiesen. Der Fußball-Verband der Elfenbeinküste (FIF) vermeldete den Tod. "Die FIF gibt bedauerlicher Weise den Tod des Sohnes von Trainer Stielike bekannt", erklärte Pressesprecher Eric Kakou, dessen Nationalmannschaft Stielike bis zur Erkrankung seines Sohnes trainiert hatte.
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  • 8. Januar 2008: 13 Tage vor Beginn des Afrika Cups ist Uli Stielike als Trainer der Fußballnationalmannschaft der Elfenbeinküste zurückgetreten. Der 53-Jährige begründete den Schritt mit einer schweren Krankheit seines Sohnes. Wie es hieß, müsse Stielike nach Deutschland zurückkehren, wo sein Sohn auf der Intensivstation eines Krankenhauses in künstlichem Koma behandelt werde Stielike, der das Traineramt im September 2006 übernommen hatte, soll den Angaben zufolge durch den Franzosen Gerard Gili ersetzt werden, der bereits das ägyptische Nationalteam betreut hat.
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Elfenbeinküste Die Ivorische Nationalmannschaft ist die Fußball-Nationalmannschaft der Republik Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste). Die größten Erfolge bei internationalen Turnieren waren bisher ein vierter Platz beim Confederations-Cup 1992, das Erreichen des Finales beim Afrika-Cup 2006 und das Erreichen der zweiten Runde bei der Qualifikation für die WM 2002.

Derzeit belegt die ivorische Nationalmannschaft Rang 32 (Stand März 2006) in der FIFA Weltrangliste.

Am 8. Oktober qualifizierte sich die Mannschaft, neben der Mannschaft Togos, Ghanas und Angolas für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Inhaltsverzeichnis

Qualifikation

Die Elfenbeinküste liegt in Westafrika u.a. neben  und am Atlantik
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Die Elfenbeinküste liegt in Westafrika u.a. neben Ghana und am Atlantik

Am 8. Oktober 2005 stand die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft fest. In der ivorischen Hauptstadt Abidjan feierten die Menschen ausgelassen das "Wunder von Omdurman", die nicht mehr für möglich gehaltene Qualifikation am letzten Spieltag der Afrika-Gruppe 3. Für zwei Tage war der Verkehr zum erliegen gekommen und auf den Häusern der Millionenmetropole wurden die Flaggen des Landes gehießt.

Die erste WM-Teilnahme der Elfenbeinküste ist insbesondere mit zwei Namen verbunden: Didier Drogba und Henri Michel.

Vor dem letzten Spieltag hatte der haushohe Gruppenfavorit Kamerun, fünfmaliger WM-Teilnehmer und bestplatzierte Mannschaft des Kontinents in der FIFA-Weltrangliste (23. im Oktober 2005) alle Trümpfe in der Hand. Ein eigener Sieg zu Hause gegen Ägypten hätte die WM-Fahrkarte bedeutet. Beim Stand von 1:1 bekamen die "unbezähmbaren Löwen"in der vierten Minute der Nachspielzeit einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen. Wome scheiterte am Pfosten – und Kamerun war draußen. Zwar hatte Rodolph Douala (21.) die Löwen in Führung gebracht, doch zehn Minuten vor dem Abpfiff schoss Ägyptens Mohamed Shawky (80.) mit dem Ausgleich die Elfenbeinküste nach Deutschland. Elfenbeinküste gewannen ihr letztes Spiel in Omdurman gegen den Sudan durch Tore von Kanga Akale (23.), Didier Drogba (53.) und Aruna Dindane (78.) mit 3:0 (2:0).

Lange Zeit hatte es in der Ausscheidung nach einem Durchmarsch der überraschend starken Ivorer ausgesehen. Das Team, das nur einmal (1992) den Afrika-Cup gewann und für die Afrikameisterschaft 2004 in Tunesien gar nicht qualifiziert war, hatte nach dem 6. von zehn Spieltagen vier Zähler Vorsprung auf Kamerun. Aber drei Siege in Folge brachten das ehemalige Team des Ende 2004 gefeuerten deutschen Trainers Winfried Schäfer wieder heran. Am vorletzten Spieltag konnte die Elfenbeinküste trotzdem daheim gegen Kamerun mit einem Sieg alles klar machen. Doch nach dem Schlusspfiff herrschte unter den 35.000 Fans im „Felicia“-Nationalstadion von Abidjan Weltuntergangsstimmung. Kamerun siegte dank eines Dreierpacks von Achille Webo (CA Osasuna) 3:2 und benötigte jetzt selbst nur noch einen Heimsieg.

Niemand hatte die Elfenbeinküste noch auf der Rechnung. Umso größer war zum guten Schluss die Begeisterung in der ehemaligen französischen Kolonie über die nicht mehr für möglich gehaltene sensationelle Qualifikation.

Der Trainer

Nationaltrainer Henri Michel hält sich bescheiden im Hintergrund "Die eigentlichen Helden sind die Spieler. Jetzt müssen sie auch die Möglichkeit haben, sich von ihrem Volk feiern zu lassen", erklärte Cheftrainer Michel. Der 58 Jahre alte Franzose, als Spieler WM-Teilnehmer 1978 und als Trainer mit Frankreich 1986 WM-Dritter, kennt sich im afrikanischen Fußball bestens aus. 1994 führte er Kamerun zur Weltmeisterschaft, vier Jahre später Marokko. Innerhalb von zwei Jahren seit seiner Amtsübernahme 2004 gelang es dem zielstrebigen Coach, aus exzellenten ivorischen Einzelkönnern eine erstklassige Mannschaft zu formen.

Elfenbeinküste
Heimtrikot
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Auswärtstrikot
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Spitzname
Les Éléphants
(Die Elefanten)
Verband
Fédération Ivoirienne
de Football
Trainer
Gerard Gili
Rekordspieler
Rekordtorschütze
Didier Drogba (29)
Erstes Länderspiel
Elfenbeinküste 3:2 Benin (als Dahomey)
(Madagaskar; 13. April 1960)
Höchster Sieg
Elfenbeinküste 6:0 Mali
(Abidjan, Elfenbeinküste; 13. März 1985)
Elfenbeinküste 6:0 Botswana
(Abidjan, Elfenbeinküste;11. Oktober 1992)
Elfenbeinküste 6:0 Niger
(Abidjan, Elfenbeinküste; 15. Juli 2000)
Elfenbeinküste 6:0 Madagaskar
(Abidjan, Elfenbeinküste; 1. Juli 2001)
Höchste Niederlage
Elfenbeinküste 2:6 Ghana
(Elfenbeinküste; 2. Mai 1971)
Malawi 5:1 Elfenbeinküste
(Malawi; 6. Juli 1974
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen: 1 (Erste: 2006)
Bestes Ergebnis:
Afrikameisterschaft
Endrundenteilnahmen: 15 (Erste 1965)
Bestes Ergebnis: Afrikameister 1992

Die Spieler

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International bekannte Spieler gibt es im Team reichlich. Allen voran die beiden Stürmer Didier Drogba und Aruna Dindane, die zusammen 16 der 20 Qualifikationstore erzielten. Der 27 Jahre alte Drogba, 2004 für 36 Millionen Euro von Olympique Marseille zum FC Chelsea gewechselt, avancierte zur unumstrittenen Führungspersönlichkeit.

Mit dem 24 jährigen Dindane von RC Lens bildet er eines der gegenwärtig besten Sturmduos der Afrikas. Glänzend in Szene gesetzt werden beide vom Top-Vorbereiter Bonaventure Kalou von Paris St. Germain. Das Abwehrbollwerk bilden Habib Kolo Touré und Emmanuel Eboué, beide vom FC Arsenal London, sowie Cyril Domoraud von US Creteil und Arthur Boka von Racing Straßburg. Stammtorhüter ist Jean-Jacques Tizié von Esperance Tunis, der wegen einer Verletzung bei den letzten beiden Relegationsspielen nicht dabei sein konnte.

Insgesamt verfügt Michel über eine sehr junge Mannschaft, die noch gelegentlich im offensiven Drang die taktische Disziplin vernachlässigt. Aus der deutschen Bundesliga hat vor allem Guy Demel vom Hamburger SV gute Chancen auf eine WM-Nominierung. Er kam in drei Qualifikations-Partien zum Einsatz und war im Kader der erfolgreichen Afrikameisterschaft 2006. Aber auch für den jungen Stürmer Boubacar Sanogo von Werder Bremen ist der Zug noch nicht abgefahren.

Geschichte

Bis zum Jahre 1999 galt die Elfenbeinküste als politisches und ökonomisches "Musterländle" des Kontinents. Nach der Unabhängigkeit von Frankreich 1960 verhalf der Export von Elfenbein, Kakao und Bananen den 17 Millionen Einwohnern zu relativem Wohlstand. Doch mit der weltweiten Kakaokrise 1999 wurde es unruhig im Land. Es kam zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Regierung, Militär und Rebellen, was die UNO vor zwei Jahren zur Stationierung von 6.000 Blauhelm-Soldaten veranlasste. "Mit ihrem Sieg wollen unsere Spieler ein Zeichen für einen friedlichen Neubeginn in unserem Land setzen. Dieser Erfolg muss uns wieder zusammen bringen“", erklärte Jacques Anouma, Präsident des ivorischen Fussballverbandes, deshalb angesichts des drohenden Bürgerkrieges. Staatspräsident Laurent Gbagbo ließ sich nicht lumpen und ernannte die Nationalspieler allesamt zu "Rittern des Verdienstordens". Als Zugabe gab’s für jeden eine Villa als Geschenk.

Fazit

Sicherlich reist die Elfenbeinküste als großer Außenseiter zur FIFA WM 2006. Aber das Team hat beachtlichen Unterhaltungswert. Und Guy Demels Ausspruch klingt wie eine Kampfansage an die etablierte Fußballwelt: "Wir kommen nicht als Touristen!"

Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften

Teilnahmen an der Afrikameisterschaft

  • 1957 to 1963 - Keine Teilnahme
  • 1965 - Dritter
  • 1968 - Dritter
  • 1970 - Vierter
  • 1972 - Nicht qualifiziert
  • 1974 - Vorrunde
  • 1976 - Nicht qualifiziert
  • 1978 - Disqualifiziert
  • 1980 - Vorrunde
  • 1982 - Nicht qualifiziert
  • 1984 - Vorrunde
  • 1986 - Dritter
  • 1988 - Vorrunde
  • 1990 - Vorrunde
  • 1992 - Afrikameister
  • 1994 - Dritter
  • 1996 - Vorrunde
  • 1998 - Viertelfinale
  • 2000 - Vorrunde
  • 2002 - Vorrunde
  • 2004 - Nicht qualifiziert
  • 2006 - Finale


Kader Afrika Cup 2006

Torwart

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer


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