Uwe Seeler
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Uwe Seeler (* 5. November 1936 in Hamburg) ist ein deutscher Fußballspieler und Manager. Er galt in seiner aktiven Zeit als einer der besten Mittelstürmer der Welt.
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Privatleben
Seeler stammte aus einer Sportlerfamilie. Bereits sein Vater war deutscher Fußball-Nationalspieler und ein in Hamburg beachteter Sportler. Uwe Seeler wurde in Hamburg als drittes Kind von Anni und Erwin Seeler geboren und ging in Hamburg-Eppendorf zur Schule. Nach der Schule machte er ebenfalls in Hamburg ab 1952 eine Lehre als Speditionskaufmann.
Am 18. Februar 1959 heiratete Seeler Ilka Buck, mit der er drei Töchter hat.
Laufbahn als Sportler
Mit neun Jahren begann Seeler 1946, beim Hamburger Sportverein (HSV) Fußball zu spielen. Dort spielte er 1953 mit nur 16 Jahren zum ersten Mal in die Ligamannschaft (vergleichbar der heutige Bundesligamannschaft). Ab Juli 1954 war er dank einer Sondergenehmigung des DFB dauerhaft in der Ligamannschaft spielberechtigt und wurde kurz danach in der damaligen Oberliga eingesetzt.
Sein erstes Länderspiel bestritt er im Oktober 1954 auch noch mit 17. Seit 1961 war er Kapitän der Nationalmannschaft. Er bestritt bis zu seinem Rücktritt 1970 aus der Fußball-Nationalmannschaft 72 Länderspiele, bei denen er 42 Tore schoss. Er bestritt bei den Weltmeisterschaften 1958, 1962, 1966 und 1970 insgesamt 21 Länderspiele.
Außerdem bestritt er 10 Länderspiele für die Jugendnationalmannschaft, 1 für die Juniorennationalmannschaft und 3 für die B-Nationalmannschaft.
Seeler spielte während seiner ganzen Karriere beim HSV und erreichte mit ihm zahlreiche Erfolge. Er spielte 239 mal in der Bundesliga und schoss dabei 137 Tore. Im Europapokal erzielte er 21 Tore in 29 Spielen. Damit ist er bis heute (2004) der erfolgreichste Torschütze des HSV.
1972 trat Seeler mit einem Spiel des HSV gegen eine Weltauswahl vom aktiven Sport zurück. Diesen Rücktritt unterbrach er noch ein Mal, als er am 23. April 1978 in einem Spiel in der ersten irischen Liga beide Tore für den Cork Celtic FC in einem Spiel gegen den Shamrock Rovers FC erzielte. (Er soll bei diesem Punktspiel irrtümlich davon ausgegangen sein, es handele sich um ein Freundschaftsspiel.)
Als Mittelstürmer wurde Seeler besonders durch seine akrobatischen Tore per Fallrückzieher oder – bei der Weltmeisterschaft 1970 – mit dem Hinterkopf bekannt.
1961 lehnte Uwe Seeler ein Angebot zum Wechsel zu Inter Mailand ab, obwohl ihm dafür 1,2 Millionen D-Mark geboten wurden – damals eine der höchsten gebotenen Transfersummen überhaupt und ein aufsehenerregender Betrag.
1965 musste Seeler nach einem Achillessehnenriss ein halbes Jahr aussetzen und stand vor einem möglichen Karriereende.
Laufbahn danach
Nach seiner Zeit als aktiver Sportler arbeitete Seeler erfolgreich als Inhaber einer Bekleidungsfirma und Repräsentant für Adidas (eine Tätigkeit, die er auf Vermittlung von Sepp Herberger schon seit 1961 ausübte).
Daneben betätigt er sich in verschiedenen ehrenamtlichen Positionen, unter anderem im Rahmen der Uwe Seeler Traditionself, einer Mannschaft über 60 ehemaliger Profis, die in wechselnder Zusammensetzung etwa 10 bis 15 Freundschafts- und Benefizspiele jährlich bestreitet.
Von 1995 bis 1998 war Seeler Präsident des Hamburger SV. Obwohl ihm selbst keinerlei Unredlichkeiten unterstellt wurden, konnte er nicht verhindern, dass in dieser Zeit andere Funktionäre den Ruf des Vereins mit zweifelhaften Geschäften schädigten.
Erfolge und Auszeichnungen
Erfolge mit der Nationalmannschaft
- Vierter Platz bei der Weltmeisterschaft 1958
- Vizeweltmeister 1966
- Dritter Platz bei der Weltmeisterschaft 1970
Erfolge mit dem HSV
- Zweiter Platz im [uropapokal der Pokalsieger 1968
- Deutscher Meister 1960
- Vizemeister 1957, 1958
- DFB-Pokal-Sieger 1963
- Zweiter Platz im DFB-Pokal 1956, 1967
- Neunmal in Folge Norddeutscher Meister (1955–1963)
Persönliche Erfolge
- Erster Torschützenkönig der Bundesliga 1963/64]
Auszeichnungen
- Deutscher Fußballer des Jahres 1960 (erster Träger dieses Titels), 1964, 1970
- Berufung in Welt- und Europaauswahlmannschaften
- Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft (1972, zweiter so ausgezeichneter Spieler)
- Großes Bundesverdienstkreuz (1970, als erster Sportler)
- Hamburger Ehrenbürger (2003. Seeler erhielt diese höchste Auszeichnung, die Hamburg vergibt, als bislang einziger Sportler.)
Bild in der Öffentlichkeit
Seeler wird in der Öffentlichkeit meist als bodenständiger, aufrichtiger und geradliniger Mensch gesehen. Zu diesem Bild haben nicht nur seine sportliche Fairness beigetragen – er erhielt in seiner langjährigen Laufbahn nur eine einzige Rote Karte – und seine Ablehnung des aufsehenerregenden Angebots, 1961 für die damals sehr hohe Summe von 1,2 Millionen D-Mark zu Inter Mailand zu wechseln, sondern auch sein Lebenswandel, der keine Skandale oder Allüren aufweist.
Seeler ist auch Jahrzehnte nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn einer der beliebtesten Sportler in Hamburg, was sich in der Verleihung der Ehrenbürgerschaft an ihn 2003 ausgedrückt hat. Er erhielt diese Auszeichnung als erster Sportler.
Am 24. August 2005 wurde eine von einem Hamburger Unternehmen gestiftete Bronzenachbildung seines rechten Fußes enthüllt. Diese 250.000 Euro teure Skulptur steht vor dem HSV-Stadion, ist etwa vier Tonnen schwer und mehr als fünf Meter hoch.
Seine Beliebheit drückt sich auch in der für ihn in Hamburg verbreiteten Bezeichnung „Uns’ Uwe“ („unser Uwe“) aus.
Literatur
100 Jahre deutscher Fußball (Sonderheft des kicker Sportmagazins), Nürnberg 1999.
Weblinks
- Uwe Seeler Traditionself (http://www.uweseeler.de)
Mr. Wong
del.icio.us
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folkd.com
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