Uli Stielike

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Ulrich Stielike (* 15. November 1954 in Ketsch) ist ein deutscher Fußballspieler und Trainer.

Er spielte als Abwehrspieler in der Bundesliga von 1972 bis 1977 für Borussia Mönchengladbach und danach bis 1985 für Real Madrid. Mit Mönchengladbach wurde er er 1975, 1976 und 1977 Deutscher Meister, 1973 DFB-Pokalsieger und 1975 UEFA-Pokalsieger.

In der Nationalmannschaft spielte er von 1975 bis 1984 42 Mal. Er wurde 1980 Fußball-Europameister und 1982 Vizeweltmeister.

Stielike ist zudem der einzige deutsche Nationalspieler, der bei einer Fußball-Weltmeisterschaft im Elfmeterschießen verschoss. Die Nationalelf erreichte dennoch das Endspiel, wo sie jedoch Italien unterlagen.

Nach seiner aktiven Laufbahn als Spieler trainierte Stielike Waldhof Mannheim und das Nationalteam der Schweiz und war vom 9. September 1998 bis zu seiner Entlassung am 7. Mai 2000 Assistent von Bundestrainer Erich Ribbeck bei der deutschen Nationalmannschaft. Vom Jahr 2000 an war Stielike im Nachwuchsbereich des Deutschen Fußball-Bundes tätig. Unter anderem oblag ihm dabei die Betreuung der Perspektivmannschaft Team 2006 von 2001 bis 2003. Danach war er bis ins Jahr 2006 für die U-20-Nationalmannschaft zuständig. Sein im August 2006 auslaufendes Beschäftigungsverhältnis wurde allerdings vom dafür zuständigen DFB-Sportdirektor Matthias Sammer nicht mehr verlängert. Anstelle Stielikes wurde nun wiederum der früher schon dem engeren Kreis der DFB-Trainer angehörende und von 2003 bis 2005 ebenfalls mit der Leitung des Teams 2006 betraute Erich Rutemöller unter Vertrag genommen.

Vom 14. September 2006 bis 8. Januar 2008 war Stielike Trainer der Equipe der Elfenbeinküste, die Vizemeister des Afrika-Cups ist und - wenn auch erfolglos - an der WM 2006 in Deutschland teilgenommen hat. Aufgrund der schweren Krankheit seines Sohnes trat er 13 Tage vor Beginn der Afrikameisterschaft 2008 zurück.

Aktuelles

  • 15. April 2008: Das Engagement von Uli Stielike als Trainer der Elfenbeinküste ist beendet. Der Verband verzichtete auf eine Verlängerung seines am 15. April auslaufenden Vertrages. Stattdessen ist der frühere französische Nationalspieler Jean Tigana als neuer Coach im Gespräch. Stielike hatte im September 2006 die Nachfolge von Henri Michel angetreten. Beim Afrika-Cup musste der frühere DFB-Trainer aber kurzfristig passen, nachdem sein Sohn schwer erkrankte und schließlich starb. Der WM-Teilnehmer hatte am Ende den vierten Platz belegt und damit die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllt.
  • 2. Februar 2008: Schwerer Schlag für Uli Stielike: Der 23-jährige Sohn des früheren Nationalspielers ist an den Folgen einer schweren Lungenkrankheit gestorben. In den vergangenen Wochen war Michael Stielike in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) behandelt und ins künstliche Koma versetzt worden. Er war auf eine Lungentransplantation angewiesen. Der Fußball-Verband der Elfenbeinküste (FIF) vermeldete den Tod. "Die FIF gibt bedauerlicher Weise den Tod des Sohnes von Trainer Stielike bekannt", erklärte Pressesprecher Eric Kakou, dessen Nationalmannschaft Stielike bis zur Erkrankung seines Sohnes trainiert hatte.
  • 8. Januar 2008: 13 Tage vor Beginn des Afrika Cups ist Uli Stielike als Trainer der Fußballnationalmannschaft der Elfenbeinküste zurückgetreten. Der 53-Jährige begründete den Schritt mit einer schweren Krankheit seines Sohnes. Wie es hieß, müsse Stielike nach Deutschland zurückkehren, wo sein Sohn auf der Intensivstation eines Krankenhauses in künstlichem Koma behandelt werde Stielike, der das Traineramt im September 2006 übernommen hatte, soll den Angaben zufolge durch den Franzosen Gerard Gili ersetzt werden, der bereits das ägyptische Nationalteam betreut hat.
  • 25. November 2007: Bei der Auslosung zur Qualifikation für die WM-Endrunde 2010 in Südafrika haben Nigeria, die Elfenbeinküste und Kamerun mit ihren deutschen Trainern lösbare Aufgaben zugeteilt bekommen. Ex-Bundestrainer Berti Vogts mit Nigeria wurden Gastgeber Südafrika (für die WM bereits qualifiziert), Äquatorialguinea und Sierra Leone zugelost, während Ulli Stielike mit der Elfenbeinküste gegen Mosambik, Botswana und Madagaskar antreten muss. Otto Pfister trifft mit Kamerun auf Kapverden, Tansania und Mauritius.
  • 25. März 2007: Die Elfenbeinküste hat mit dem deutschen Trainer Uli Stielike das Qualifikationsspiel um den Afrika-Cup gegen Madagaskar mit 3:0 (2:0) gewonnen. Vor 30.000 Zuschauern in der madagassischen Hauptstadt Antananarivo erzielten Steve Gohouri, der im Januar 2007 zu Borussia Mönchengladbach gewechselt ist, Aruna Dindane (RC Lens) und Amara Diane (Paris St. Germain) die Tore für die Gäste. Die Art und Weise, wie der Sieg zu Stande gekommen war, gefiel Stielike jedoch nicht. "Viel zu viele Ballverluste für eine Mannschaft unserer Qualität. Es war nichts zum Glänzen", sagte der 52-Jährige.
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