Schweizer Nationalmannschaft
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Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, kurz Nati, ist, gemessen an der Gesamtbevölkerung, eine recht erfolgreiche Nationalmannschaft im Fussball. Sie konnte bisher weder die Fussball-WM noch die Fussball-EM für sich entscheiden, sondern scheiterte jeweils spätestens im Viertelfinale.
| Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Der schweizerische Fussballverband war 1895 einer der ersten Verbände, die ausserhalb von Grossbritannien gegründet wurden.
Die frühe Geschichte des Schweizer Fussballs brachte erfolgreiche Mannschaften hervor. So gewannen die Eidgenossen 1924 die Silbermedaille im Olympischen Fussballturnier und kamen bei den beiden ersten FIFA-Weltmeisterschaften 1934 und 1938 jeweils in die Viertelfinals. 1954 waren die Schweizer Gastgeber der Weltmeisterschaft, die mit dem Sieg Deutschlands gegen Ungarn im "Wunder von Bern" endete.
Bei den Weltmeisterschaften 1938 und 1954 war der Österreicher Karl Rappan Trainer der Mannschaft. Er merkte, dass die Schweizer die gegnerischen Mannschaften nicht dominieren können. Darum führte er die verrou ein, was so viel wie Bolzen heisst. Dies war der frühe Vorgänger des italienischen Catenaccio.
In den darauffolgenden Jahren konnte die Schweizer Nationalmannschaft die Erfolge nicht mehr aufrecht halten. Sie erreichten zwar 1962 und 1966 die Endrunde der Weltmeisterschaft, waren dort aber nicht sehr erfolgreich. An der UEFA-Europameisterschaft 1964 schieden sie in der ersten Runde aus. Über zwei Jahrzehnte spielten die Schweizer in keiner Endrunde mehr mit. Mit ausländischen Trainern, zuerst Uli Stielike, dann Roy Hodgson, ging es wieder aufwärts und die Schweizer Nationalmannschaft nahm an der Weltmeisterschaftsendrunde in den USA 1994 teil.
Die grossen Stars der Schweizer Nationalmannschaft waren Alain Sutter, Ciriaco Sforza und Stéphane Chapuisat. Mit ihnen erreichte die Schweiz die Achtelfinals der Endrunde. Sie erreichten auch die EM-Endrunde 1996 in England. Dort enttäuschten die Schweizer aber wieder mit ihrer Leistung.
Nach einigen erfolglosen Jahren (Tiefpunkt: die Niederlage in einem WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan) und der Arbeit von insgesamt fünf Trainern (Rolf Fringer, Gilbert Gress, Hanspeter Zaugg, Enzo Trossero) übernahm im Herbst 2001 mit Köbi Kuhn ein ehemaliger Natispieler aus den 60er und 70er Jahren das Ruder. Und unter seiner Leitung gelang die Qualifikation für die EM 2004 in Portugal, unter anderem wurden dabei Russland und Irland ausgeschaltet. An der Endrunde reichte es jedoch in der Gruppe mit Kroatien, England und Frankreich einmal mehr nicht für ein Weiterkommen.
Teilnahme an Europameisterschaften (3 mal)
- 10. EM 1996 in England / Vorrunde
- 12. EM 2004 in Portugal / Vorrunde
- 13. EM 2008 in Österreich und der Schweiz / Vorrunde
Teilnahme an Weltmeisterschaften (7 mal)
- 2. WM 1934 in Italien / Viertelfinale
- 3. WM 1938 in Frankreich / Viertelfinale
- 4. WM 1950 in Brasilien / Vorrunde
- 5. WM 1954 in der Schweiz / Viertelfinale
- 7. WM 1962 in Chile / Vorrunde
- 8. WM 1966 in England / Vorrunde
- 15. WM 1994 in den USA / Achtelfinale
- 18. WM 2006 in Deutschland / Achtelfinale
Titel
keine
Aktueller Kader
Die folgenden Spieler gehören momentan zum Stammkader des gegenwärtigen Nationalmannschafts-Trainers Ottmar Hitzfeld:
Torhüter:
- Eldin Jakupovic(Grasshopper Club Zürich)
- Diego Benaglio (Vfl Wolfsburg)
- Marco Wölfli (BSC Young Boys Bern)
Abwehr:
- Philipp Degen (Borussia Dortmund)
- Ludovic Magnin (VfB Stuttgart)
- Patrick Müller (Olympique Lyon)
- Philippe Senderos (Ac Mailand)
- Johan Djourou (Arsenal London)
- Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt)
- Stephane Grichting (AJ Auxerre)
- Stephan Lichtsteiner (Lazio Rom)
- Mario Eggiman (Hannover 96)
- Alain Nef (Udinese Calcio)
Mittelfeld:
- Tranquillo Barnetta (Bayer 04 Leverkusen)
- Fabian Lustenberger (Hertha BSC
- Benjamin Huggel (Fc Basel)
- Gelson Fernandes (Manchester City)
- Gökhan Inler (Udinese Calcio)
- Valon Behrami (West Ham United)
- Hakan Yakin (Al Gharrafa Sports Club)
- Johan Vonlanthen (Red Bull Salzburg)
- Alberto Regazzoni(BSC Young Boys Bern)
- Valentin Stocker (FC Basel)
- Almen Abdi (FC Zürich)
Sturm:
- Alexander Frei (Borussia Dortmund)
- Mauro Lustrinelli ([AC Bellinzona)
- Eren Derdiyok (FC Basel)
- Blaise Nkufo (FC Twente Enschede)
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Heimtrikot
| Auswärtstrikot
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| Spitzname | |||||||||||||||||||
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| Nati (gesprochen Natzi) | |||||||||||||||||||
| Verband | |||||||||||||||||||
| Schweizerischer Fußballverband | |||||||||||||||||||
| Trainer | |||||||||||||||||||
| Köbi Kuhn, seit 2001 | |||||||||||||||||||
| Rekordspieler | |||||||||||||||||||
| Heinz Hermann (117) | |||||||||||||||||||
| Rekordtorschütze | |||||||||||||||||||
| Kubilay Türkyilmaz, Max Abegglen (34) | |||||||||||||||||||
| Erstes Länderspiel | |||||||||||||||||||
| Frankreich 1:0 Schweiz (Paris, Frankreich; 12. Februar 1905) | |||||||||||||||||||
| Höchster Sieg | |||||||||||||||||||
| Schweiz 7:0 San Marino St. Gallen, Schweiz; 5. Juni 1991) | |||||||||||||||||||
| Höchste Niederlage | |||||||||||||||||||
| Schweiz 0:9 England (Basel, Schweiz; 20. Mai 1909), Ungarn 9:0 Schweiz (Budapest, Ungarn; 29. Oktober 1911) | |||||||||||||||||||
| Weltmeisterschaft | |||||||||||||||||||
| Endrundenteilnahmen: 8 (Erste: 1934) Beste Ergebnisse: Viertelfinale 1934, 1938, 1954 | |||||||||||||||||||
| Europameisterschaft | |||||||||||||||||||
| Endrundenteilnahmen: 2 (Erste: 1996) Beste Ergebnisse: Vorrunde 1996, 2004 | |||||||||||||||||||
Länderspiele gegen Deutschland
(Ergebnisse stets aus Schweizer Sicht)
- Länderspiele gegen die A-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB)
- 5. April 1908 in Basel: 5:3
- 4. April 1909 in Karlsruhe: 0:1
- 3. April 1910 in Basel: 2:3
- 26. März 1911 in Stuttgart: 2:6
- 5. Mai 1912 in St. Gallen: 1:2
- 18. Mai 1913 in Freiburg (Breisgau): 2:1
- 27. Juni 1920 in Zürich: 4:1
- 26. März 1922 in Frankfurt am Main: 2:2
- 4. Juni 1923 in Basel: 1:2
- 14. Dezember 1924 in Stuttgart: 1:1
- 25. Oktober 1925 in Basel: 0:4
- 12. Dezember 1926 in München: 3:2
- 15. April 1928 in Bern: 2:3
- 28. Mai 1928 in Amsterdam (Olympia): 0:4
- 10. Februar 1929 in Mannheim: 1:7
- 4. Mai 1930 in Zürich: 0:5
- 6. März 1932 in Leipzig: 0:2
- 19. November 1933 in Zürich: 0:2
- 17. Januar 1935 in Stuttgart: 0:4
- 2. Mai 1937 in Zürich: 0:1
- 6. Februar 1938 in Köln: 1:1
- 4. Juni 1938 in Paris (WM): 1:1 n.V.
- 8. Juni 1938 in Paris (WM): 4:2
- 9. März 1941 in Stuttgart: 2:4
- 20. April 1941 in Bern: 2:1
- 1. Februar 1942 in Wien: 2:1
- 18. Oktober 1942 in Bern: 3:5
- 22. November 1950 in Stuttgart: 0:1
- 15. April 1951 in Zürich: 2:3
- 9. November 1952 in Augsburg: 1:5
- 25. April 1954 in Basel: 3:5
- 21. November 1956 in Frankfurt am Main: 3:1
- 4. Oktober 1959 in Bern: 0:4
- 3. Juni 1962 in Santiago de Chile (WM): 1:2
- 23. Dezember 1962 in Karlsruhe: 1:5
- 26. Mai 1965 in Basel: 0:1
- 12. Juli 1966 in Sheffield (WM): 0:5
- 17. April 1968 in Basel: 0:0
- 15. November 1972 in Düsseldorf: 1:5
- 4. September 1974 in Basel: 1:2
- 14. Dezember 1977 in Dortmund: 1:1
- 10. September 1980 in Basel: 2:3
- 9. April 1986 in Basel: 0:1
- 27. April 1988 in Kaiserslautern: 0:1
- 19. Dezember 1990 in Stuttgart: 0:4
- 23. Juni 1995 in Bern: 1:2
- 29. März 2000 in Kaiserslautern: 1:1
- 2. Juni 2004 in Basel: 0:2
- 7. Februar 2007 in Düsseldorf: 1:3
Weblinks
- Seite des Schweizer Verbandes (http://www.football.ch/nm/start.asp?sp=1)
- Alles zur CH Geografie und EM in der CH! (http://www.userlearn.ch/fussball)





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