Saudi-arabische Nationalmannschaft
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Die saudi-arabische Fußballnationalmannschaft gehört seit Mitte der 1980er-Jahre zu den stärksten asiatischen Nationalmannschaften. Nach dem zweimaligen Gewinn der Asienmeisterschaft konnte sich das Nationalteam Saudi-Arabiens im Jahre 1994 erstmals für eine WM-Endrunde qualifizieren. Im Verlauf dieses Turniers ist mit dem Erreichen des Achtelfinales (nach Siegen gegen Marokko und Belgien) der bislang größte Erfolg bei Weltmeisterschaften erreicht worden. Das Land auf der arabischen Halbinsel, das flächenmäßig sechsmal so groß wie Deutschland ist, aber nur 26 Millionen Einwohner hat, ist sehr fußballverrückt.
In der FIFA-Weltrangliste (Stand März 2006) steht Saudi-Arabien auf Platz 34. Noch hinter den asiatischen Konkurrenten aus Japan, Iran und Südkorea, die sich ebenfalls vorzeitig für die Weltmeisterschaft 2006 qualifiziert haben.
Trainiert wurde die Mannschaft von Juni 2004 bis zum 20. Dezember 2005, also während der erfolgreichen WM-Qualifikation vom ehemaligen argentinischen Nationalspieler Gabriel Humberto Calderón. Der saudi-arabische Fußballverband kurz nach der Auslosung mit, dass Calderon zuletzt keine zufrieden stellenden Ergebnisse vorweisen konnte. Aus diesem Grund wurde der Argentinier durch einen Brasilianer Marcos Paqueta ersetzt. Zuvor hatten sich in zehn Jahren insgesamt 13 (!) Trainer auf diesem Posten versucht.
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WM-Qualifikation 2006
Seit dem 8. Juni um 22:55 Uhr steht fest das Saudi-Arabien die asiatische Qualifikation als Gruppenerster überstanden hat und zur Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland reist. Der Fahrschein für die WM wurde letztendlich durch einen klaren 3:0-Sieg über Usbekistan gelöst.
Die ganz in grün spielende Nationalmannschaft überstand mühelos die WM-Qualifikation und blieb in allen zwölf Spielen (bei zwei Unendschieden) ungeschlagen. Sowohl die Offensive als auch die Defensive funktionierte und so schossen die Kicker der Arabischen Halbinsel 24 Tore bei nur zwei Gegentreffern.
Geschichte
Im Verhältnis zu anderen Verbänden ist der saudiarabische Fußball noch sehr jung. Der Verband des westasiatischen Landes wurde erst im Jahre 1959 gegründet. Bis ins Jahre 1951 war Fußball im "Heiligen Land des Islam" sogar strengstens verboten. Auch in den Jahren danach, konnte die Ballsportart noch kein Land gewinnen. Sie blieb was die Popularität betrifft weit hinter der Nationalsportart Kamelrennen.
Unter dem fußballbegeisterten König Fahd ibn Abd al-Aziz änderte sich das in den 80er Jahren. Der regierende König von Saudi-Arabien zwischen 1982 und 2005 ließ das nach ihm benannte Nationalstadion in der Hauptstadt Riad bauen und lud ab 1992 zum kontinentalen "König-Fahd-Pokal" ein. Dieses erteilübergreifende Turnier wurde ab 1997 in FIFA Confederations Cup™ umbenannt und vom Weltfußballverband organisiert. 1992, 1995 und 1997 fand das Ereignis in Saudi-Arabien statt, anschließend wurde es von der FIFA umfunktioniert als Generalprobe ein Jahr vor den Weltmeisterschaften für den jeweiligen WM-Gastgeber.
Als Prestigeprojekt war das nicht schlecht, aber damit war das ambitionierte Staatsoberhaupt noch nicht zufrieden. Es fehlten sichtbare Erfolge der Nationalmannschaft. Die bisdato aber immerhin die Asienmeisterschaft im Jahre 1984 und 1988 gewonnen hatte (und sie gewann im Jahre 1996 noch ein drittes Mal), aber im Weltmaßstab war der saudische Fußball eine vergleichsweise unbedeutende Nummer.
Weltmeisterschaften
Mit der Verpflichtung eines ausländischen Trainers gelang Saudi-Arabien im Jahr 1994 endlich die ersehnte Teilnahme an einer WM-Endrunde. Der Argentinier Jorge Solari trainierte Saudi-Arabien die bei der Weltmeisterschaft 1994 bei ihrer ersten Teilnahme gleich für Furore sorgten. In den USA schlug das Team in der Vorrunde überraschend Marokko (2:1) sowie Belgien (1:0) und verlor nur knapp gegen die Niederlande (1:2). Saudi-Arabien scheiterte erst im WM-Achtelfinale mit 1:3 an Schweden.
Bei der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich lief es weniger gut. Außer einem 2:2 gegen Südafrika in der Vorrunde gab es nichts zu holen. Die Saudis verloren gegen Dänemark (0:1) und deutlich gegen den späteren Weltmeister Frankfreich (4:0)
Vier Jahre später bei der WM 2002 in Japan und Südkorea trafen die Nationalmannschaft in der Gruppe E unter anderem auf den späteren Vize-Weltmeister Deutschland ging vollkokmmen unter die Räder. Gegen Deutschland setzte es beim 0:8 die höchste WM-Niederlage des Landes. Zudem verlor das Team der arabischen Halbinsel auch noch gegen Kamerun (0:1) und gegen Irland (0:3): Punkt- und torlos mit einer Tordifferenz von 0:12 verabschiedete sie sich als Gruppenletzter.
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Heimtrikot
| Auswärtstrikot
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| Spitzname | |||||||||||||||||||
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| Die Wüstensöhne | |||||||||||||||||||
| Verband | |||||||||||||||||||
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| Trainer | |||||||||||||||||||
| Marcos Paqueta | |||||||||||||||||||
| Rekordspieler | |||||||||||||||||||
| Mohamed Al Deayea (166) | |||||||||||||||||||
| Rekordtorschütze | |||||||||||||||||||
| Mayed Abdullah (73) | |||||||||||||||||||
| Erstes Länderspiel | |||||||||||||||||||
| Saudi-Arabien 3:1 Syrien (Libanon; 20. Oktober 1957) | |||||||||||||||||||
| Höchster Sieg | |||||||||||||||||||
| Saudi-Arabien 8:0 Macao (Taif, Saudi-Arabien; 14. Mai 1993) | |||||||||||||||||||
| Höchste Niederlage | |||||||||||||||||||
| Ägypten 13:0 Saudi-Arabien (Marokko; 3. September 1961) | |||||||||||||||||||
| Weltmeisterschaft | |||||||||||||||||||
| Endrundenteilnahmen: 4 (Erste: 1994) Bestes Ergebnis: Achtelfinale 1994 | |||||||||||||||||||
| Asienmeisterschaft | |||||||||||||||||||
| Endrundenteilnahmen: 6 (Erste: 1984) Beste Ergebnisse: Asienmeister 1984, 1988, 1996 | |||||||||||||||||||
Kader
Torhüter
Abwehr
- Ali Al Abdali
- Ahmed Al Bahri
- Abdullah Al Dosari
- Ahmed Douki Al Dosari
- Adbul Aziz Al Janoubi
- Saod Al Khaibari
- Hamad Al Montashari
- Naif Al Qadi
- Fahad Fallata
- Redha Fallatha
- Walid Jahdali
- Hussein Sulimani
Mittelfeld
- Manaf Abushgeer
- Saheb Al Abdulla
- Bander Tamim Al Dosari
- Saeed Al Dosari
- Khamis Al Dossari
- Abdullatif Al Ghannam
- Waleed Al Gizani
- Osamah Al Harbi
- Meshal Al Harthi
- Saad Al Harthi
- Taiseer Al Jassam
- Saleh Almohammedi
- Marzouq Al Otaibi
- Mishal Al Saeed
- Hussain Al Sahrani
- Saleh Al Saqri
- Ibrahim Al Shahrani
- Nassir Al Shamrani
- Sowed Al Sharani
- Mohammad Al Shlhoub
- Ahmed Al Suwailh
- Mansour Althagafi
- Khaled Al Thaker
- Abdoh Autef
- Hassan Fallatah
- Jaber Hagawi A.
- Mohammed Haidar
- Saud Khariri
- Abdulaziz Khathran
- Naji Majrashi
- Mohammed Noor Hawsawi
- Hadi Sharify
Angriff
- Mohammed Al Anbar
- Yusri Al Bashah
- Abdulrahman Al Bishi
- Sami Al Jaber
- Yaser Al Kahtani
- Saeed Al Meshal
- Talal Al Meshal
- Zaid Al Mowalad
- Yasser Al Qahtani
- Mohammad Khojah
- Omar Sulaimani
WM-Teilnahmen
- 15. WM 1994 in den USA / Achtelfinale
- 16. WM 1998 in Frankreich / Vorrunde
- 17. WM 2002 in Japan und Südkorea / Vorrunde
- 18. WM 2006 in Deutschland / qualifiziert
Titel
Asienmeisterschaft (3) - 1984, 1988, 1996
Länderspiele gegen Deutschland
Gegen die deutsche Nationalmannschaft gab es bislang zwei Spiele jeweils bei Weltmeisterschaften. Die Mannschaft aus Vorderasien verlor jeweils hoch und schoss bei beiden Spielen kein Tor (Tordifferenz: 0:11 bei zwei Spielen).
- 22. Februar 1998 in Riad: 0:3 - Tore: Andreas Möller, Thomas Helmer, Olaf Marschall
- 1. Juni 2002 in Sapporo (WM): 0:8 - Tore: Miroslav Klose (3), Michael Ballack, Carsten Jancker, Thomas Linke, Oliver Bierhoff, Bernd Schneider
Weblinks
- Webpräsenz des saudi-arabischen Fußballverbandes (http://www.saff.com.sa/) (arab./engl.)





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