Weltmeisterschaft 2006

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WM-Schild an der Autobahn 63
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WM-Schild an der Autobahn 63
Fußballglobus in Berlin
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Fußballglobus in Berlin

Die 18. Fußball-Weltmeisterschaft der Männer wird vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2006 in Deutschland ausgetragen, der offizielle Name (auf Englisch) lautet FIFA World Cup Germany 2006™, auf Deutsch FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006™. Es treten 32 Nationalmannschaften zunächst in Gruppen und danach in Ausscheidungsspielen gegeneinander an, wobei insgesamt 64 Länderspiele ausgetragen werden. Als Generalprobe für diese Fußball-Weltmeisterschaft galt der Konföderationen-Pokal 2005, der ebenfalls in Deutschland stattfand.

Das Motto der Bewerbung und der Endrunde lautet „Die Welt zu Gast bei Freunden“. Es soll die Verbundenheit der Deutschen mit dem Sport und ihre Gastfreundschaft ausdrücken.

Bei der Bewerbung um den Austragungsort setzte sich Deutschland am 6. Juli 2000 gegen Brasilien, Marokko, England und letztlich im Finale in Zürich mit zwölf zu elf Stimmen gegen Südafrika durch. Möglicherweise ausschlaggebend für das Stimmenverhältnis war dabei ein Bestechungsfax des deutschen Satiremagazins Titanic, das nach dessen eigener Aussage zur entscheidenden Stimmenthaltung des neuseeländischen FIFA-Vertreters Charles Dempsey führte.

Das offizielle Maskottchen für die WM, der Löwe Goleo VI, wurde am 13. November 2004 vorgestellt. Weitere Symbole, die das Organisationskomitee um Franz Beckenbauer vorstellten, sind das offizielle Logo, bestehend aus bunten Gesichtern, und das offizielle WM-Plakat (tiefblau, mit winzigen Sternchen, die sich zu einem Fußball verbinden).

Die Spiele der WM 2006 finden auf Naturrasen statt. Für alle sonstigen Wettkampf- und Qualifikationsspiele auf FIFA-Ebene wurden Kunstrasenbeläge zugelassen, sofern sie den Qualitätskriterien der FIFA entsprechen. Alle Spiele werden mit dem offiziellen WM-Ball +Teamgeist des Sportartikelherstellers Adidas ausgetragen.

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Inhaltsverzeichnis

Austragungsorte

Hauptartikel: Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Vergabeverfahren

Austragungsorte der WM 2006

Insgesamt zwölf Städte sind Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft. Bei dem Vergabeverfahren sollten die modernsten und sichersten Stadien Deutschlands ausgewählt werden, die zudem recht flächendeckend über Deutschland verteilt sein sollten. Zum Teil befanden sich die Stadien bei der Vergabe am 16. April 2002 (genau 1515 Tage vor dem Beginn der Endrunde) noch in der Planungs- beziehungsweise in der Bauphase. Schon vor der Vergabe war klar, dass Berlin (als Hauptstadt), München (Allianz Arena, Heimat des Organisationskomitee-Präsidenten Franz Beckenbauer und Stadt mit, zum Zeitpunkt der Vergabe, zwei Vereinen in der 1. Bundesliga), Stuttgart (als Sitz des Sponsors DaimlerChrysler und Heimat des DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder), Leipzig (als Geburtsstadt des Deutschen Fußballbundes), Dortmund (mit dem größten Stadion), Gelsenkirchen (wegen des hoch gelobten Arena-Neubau) und Hamburg (als Metropole des Nordens) auf jeden Fall WM-Spiele austragen werden. Die Verlierer nach der Vergabe der WM-Spiele waren Düsseldorf (LTU Arena), Bremen (Weserstadion), Mönchengladbach (Borussia-Park), Bochum (Ruhrstadion) und Duisburg (MSV-Arena), die leer ausgingen. Der aussichtslose Bewerber Leverkusen (BayArena) war schon kurz vor der Vergabe zurückgetreten, in der Hoffnung, das Pressezentrum zu beherbergen und als Trainingsort der deutschen Nationalmannschaft zu fungieren. Die zwölf Austragungsorte wurden erweitert und modernisiert oder neu gebaut, so dass die im Jahr 2006 modernsten Spielstätten der Welt bei der Weltmeisterschaft zum Einsatz kommen.

Im Januar 2006 bemängelte Stiftung Warentest vier WM-Stadien als mangelhaft etwa bei dem Brandschutz oder den Fluchtwegen. Das Ergebnis ist umstritten. Zu den bemängelten Stadien gehören das Olympiastadion Berlin, das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern, das FIFA WM-Stadion Gelsenkirchen sowie das Zentralstadion in Leipzig.

Die zwölf WM-Städte

Olympiastadion nach dem Umbau
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Olympiastadion nach dem Umbau
  • Berlin: Im zweitgrößten deutschen Stadion mit 76.176 Plätzen, dem Olympiastadion, wird unter anderem am 9. Juli 2006 das Finale ausgetragen werden. Der Umbau und die komplette Überdachung kosteten Bund und Bürgerschaft des Landes Berlin 242 Millionen Euro als Festpreis. Im Olympiastadion trägt Hertha BSC Berlin seine Heimspiele aus.
  • Dortmund: Im größten deutschen Fußballstadion, dem FIFA WM-Stadion Dortmund, können 81.264 Zuschauer die WM verfolgen. Die Heimat von Borussia Dortmund wurde für 31 bis 36 Millionen Euro von der Westfalen-Stadion Dortmund GmbH erweitert, bei Bundesliga-Spielen dürfen 83.000 Besucher in das Westfalenstadion. Seit dem 1. Dezember 2005 heißt das Westfalenstadion Signal Iduna Park. Da während der WM 2006 auf Grund der exklusiven FIFA-Sponsoren keine Sponsorennamen erlaubt sind, wird das Westfalenstadion bzw. der Signal Iduna Park dann den offiziellen FIFA-Titel tragen tragen. Hier werden zwei Gruppenspiele, ein Achtelfinalspiel und eines der Halbfinale ausgerichtet werden.
FIFA WM-Stadion Frankfurt am Main
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FIFA WM-Stadion Frankfurt am Main
  • Frankfurt am Main: Im FIFA WM-Stadion Frankfurt am Main, der Heimat des Fußballclubs Eintracht Frankfurt, sind 43.324 Sitzplätze während der FIFA-Veranstaltungen vorhanden. Die neue Fußballarena mit einem verschließbaren Dach wurde von Juni 2002 bis Mai 2005 an der Stelle des alten Waldstadions neu errichtet. Die Kosten beliefen sich auf knapp 126 Millionen Euro, dazu kamen rund 174 Millionen Euro für den Ausbau der Stadionperipherie und der Anfahrtswege. Seit dem 1. Juli 2005 heißt das neue Waldstadion nun Commerzbank-Arena - jedoch nicht während der WM-Spiele.
Arena AufSchalke
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Arena AufSchalke
  • Gelsenkirchen: Das FIFA WM-Stadion Gelsenkirchen des Fußballvereins FC Schalke 04 wurde insbesondere für die WM neu erbaut. Das im August 2001 als "Arena auf Schalke" eröffnete Stadion gilt 2004 als eines der modernsten Stadien der Welt, insbesondere wegen der technischen Ausstattung (herausfahrbarer Rasen und Vollüberdachung bei Bedarf). Das 53.804 Sitzplätze umfassende Stadion kostete 192 Millionen Euro. Am 1. Juli 2005 stieg der Bierbrauer Veltins als Namenssponsor für die "Arena AufSchalke" ein. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren mit weiteren fünf Jahren Option. Während der WM wird das "Veltins-Arena" jedoch dann "FIFA WM-Stadion Gelsenkirchen" heißen.
FIFA WM-Stadion in Hamburg
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FIFA WM-Stadion in Hamburg
  • Hamburg: Im FIFA WM-Stadion Hamburg, der Heimstätte des Hamburger SV, können 51.055 Zuschauer die WM-Spiele verfolgen. Der Neubau, der bei laufendem Betrieb aus dem 1953 errichteten Volksparkstadion entstand, kostete 97 Millionen Euro und ist eine Gemeinschaftsfinanzierung der Stadt und der Stadionbesitzgesellschaft. Für 15 Millionen Euro wurden die Namensrechte des Stadions an den Netzanbieter AOL verkauft, deshalb heißt das Stadion außer bei der WM-Endrunde AOL Arena.
  • Hannover: Im FIFA WM-Stadion Hannover, der Heimat des Fußballclubs Hannover 96, finden 39.297 Zuschauer während der WM Platz. Das ehemalige Niedersachsenstadion wurde, bei laufendem Spielbetrieb, für 63 Millionen Euro von Stadt und Land umgebaut und beim ersten Bundesliga-Spieltag nach der Winterpause am 23. Januar 2005 eingeweiht. Ausgenommen während der Endrunde heißt das neue Stadion AWD-Arena. Für zwei Millionen Euro pro Saison erwarb der in Hannover ansässige Finanzdienstleister Allgemeiner Wirtschaftsdienst Mitte 2002 die Namensrechte.
FIFA WM-Stadion Köln
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FIFA WM-Stadion Köln
  • Kaiserslautern: Im Fritz-Walter-Stadion empfängt während der laufenden Saison der 1. FC Kaiserslautern seine Gäste. Die Erweiterung seit 2002 auf 48.500 Sitzplätze (Osterweiterung) kostete 48,3 Millionen Euro und wird im November 2005 abgeschlossen sein. Das Land Rheinland-Pfalz trägt davon 21,7 Millionen Euro, der 1. FC Kaiserslautern 18,9 Millionen Euro und die Stadt Kaiserslautern 7,7 Millionen Euro. Die Finanzierung war bis Mai 2001 unsicher.
  • Köln: Im FIFA WM-Stadion Köln, der Heimat des 1. FC Köln, werden ebenfalls WM-Spiele stattfinden. Der Umbau des Müngersdorfer Stadions für 117,5 Millionen Euro in eine reine Fußball-Arena ist mittlerweile abgeschlossen. Die Stadt Köln zahlt 25,7 Mio. Euro, der Rest wird über die Kölner Sportstätten GmbH (Eigentümerin und Betreiberin) finanziert. Das neue Stadion ist, ausgenommen während der WM-Spiele, nach dem regionalen Stromversorger RheinEnergieStadion benannt. Das Stadion umfasst 40.590 Sitzplätze.
Zentralstadion in Leipzig
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Zentralstadion in Leipzig
  • Leipzig: Das Zentralstadion ist die Spielstätte des Viertligavereins FC Sachsen Leipzig. Das alte Stadion, einst mit 100.000 Plätzen das größte Stadion in Deutschland, wurde für 90,6 Millionen Euro umgebaut, von denen der Bund 51 Millionen Euro beisteuerte. Bei der WM 2006 wird es mit 38.898 Sitzplätzen das kleinste aller zwölf WM-Stadien sein. Offiziell wurde das Zentralstadion am 17. Juli 2004 im Rahmen eines internationalen Fußballturniers eröffnet.
FIFA WM-Stadion München
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FIFA WM-Stadion München
  • München: Im FIFA WM-Stadion München wird unter anderem das Eröffnungsspiel stattfinden. Die Kosten von ca. 340 Millionen Euro des Neubaus, der 66.016 Sitzplätze umfasst, tragen zur Hälfte die Heimvereine FC Bayern München und TSV 1860 München. Darüber hinaus zahlt die öffentliche Hand rund 210 Mio. € für Arealerschließung und Infrastruktur. Vor und nach der WM heißt das Stadion, das am 30. Mai 2005 eröffnet wurde, Allianz Arena. Namensgeber des Stadions ist die Allianz AG, welche sich die Namensrechte an dem Stadion für 30 Jahre gegen Zahlung von Sponsorengeldern gesichert hat.
FIFA-WM-Stadion
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FIFA-WM-Stadion Nürnberg
  • Nürnberg: Im FIFA WM-Stadion Nürnberg, der Heimstätte des 1. FC Nürnberg, das für 56,2 Millionen Euro umgebaut wurde, können 41.926 Zuschauer die WM-Spiele verfolgen. Die als Frankenstadion bekannte Sportstätte wurde am 15. März 2006 umbenannt und heißt seither, ausgenommen die Zeit während der Weltmeisterschaft, easyCredit-Stadion.
  • Stuttgart: Im Gottlieb-Daimler-Stadion, welches für rund 52 Millionen Euro vor allem durch das Land Baden-Württemberg modernisiert wurde, trägt der Fußballverein VfB Stuttgart seine Heimspiele aus. Bei der WM soll die Zuschauerkapazität 54.267 betragen. Einen Sonderfall bildet das Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion, dessen Namen von der FIFA anerkannt wurde. Zwar steckt hinter diesem Namen der Automobilhersteller DaimlerChrysler, benannt ist das Stadion aber nach der Person Daimler und nicht nach dem Konzern.

Insgesamt beträgt die Zuschauerkapazität der zwölf WM-Stadien ca. 602.800 Sitzplätze. Das entspricht einem Schnitt von 50.234 Zuschauern pro Stadion.

Alle Stadien werden nach der Fußball-Bundesliga-Saison 2005/06 mit neuen Rasenflächen ausgestattet, damit in allen Stadien die gleiche Qualität und das gleiche Bild gewährleistet werden kann. Die Kosten dafür trägt der Veranstalter der Fußballweltmeisterschaft.

Quartiere

Hauptartikel: Quartiere der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

WM-Quartiere bisher

29 der 32 Mannschaften haben bisher ihre Residenz während der WM im Sommer 2006 festgelegt. Insgesamt stehen 100 Hotels mit angeschlossenem Trainingsplatz zur Auswahl. Jedes Team wird ein Basislager wählen, von dem es zu den einzelnen Spielen anreist. Davon geht das OK angesichts der kurzen Wege in Deutschland und der Tatsache, dass alle Mannschaften drei Vorrundenspiel in drei verschiedenen Stadien absolvieren müssen aus. Die längste Anreise von einem Hotel bis zu einem Spielort soll maximal zwei Stunden dauern.

Standort des Internationalen Medienzentrums der WM ist München. Die Schiedsrichter logieren in Gravenbruch bei Frankfurt am Main. Der Fußball-Weltverband FIFA und der Deutsche Fußball-Verband (DFB) werden ihr Hauptquartier während der WM in Berlin aufschlagen.

Nur 15 Autominuten vom Olympiastadion entfernt liegt das Schlosshotel Grunewald (http://www.schlosshotelberlin.com/deutsch/index.html), das Quartier der deutschen Nationalmannschaft im Nobelviertel Berlin-Grunewald. Von dort aus sind auch die Trainingsanlagen schnell zu erreichen. Öffentliche Trainingseinheiten (nicht nur der Deutschen Nationalmannschaft) werden voraussichtlich im Mommsenstadion durchgeführt, das derzeit gerade baulich für diesen Zweck hergerichtet wird. Für den regulären Trainingsbetrieb wird das neue 4500 Zuschauer fassende Amateurstadion der Regionalligamanschaft des Fußball-Bundesliga-Vereins Hertha BSC auf dem Gelände des Deutschen Sportforums genutzt werden. Das jahrelang als Hauptquartier der britischen Militäradministration genutzte Gelände des Sportforums ist komplett umzäunt und lässt sich leicht absperren. Das weitläufige Areal bietet auch die Möglichkeit, in einem Zelt ein Pressezentrum einzurichten.

Ebenfalls fest gebucht haben neben Deutschland u.a. die Iranische Nationalmannschaft (Friedrichshafen), Argentinien (Herzogenaurach), die Niederlande (Hinterzarten), Japan (Bonn), Schweden (Bremen) und die USA (Hamburg). Für den Standort Bonn interessiert sich auch die portugiesische Nationalmannschaft.

Die deutsche Nationalmannschaft eröffnet am 9. Juni 2006 im neuen Münchner Stadion das WM-Turnier. Die Gruppenspiele in den zwölf FIFA-WM-Spielorten werden zwischen 9. und 23. Juni durchgeführt, die zweite Turnierphase beginnt mit den Achtelfinalspielen am 24. Juni, das Endspiel findet am 9. Juli 2006 im Berliner Olympiastadion statt. An jedem Spielort werden mindestens fünf Spiele ausgetragen, davon jeweils vier Spiele der Gruppenphase. Die Achtelfinalspiele finden in Dortmund, Hannover, Kaiserslautern, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart statt.

Spielorte im Viertelfinale sind Berlin, Frankfurt, Gelsenkirchen und Hamburg. Im Halbfinale sind Dortmund und München Gastgeber, das Spiel um Platz drei wird in Stuttgart ausgetragen.

Organisation

Organisationskomitee

Hauptartikel: Organisationskomitee der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Das Organisationskomitee (auch OK) für die Weltmeisterschaft in Deutschland setzt sich zusammen aus dem Organisationspräsidenten Franz Beckenbauer, der Repräsentant der WM 2006 ist und große Projekte organisiert. Franz Beckenbauer, seit 1994 Präsident des FC Bayern München, war auch Vorsitzender der deutschen WM-Bewerbung.

Erster Vize-Präsident und stellvertretender Präsident des WM-Komitees ist Horst Schmidt, der Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der Verantwortungsbereich des geschäftsführenden Vizepräsidenten des OK ist vielfältig und beinhaltet spiel- und wettbewerbstechnische Angelegenheiten, Stadien, Kartenverkauf, Transport und Verkehr, Sicherheit, Rechtliche Angelegenheiten, Personal, Finanzen, Planung und Kontrolle, medizinische Betreuung, Verwaltung und Sekretariat.

Wolfgang Niersbach ist der geschäftsführende Vizepräsident und Pressechef des Komitees der Weltmeisterschaft. Niersbach ist für Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Akkreditierung, Informationstechnologie, Medien- und Telekommunikation, Veranstaltungen und die Mannschaftsquartiere verantwortlich.

Vize-Präsident des OK ist Dr. Theo Zwanziger. Sein Verantwortungsbereich umfasst die allgemeine Organisation, Recht, ebenso Finanzen und zudem Personalentscheidungen im Vorfeld der WM.

Das Organisationskomitee wird durch den Aufsichtsrat und das Kuratorium kontrolliert. Im Aufsichtsrat sitzen namhafte Persönlichkeiten wie Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der ehemaliger Bundesinnenminister Otto Schily, der Präsident des Deutschen-Fußball-Verbandes Gerhard Mayer-Vorfelder, Dr. Thomas Bach vom Internationalen Olympischen Komitee, Werner Hackmann der Präsident der Deutschen Fußball-Liga und der ehemalige Fußballer Günter Netzer als Sportrechtevermarkter.

Das WM-Komitee wird außerdem vom Sportausschuss des Deutschen Bundestages unterstützt und beraten. Zu dieser Thematik haben der Sportausschuss sich mehrfach mit dem OK ausgetauscht, zum Beispiel im Juni 2003 über Chancen und Perspektiven der touristischen Vermarktung der Fußball-Großveranstaltung. Mitglieder in der Wahlperiode bis 2006 sind fünfzehn Abgeordnete der SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP. Vorsitzender des Sportausschusses ist Peter Rauen von der CDU, der sich auch im Kuratorium des OK befindet.

Internationale Botschafter

Repräsentant und Botschafter der Weltmeisterschaft ist zum einen der Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft Jürgen Klinsmann. Den Welt- und Europameister (von 1990 bzw. 1996) qualifizieren dafür seine internationale Karriere und seine Fremdsprachenkenntnisse. Er spielte in Italien, Frankreich, England und lebt in den Vereinigten Staaten. Aus dem Verantwortungsbereich der Nationalmannschaft kommt auch Oliver Bierhoff. Er hat die Funktion des Nationalmannschaftmanagers inne und war 1996 Europameister. Bierhoff schoss Deutschland per Golden Goal zum Titel und er war in den neunziger Jahren für Udinese Calcio einer der besten Stürmer in der italienischen Serie A. Ein weiterer Repräsentant der WM ist der Fußball-Funktionär Karl-Heinz Rummenigge. Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender war 1980 Europameister und ist Vizepräsident der Vereinigung der europäischen Großvereine "G14" sowie innerhalb der UEFA Präsident des europäischen Klub-Forums. Rudi Völler war ehemaliger Teamchef der deutschen Nationalmannschaft und der Vorgänger von Jürgen Klinsmann. Auch der ehemalige Nationalstürmer wird Deutschland in der Welt repräsentieren.

Organisationschef Franz Beckenbauer benannte dreizehn weitere WM-Botschafter, ausnahmslos ehemalige Fußball-Profis, die ihre Heimatstädte und gleichzeitig die WM-Austragungsorte auf dem Weg zur WM offiziell begleiten sollen:

  • Andreas Köpke: Nationaltorhüter und Europameister (1996) Köpke ist Botschafter Nürnbergs
  • René Müller: Der ehemalige DDR-Auswahlkeeper und Ex-Trainer des Zweitligisten Rot-Weiß Erfurt René Müller repräsentiert die Messestadt Leipzig.
  • Olaf Thon: Fußball-Weltmeister in Rom im Jahre 1990, beendete im März 2003 seine aktive Karriere, Botschafter für Gelsenkirchen, wo er lange Jahre für den FC Schalke 04 spielte
  • Stefan Reuter: Fußball-Weltmeister 1990, Botschafter für Dortmund, ehemaliger Kapitän von Borussia Dortmund. Seit Ende März absolviert er die repräsentativen Aufgaben gemeinsam mit Sigi Held, dem ehemaligen Nationalstürmer und WM Teilnehmer 1966.
  • Hansi Müller: Der Europameister von 1980 übernimmt die Botschafter-Aufgabe von Guido Buchwald für Stuttgart. Buchwald ist seit Anfang des Jahres 2004 Trainer in Japans Profiliga J. League bei den Urawa Red Diamonds und steht so nur sehr eingeschränkt als Repräsentant zur Verfügung.
  • Horst Eckel: Weltmeister in Bern 1954, er war der Jüngste in der siegreichen Mannschaft von Trainer Sepp Herberger, Botschafter für Kaiserslautern
  • Uwe Seeler: Ehrenspielführer der Nationalelf, 1964 der erste Torschützenkönig der Bundesliga, Uns Uwe ist Botschafter für seine Heimatstadt Hamburg
  • Hans Siemensmeyer: Rekordtorschütze in der Geschichte von Hannover 96, Botschafter für seine Heimat Hannover
  • Wolfgang Overath: Weltmeister von 1974, ehemaliger überragender Mittelfeldspieler vom 1. FC Köln, zur Zeit Präsident des Vereins, Botschafter für Köln
  • Michael Preetz: Mittelstürmer von Hertha BSC Berlin, siebenmal repräsentierte er die Berliner im Nationalteam und schoss dabei drei Tore, Botschafter für Berlin
  • Bernd Hölzenbein: Weltmeister von 1974, Stürmer von Eintracht Frankfurt, Botschafter für Frankfurt am Main
  • Jürgen Grabowski: Weltmeister von 1974 und führte Eintracht Frankfurt 1980 zum UEFA-Cup-Sieg, Botschafter von Frankfurt zusammen mit Hölzenbein
  • Gerd Müller: Ehemaliger Mittelstürmer, mit Bayern München drei Mal im Finale des Europapokals der Landesmeister, dreimal siegten die Münchner. 1966/67 siegten Müller und die Bayern im Finale des Europapokals der Pokalsieger. 1972 gewann er die Fußball-Europameisterschaft, zwei Jahre später das WM-Finale von München. Seine Rekorde: 365 Tore in der Fußball-Bundesliga, davon 40 in einer Saison sowie 68 Tore in 62 Länderspielen.

Finanzen

Wirtschaftliche Auswirkungen auf Deutschland

Deutschland befindet sich 2006 in einer Wirtschaftskrise und erhofft sich durch die Ausrichtung des, gemessen an der Zahl der Fernsehzuschauer, größten Sportereignisses der Welt wichtige gesamtwirtschaftliche Impulse. Diese will die deutsche Regierung zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und einer Image-Kampagne mit dem Titel 1. FC Deutschland 06 anfachen. Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages und damit auch die Oppositionsparteien CDU/CSU und FDP unterstützen die Aktion, die vom Frühjahr 2005 bis Frühjahr 2006 laufen wird. Mit der Imagekampagne will die Bundesregierung die Chance nutzen, Deutschland positiv in der Welt darzustellen. Fußball-WM solle dazu dienen, um international einen nachhaltigen Nutzen für den Wirtschafts-, Innovations- und Wissenschaftsstandort sowie für das Reiseland Deutschland zu erzielen. Während der Regierungsperiode der rot-grünen Koalition wurde die Kampagne, in die im Jahre 2005 rund zehn Millionen Euro vom Bund sowie zehn Millionen Euro vom BDI fließen soll, von den Kritikern als „rot-grüne Wahlkampfpartie“ bezeichnet.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement prognostizierte für Deutschland einen langfristigen, volkswirtschaftlichen Gewinn von über acht Milliarden Euro beim Bruttoinlandsprodukt. Dieser Erlös käme vor allem durch die ungefähr fünf Millionen zusätzlichen Übernachtungen zustande, die eingeplant werden. Das deutsche Organisationskomitee zur Fußballweltmeisterschaft rechnete mit circa 3,2 Millionen Besucherinnen und Besuchern, von denen etwa eine Million aus dem Ausland kommen sollten. Allerdings liesen sich die langfristigen Folgen eines solchen Großereignisses auf die wirtschaftliche Entwicklung aufgrund unsicherer Prognosen und vielfältiger Multiplikatorwirkungen nur sehr schwer einschätzen. Neben positiven Effekten wie dem Imagegewinn oder zusätzlichen Steuereinnahmen könnte die WM aber auch negative Auswirkungen wie Verkehrs- und Sicherheitsprobleme sowie Umweltschäden durch den steigenden Tourismus und damit hohe Folgekosten hervorrufen.

Einer Januar 2005 veröffentlichten Analyse der Deutschen Postbank AG zufolge soll die Weltmeisterschaft dem Gastgeberland Deutschland ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent bringen. Der Konsum soll durch die WM um zwei bis drei Milliarden Euro wachsen.

Die Fußball-WM hat in Deutschland das Wirtschaftswachstum angekurbelt und 50 000 neue Jobs geschaffen. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte der "Bild am Sonntag" Ende Oktober 2006: "Nach unseren Berechnungen hat die WM in diesem Jahr ein zusätzliches Wachstum von 0,3 Prozentpunkten gebracht. Es sind 50 000 neue Arbeitsplätze entstanden, viele davon aber nur kurzzeitig." Für die WM-Bilanz hatte der DIHK mehr als 19 000 Unternehmen befragt.

Rund 1,38 Mrd. Euro wurde insgesamt in neue Stadien investiert, davon 280 Mio. Euro alleine ins
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Rund 1,38 Mrd. Euro wurde insgesamt in neue Stadien investiert, davon 280 Mio. Euro alleine ins FIFA WM-Stadion München

Alle zwölf Austragungsorte können neue Stadien vorweisen, die für zwischen 48 und 280 Millionen Euro umgebaut oder neu gebaut wurde. In Bau und Erweiterung der Stadien investierten der Staat und die Betreiber rund 1,38 Milliarden Euro. Zum Vergleich wurde für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland für neun WM-Stadien 242 Millionen Deutsche Mark (also etwa 121 Millionen Euro) ausgegeben. Hinzu kommen Bauaufträge für den Ausbau der öffentlichen und privaten Infrastruktur (beispielsweise Straßen, Hotels).

Das Wirtschaftsministerium hat angekündigt, 3,7 Milliarden Euro in den Straßenbau und 500 Millionen in den Ticketverkauf zu investieren. Die Bewerbungsunterlagen und die Repräsentation vor der WM kosten alleine 400 Millionen Euro. Die Ministerpräsidenten der Länder wollen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) zusätzliche Mittel in Höhe von 24 Millionen Euro gewähren. Die konjunkturellen Auswirkungen aus der Baubranche heraus sind allerdings nur gering, da dieser Sektor zu den unproduktivsten Wirtschaftszweigen gehört.

Die eindeutigeren Gewinner in wirtschaftlicher Hinsicht könnten die FIFA mit ihren Mitgliedsverbänden und die als Teamausrüster auftretenden Sportartikelhersteller sein. Die FIFA kann mit Rekord-Bruttoeinnahmen aus Eintrittsgeldern, Sponsoring, Fernseh- und Marketingrechten rechnen. Nicht umsonst gilt der Sport unter Wirtschaftsexperten mittlerweile als der am stärksten wachsende Wirtschaftsfaktor der Welt.

Sponsoren

Die Fußball-Weltmeisterschaft wird zum größten Teil durch Sponsoren finanziert. Alleine die internationalen Hauptsponsoren des Weltverbandes FIFA zahlen mit 360 Millionen Euro (im Schnitt etwa 26 Millionen Euro) fast doppelt soviel Geld an den Verband, wie durch den Kartenverkauf eingenommen wird. Zu den offiziellen Partnern der FIFA für die Fußball-WM zählen neben Anheuser-Busch weitere vierzehn bekannte internationale Unternehmen: Adidas, Avaya, Coca-Cola, Continental, Deutsche Telekom, Emirates sowie Fujifilm, Gillette, Hyundai, Mastercard und McDonalds, Philips, Toshiba und Yahoo!.

Offizielles Fahrzeug zur WM von Hyundai:Grandeur
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Offizielles Fahrzeug zur WM von Hyundai:Grandeur

Hinzu kommen die nationalen Sponsoren, die über 60 Millionen Euro zusätzlich zur WM beitragen. In Berlin präsentierte am 7. Dezember 2004 das OK der WM den letzten Förderer der WM 2006: die Deutsche Bahn AG. Weitere nationale Sponsoren sind die Postbank, OBI, Hamburg-Mannheimer, EnBW und Oddset. Im Gegensatz zu den 15 internationalen Sponsor-Partnern des Weltfußballverbandes FIFA dürfen die nationalen Förderer nur in Deutschland mit ihrem Engagement werben.

Die Firmen die sich bei der WM engagieren, hoffen auf einen Imageschub und eine Umsatzsteigerung. Dass sich dieses Engagement lohnen kann, zeigt beispielsweise die Fußball-Europameisterschaft 2004 und der Sponsor Carlsberg. Der Brauriese verkaufte während des Turniers ganze dreizehn Prozent mehr Bier. Für die WM hat der amerikanische, zweitgrößte Bierbrauer der Welt Anheuser-Busch die Exklusiv-Rechte für den WM-Bierausschank im Stadion für 40 Millionen Euro von der FIFA gesichert.

Antrittsgelder und Prämien für die Verbände

Von der Weltmeisterschaft profitieren neben den Sponsoren die Teamausrüster durch die Vermarktung von Spielertrikots in hohem Maße. Außer an den Veranstalter werden Teile der Erträge an die Teilnehmer- und Mitgliedsverbände ausgeschüttet. Allein an die Verbände der Teilnehmer fließen als Antritts- und Spielprämien rund 262,9 Millionen Euro.

Der neue Weltmeister wird 2006 ein doppelt so hohes Preisgeld erhalten wie bei der WM in Japan und Südkorea. Der Weltfußballverband FIFA lobt für den Sieger eine Prämie von insgesamt 16,5 Millionen Euro (25,5 Millionen Schweizer Franken) aus.

Jedem der 32 Teilnehmer sind schon vor dem ersten Anpfiff 4,5 Millionen Euro sicher, davon 650 000 Euro zur Kostendeckung der Vorbereitung auf die WM-Endrunde. Das gab die FIFA am Dienstag, den 6. Dezember 2005 in Leipzig bekannt.

Insgesamt sind im Prämientopf rund 169 Millionen Euro, 34 Millionen Euro mehr als 2002. Vor vier Jahren hatte Sieger Brasilien rund 8,2 Millionen Euro erhalten. Diesen Betrag bekommen beim Turnier in Deutschland bereits alle

Schon der Einzug in das Achtelfinale wird mit immerhin 6,1 Millionen Euro belohnt. Die Halbfinalisten bekommen 14,6 Millionen Euro, der Verlierer des Endspiels kann sich mit 15,2 Millionen Euro trösten.

So ist die WM-Qualifikation für die Endrunde nicht nur mit viel Prestige für jede Nation verbunden, sondern sie lohnt sich auch finanziell. Neben dem Sponsoring und den Fernseh- und Marketingrechten werden diese Gelder aus den Eintrittskarten genommen:

Eintrittskarten

Hauptartikel: Eintrittskarten der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Vom 1. Februar bis zum 31. März 2005 fand weltweit die erste Phase des Eintrittskartenverkaufes der Fußball-WM statt. Es wird bei der WM ausschließlich Sitzplatzkarten in vier Kategorien geben, wobei die Preise für die günstigste Kategorie vier bei 47 Spielen der Vorrunde 35 Euro beträgt. Die Preise gehen hoch bis zu 600 Euro für das Finale (1 Kategorie). Nach Angaben des Organisationskomitees (OK) standen im Online-Verkauf 1,12 Millionen der insgesamt 3,2 Millionen Eintrittskarten - also ca. ein Drittel - zur Verfügung. Der größere Teil der Eintrittskarten ist reserviert für Sponsoren, DFB, die verschiedenen teilnehmenden Verbände, den Weltverband FIFA (die nicht teilnehmenden Länder) sowie für besonders zahlungskräftige Kunden. Knapp über eine Million Menschen aus 195 Ländern haben sich in dieser ersten zweimonatigen Verkaufsphase um die 812.000 Eintrittskarten beworben. 8,7 Millionen gültige Ticketbestellungen gingen ein, von denen 6,25 Millionen aus Deutschland stammen. 2,3 Millionen Bestellungen aus einem aus den USA gestarteten Manipulationsversuch und 1,3 Millionen Doppelbestellungen wurden nicht akzeptiert. Damit kommen auf jede Eintrittskarte der ersten Verkaufsphase über 10 Bewerber. Bereits nach den ersten 48 Stunden der Verkaufsphase hatte die Nachfrage das Angebot überstiegen. Jeder konnte über ein Losverfahren für sieben Spiele jeweils maximal vier Tickets erhalten. Es erfolge keine Bearbeitung in einer chronologischen Reihenfolge. Nach einem TÜV-geprüften Verfahren und unter notarieller Aufsicht wurde am 15. April 2005 die erste Bestellphase verlost. Der Verkauf der Eintrittskarten erfolgte, damit weltweit alle Interessenten gleiche Chancen haben, nur über die offizielle Internetseite.

Verteilung der Eintrittskarten für die WM

Niemand ist berechtigt laut den AGB's (http://fifaworldcup.yahoo.com/06/de/tickets/tac.html), ein ihm zugeteiltes Ticket weiterzuverkaufen oder weiterzugeben. Ein Versuch, Tickets zu verkaufen, wird als Schwarzmarkthandel gewertet und führt zur Sperrung des Tickets. Auf dem Sicherheitschip der personalisierten Karten sollen Zutritts-Informationen, nicht aber persönliche Daten wie z.B. der Name, gespeichert werden.

Das WM-OK rechnet angesichts der großen Zahl an Eintrittskarten, die nicht in den freien Verkauf gehen mit kritischen Stimmen. Zwischen der FIFA und den Organisatoren gab es anfänglich Auseinandersetzungen um die Preisgestaltung. Das OK bestand auf einer Sozialkomponente und setzte mit 35 Euro für den billigsten Sitzplatz in den Vorrundenspielen einen Preis durch, der um 16 Euro unter dem der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan/Südkorea liegt. Erstmals bei einer WM gilt die Eintrittskarte zu den Spielen gleichzeitig auch als Kombiticket für die kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Wer neben Gastgeber Deutschland überhaupt qualifiziert ist, steht bei den ersten drei Verkaufsphasen noch nicht fest. Erst nach der Endrundenauslosung im Dezember 2005 wird feststehen, welche Mannschaft zu welchem Zeitpunkt in welchem Stadion spielen wird. Dies gilt auch für die Deutsche Nationalmannschaft. Auch die endgültigen Anstoßzeiten werden im Dezember 2005 festgelegt. In jedem Stadion werden jedoch in den Gruppenspielen mindestens zwei Spiele mit Top-gesetzten Teams stattfinden.

Probleme bereitete zu Beginn der zweiten Verkaufsphase ein Computervirus mit dem Namen "Sober S"-Wurm. Der PC-Virus wurde per E-Mail verbreitet und verspricht allen Benutzern ein Ticket für die Weltmeisterschaft 2006. Wer den Anhang der E-Mail öffnet, aktiviert automatisch den Spionagevirus. In wenigen Stunden soll sich der Virus so in 30 Ländern verbreitet haben.

Berichterstattung

Insgesamt werden mindestens 14.000 Medienvertreter von der WM-Endrunde berichten, es wird jedoch mit bis zu 20.000 gerechnet.

Fernsehen

Für die Weltmeisterschaft hat der Lizenzgeber für die Fernsehrechte, Infront AG, inzwischen Fernsehanstalten aus 156 Ländern unter Vertrag genommen; bis zur WM sollen es 205 Länder sein. Die Höhe der Sportrechtekosten für die WM 2006, die von der Schweizer Sportrechteagentur Infront gekauft wurden, wurde nicht bekannt. Voraussichtlich werden kumuliert mehr als 30 Milliarden Menschen weltweit die 64 Spiele an den Fernsehgeräten verfolgen. Das heißt, jeder Mensch der Erde sieht statistisch gesehen vier Spiele der Weltmeisterschaft im Fernsehen.

Im Land des Gastgebers Deutschland werden 48 der 64 Spiele im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bei ARD und ZDF sowie acht Begegnungen im Privatfernsehen bei RTL übertragen. Alle Begegnungen der deutschen Mannschaft werden im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt. Sollte die deutsche Mannschaft im Achtelfinale an einem Sonntag spielen, würden ARD bzw. ZDF ein 49. Spiel erhalten. Ansonsten hat das öffentlich-rechtliche Fernsehen an Sonntagen bis zum Viertelfinale spielfrei.

Der Pay-TV-Sender Premiere wird sämtliche 64 Partien übertragen, acht davon exklusiv. Bei den Exklusivspielen handelt es sich um Spiele des letzten Vorrundenspieltags, die je Gruppe immer zeitgleich stattfinden, so dass zur selben Zeit die Live-Übertragung eines anderen Spiels im Free-TV erfolgt. Erstmals werden alle 64 WM-Spiele bei Premiere auch im neuen, hochauflösenden Fernsehformat HDTV übertragen. Parallel stattfindende Begegnungen werden auch in Konferenzschaltungen angeboten. Außerdem bietet Premiere einen eigenen WM-Kanal an, der rund um die Uhr Analysen, Höhepunkte und Wiederholungen zeigt.

Radio

Die FIFA vergibt keine direkten Übertragungsrechte im Radio, da man Radiosendern schlecht verbieten kann von Fernsehbildschirmen abzukommentieren. Jedoch verleiht die FIFA an Privatradios den Titel "Lizenzierter Radio Sender", welchen diese dann auf ihren Websites und auf Plakaten, sowie im laufenden Programm, anpreisen dürfen. Viele Radiosender, private wie auch öffentlich-rechtliche, übertragen die WM auch live aus den Stadien und kommentieren die Begegnungen.

Übertragung auf Großleinwänden

Nach einer Initiative des Organisationskomitees (OK) bei der Weltverband FIFA und bei Sportrechtevermarkter Infront ist die Übertragung der Fußball-WM 2006 auf Großleinwänden in deutschen Städten gesichert. Hauptgrund für das Drängen des OK ist die zu geringe Anzahl an Eintrittskarten.

So gaben sowohl die Agentur Infront als auch die FIFA am 20. Januar 2005 nach und genehmigten das kostenlose "Public Viewing". Somit kann nun jede Stadt und jede Gemeinde beispielsweise auf öffentlichen Plätzen oder in Mehrzweckhallen Großbildleinwände aufstellen und die Spiele kostenlos übertragen. Ausdrücklich gilt diese kostenfreie Freigabe auch für alle nicht-kommerziellen Veranstaltungen in Schulen, Kirchen, Krankenhäusern, Firmen oder Biergärten. Sofern eine Übertragung jedoch durch Sponsoren finanziert wird, gilt sie als kommerzielle Veranstaltung, für die Lizenzgebühren erhoben werden. Dies gilt auch für alle Veranstaltungen, bei denen Eintritt erhoben wird. Als Sponsoren dürfen nur lokale und regionale Unternehmen fungieren, die nicht Wettbewerber der offiziellen FIFA-Sponsoren sind.

Nach Gesprächen mit dem OK erlaubt die FIFA den lokalen Veranstaltern den Verkauf von Würstchen, Pommes und deutschem Bier. Das Getränk des FIFA-Sponsors (Budweiser) muss nicht ausgeschenkt werden.

Der internationale Fußballverband finanziert in den zwölf Austragungsorten je eine Großleinwand mitsamt der Technik und den Fernsehbildern. Mit der Hilfe der offiziellen Sponsoren will der Fußballverband jedoch höchstens 700 000 Euro pro WM-Stadt ausgeben, alle weiteren Kosten müssen die einzelnen Städte aufbringen.

Kultur

Bundessport- und Bundesinnenminister Otto Schily (SPD), OK-Chef Franz Beckenbauer und der verantwortliche Multimedia-Künstler André Heller sind die Initiatoren für das 30 Millionen Euro teure Kulturprogramm zur Einstimmung auf die Fußball-WM 2006 in Deutschland. Zu den wichtigsten Projekten gehören der Fußball-Globus, der bis zu Beginn der WM nacheinander in den Austragungsorten aufgebaut wird. Außerdem veranstaltet die Kulturstiftung des Bundes ein Projekt zur Förderung des Nachwuchses unter dem Motto "Straßenfußballkulturen". Der Fernsehsender ARTE widmet sich ebenfalls dem Thema Fußball und Kultur und das Goethe Institut organisiert in über 127 Ländern eigene Ausstellungen zur WM. Bei der großen WM-Eröffnungsfeier in Berlin, offiziell FIFA World Cup™ Gala 2006, werden Brian Eno (http://music.hyperreal.org/artists/brian_eno/), die Hiphop-Band Black Eyed Peas (http://www.blackeyedpeas.de/) und der Sänger Cheb Khaled (http://khaled-lesite.artistes.universalmusic.fr/) auftreten.

Ergänzend zum bundesweiten Kulturprogramm zur WM veranstaltet die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen in 12 NRW-Städten zwischen Krefeld und Siegen ein eigenes Kulturfestival: "NRWM – das Festival" bietet Fußballübertragungen und ein vielfältiges internationales Musikprogramm mit 46 Bands und Künstlern aus über 20 Nationen.

Spielplan

Teilnehmer

Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D
Deutschland England Argentinien Mexiko
Costa Rica Paraguay Elfenbeinküste Iran
Polen Trinidad und Tobago Serbien und Montenegro Angola
Ecuador Schweden Niederlande Portugal
Gruppe E Gruppe F Gruppe G Gruppe H
Italien Brasilien Frankreich Spanien
Ghana Kroatien Schweiz Ukraine
USA Australien Südkorea Tunesien
Tschechien Japan Togo Saudi-Arabien


Spiele der Vorrunde

Die Vorrundengruppen stehen seit der Auslosung am Freitag, den 9. Dezember 2005 in Leipzig fest. Es gibt acht Gruppen mit je vier Teilnehmern. Die jeweils ersten beiden Mannschaften qualifizieren sich für das Achtelfinale, die anderen beiden scheiden aus. Der Bezahlsender Premiere überträgt alle Spiele live. Angegeben sind im Folgenden jeweils die Free-TV-Sender, die in Deutschland die Spiele live übertragen.


Gruppe A

Rang Land Tore Punkte
1 Deutschland 8:2 9
2 Ecuador 5:3 6
3 Polen 2:4 3
4 Costa Rica 3:9 0
Qualifiziert: Deutschland und Ecuador


9. Juni 2006, 18 Uhr in München (ZDF)
Deutschland - Costa Rica 4:2 (2:1)
9. Juni 2006, 21 Uhr in Gelsenkirchen (ZDF)
Polen - Ecuador 0:2 (0:1)
14. Juni 2006, 21 Uhr in Dortmund (ARD)
Deutschland - Polen 1:0 (0:0)
15. Juni 2006, 15 Uhr in Hamburg (ZDF)
Ecuador - Costa Rica 3:0 (1:0)
20. Juni 2006, 16 Uhr in Berlin (ARD)
Ecuador - Deutschland 0:3 (0:2)
20. Juni 2006, 16 Uhr in Hannover
Costa Rica - Polen 1:2 (1:1)

Gruppe B

Rang Land Tore Punkte
1 England 5:2 7
2 Schweden 3:2 5
3 Paraguay 2:2 3
4 Trinidad&Tobago 0:4 1
Qualifiziert: England und Schweden


10. Juni 2006, 15 Uhr in Frankfurt (ARD)
England - Paraguay 1:0 (1:0)
10. Juni 2006, 18 Uhr in Dortmund (ARD)
Trinidad und Tobago - Schweden 0:0 (0:0)
15. Juni 2006, 18 Uhr in Nürnberg (ZDF)
England - Trinidad und Tobago 2:0 (0:0)
15. Juni 2006, 21 Uhr in Berlin (ZDF)
Schweden - Paraguay 1:0 (0:0)
20. Juni 2006, 21 Uhr in Köln (ARD*)
Schweden - England 2:2 (0:1)
20. Juni 2006, 21 Uhr in Kaiserslautern (ARD*)
Paraguay - Trinidad und Tobago 2:0 (1:0)

Gruppe C

Rang Land Tore Punkte
1 Argentinien 9:2 7
2 Niederlande 4:2 7
3 Elfenbeinküste 5:6 3
4 Serbien und M. 2:10 0
Qualifiziert: Argentinien und Niederlande


10. Juni 2006, 21 Uhr in Hamburg (ARD)
Argentinien - Elfenbeinküste 2:1 (2:0)
11. Juni 2006, 15 Uhr in Leipzig (RTL)
Serbien und M. - Niederlande 0:1 (0:1)
16. Juni 2006, 15 Uhr in Gelsenkirchen (ARD)
Argentinien - Serbien und M. 6:0 (3:0)
16. Juni 2006, 18 Uhr in Stuttgart (ARD)
Niederlande - Elfenbeinküste 2:1 (2:1)
21. Juni 2006, 21 Uhr in Frankfurt (ZDF)
Niederlande - Argentinien 0:0 (0:0)
21. Juni 2006, 21 Uhr in München
Elfenbeinküste - Serbien und M. 3:2 (2:1)

Gruppe D

Rang Land Tore Punkte
1 Portugal 5:1 9
2 Mexiko 4:3 4
3 Angola 1:2 2
4 Iran 2:6 1
Qualifiziert: Portugal und Mexiko


11. Juni 2006, 18 Uhr in Nürnberg (RTL)
Mexiko - Iran 3:1 (1:1)
11. Juni 2006, 21 Uhr in Köln (RTL)
Angola - Portugal 0:1 (0:1)
16. Juni 2006, 21 Uhr in Hannover (ARD)
Mexiko - Angola 0:0 (0:0)
17. Juni 2006, 15 Uhr in Frankfurt (ZDF)
Portugal - Iran 2:0 (0:0)
21. Juni 2006, 16 Uhr in Gelsenkirchen (ZDF)
Portugal - Mexiko 2:1 (2:1)
21. Juni 2006, 16 Uhr in Leipzig
Iran - Angola 1:1 (0:0)

Gruppe E

Rang Land Tore Punkte
1 Italien 5:1 7
2 Ghana 4:3 6
3 Tschechien 3:4 3
4 USA 2:6 1
Qualifiziert: Italien und Ghana


12. Juni 2006, 18 Uhr in Gelsenkirchen (ZDF)
USA - Tschechien 0:3 (0:2)
12. Juni 2006, 21 Uhr in Hannover (ZDF)
Italien - Ghana 2:0 (1:0)
17. Juni 2006, 21 Uhr in Kaiserslautern (ZDF)
Italien - USA 1:1 (1:1)
17. Juni 2006, 18 Uhr in Köln (ZDF)
Tschechien - Ghana 0:2 (0:1)
22. Juni 2006, 16 Uhr in Hamburg (ZDF)
Tschechien - Italien 0:2 (0:1)
22. Juni 2006, 16 Uhr in Nürnberg
Ghana - USA 2:1 (2:1)

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Gruppe G

Rang Land Tore Punkte
1 Schweiz 4:0 7
3 Frankreich 3:1 5
2 Südkorea 3:4 4
4 Togo 1:6 0
Qualifiziert: Schweiz und Frankreich


13. Juni 2006, 15 Uhr in Frankfurt (ARD)
Südkorea - Togo 2:1 (0:1)
13. Juni 2006, 18 Uhr in Stuttgart (ARD)
Frankreich - Schweiz 0:0 (0:0)
18. Juni 2006, 21 Uhr in Leipzig (RTL)
Frankreich - Südkorea 1:1 (1:0)
19. Juni 2006, 15 Uhr in Dortmund (ZDF)
Togo - Schweiz 0:2 (0:1)
23. Juni 2006, 21 Uhr in Köln (ARD)
Togo - Frankreich 0:2 (0:0)
23. Juni 2006, 21 Uhr in Hannover
Schweiz - Südkorea 2:0 (1:0)

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Finalrunde

Siehe die Spiele der Finalrunde in der Übersicht weiter unten hier

Schema bearbeiten (http://de.worldcupwiki.org/index.php?title=Vorlage:WM-Tabelle&action=edit)

1/8-Finale 1/4-Finale 1/2-Finale Finale
                                   
  24. Juni - 17h, München            
A Deutschland Costa Rica Polen Ecuador Erster  Deutschland Deutschland  2
  30. Juni - 17h, Berlin
B England Paraguay Trinidad und Tobago Schweden Zweiter  Schweden Schweden  0  
   Deutschland Deutschland  5**
24. Juni - 21h, Leipzig
   Argentinien Argentinien  3  
C Argentinien Côte d'Ivoire Serbien und Montenegro Niederlande Erster  Argentinien Argentinien  2*
  4. Juli - 21h, Dortmund
D