Weserstadion
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Das Weserstadion ist ein Stadion in Bremen. Es liegt direkt an der Weser, am rechten Weserufer, in der Pauliner Marsch, einem Überflutungsgebiet vor dem Osterdeich im Stadtteil Östliche Vorstadt, Ortsteil Peterswerder.
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Geschichte
Das Bremer Weserstadion wurde 1909 vom Allgemeinen Bremer Turn- und Sportverein als Sportplatz erbaut und nach seinem ersten Umbau im Jahre 1926 „ATSB-Kampfbahn“ benannt. Der heutige Name, der auf die unmittelbare Lage an der Weser zurückgeht, besteht seit 1930. Seit dieser Zeit trägt dort auch der SV Werder Bremen seine Spiele aus. Auch der Bremer Sport-Verein von 1906 trug im Weserstadion seine Oberligaspiele bis 1963 aus. Zum Beginn der ersten Saison der Fußball-Bundesliga (1963) erhielt das Stadion seine erste überdachte Tribüne. In den folgenden Jahrzehnten wurden auch die anderen Tribünen erbaut und sukzessive modernisiert. 1992 wurde erstmals in einem Stadion eine VIP-Loge eingeführt.
Ausstattung
Nach der letzten Modernisierung, bei der das Stadioninnere um mehr als zwei Meter abgesenkt wurde, beträgt die Kapazität des Stadions nunmehr 42.358 Zuschauer. Durch die Absenkung des Innenraumes sind die Plätze noch näher an das Spielfeld gerückt und die Kapazität wurde um mehrere tausend Plätze erweitert. Das Weserstadion ist eines der wenigen Stadien der Bundesliga, die noch über Fankurven verfügen.
Dies wird durch die Installation von transportablen Tribünenteilen erreicht, die auf der Tartanbahn montiert werden. Das Konzept sah vor, diese Tribünenteile bei Leichtathletikveranstaltungen abzubauen, um so auch die Tartanbahn für Laufwettbewerbe zu nutzen, nach der Absenkung erfolgte allerdings kein Neuaufbau der Laufbahn, heute ist der Bereich zwischen Spielfeld und den Rängen mit Betonsteinen gepflastert.
Obwohl die Vereinsfarben von Werder Bremen grün-weiß sind, besaß das Stadion bis Juli 2006 ausnahmslos rote Sitze. Diese wurden nach und nach gegen grüne ausgetauscht. Auf beiden Geraden ist zudem nun der Schriftzug „Werder Bremen“ in weißer Farbe auf dem Unterrang zu lesen. Am 18. Juli 2006 wurde der erste Bauabschnitt fertiggestellt wonach nun Teile der Westkurve mit grünen Sitzen ausgestattet wurde. Im September 2006 ist die Maßnahme fertiggestellt worden.
Durch die 1998 installierte Rasenheizung ist die Austragung der Werder-Heimspiele bei jeder Witterung möglich. Für zahlungskräftige Zuschauer und Firmen stehen insgesamt 70 VIP-Logen sowie eine Großraumloge für ca. 700 Personen zur Verfügung.
Museum
Seit Dezember 2004 befindet sich im Weserstadion auch das Werder-Bremen-Museum, kurz Wuseum genannt. Dies entstand im Zuge der Umbaumaßnahmen an der Nordtribühne. Im Wuseum werden die Erfolge und errungenen Titel von Werder ausgestellt. So sind dort die Meisterschale, der DFB-Pokal, sowie viele seltene Plakate, Fotos und andere Pokale zu sehen. Außerdem werden in Sonderausstellungen verschiedene außergewöhnliche Spieler oder andere Mitglieder geehrt.
Pläne für den Ausbau
Alle Facts zum beschlossenen Umbau des Bremers Stadions findet ihr im Artikel Weserstadion wird wie neu
Veranstaltungen
Während das Weserstadion in früheren Zeiten für verschiedene Sportarten (u.a. Radrennen, Leichtathletik) genutzt wurde, finden dort aktuell nur noch Fußballspiele und gelegentlich Musikevents statt.
Daten
- Gesamtkapazität: 42.358, davon
- Sitzplätze: 32.187 (davon 25.800 überdacht)
- Stehplätze: 10.900 (davon 8.700 überdacht)
Außerdem:
- Logen: 70 (720 Plätze)
- Großraumlogen: 1 (700 Plätze)
- Rollstuhlplätze: 127
- Flutlicht: 4 Flutlichtmasten, je 61 m hoch, je Mast 59 Strahler à 2.000 Watt
- Beleuchtungsstärke: 1.500 Lux
- Beschallung: dezentral, mit Vorrangschaltung für die Polizei
- Anzeigetafel: zwei Sony-Jumbotron; 35 Farb-Videowände, Größe ca. 50 m², 6×9-Format
Literatur
Harald Klingebiel: Mythos Weserstadion, ISBN-10: 3-89533-501-0 , Verlag die Werkstatt.
Aktuelles
- 14. Februar 2008: Werder Bremen plant für die nächsten Saison eine Fähranbindung zum Weserstadion. Durch die neue Schiffsroute auf der Werder-Fans mit einer Fähre in der kommenden Saison direkt vor das Weserstadion fahren können, erweitert der hanseatische Klub sein Angebot für alle Anhänger. Der ehrwürdige Jachthafen, neben dem Cafè Ambiente unmittelbar am Stadion, wird die Anlegestation. Anlegestellen, von denen die Fans zum Stadion fahren können, werden unter anderem sowohl am neuen Einkauf-Center Waterfront in Bremen-Gröpelingen (dort gibt es auch einen Park&Ride-Service) sowie am Martinianleger in der Bremer Innenstadt eingerichtet.
- Am 28. November 2007 stellt Jan Küpper sein Buch „Für immer grün-weiß. Mein Leben als Werder-Fan (http://www.amazon.de/F%C3%BCr-immer-Gr%C3%BCn-Wei%C3%9F-Jan-K%C3%BCpper/dp/3895335894/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&s=books&qid=1195474370&sr=8-1)" (Verlag Die Werkstatt 2007) vor und signiert es. Die Paninibildchen der älteren Schwester waren es, die den damals achtjährigen Jan zum Fan von Werder Bremen machten. Seither hält der gelernte Koch aus "Bocholt in der Nähe von Bremen" dem Verein die Treue. Ein Buch, das Werder-Anhänger in mal seligen, mal finsteren Erinnerungen schwelgen lässt. Wo und wann? In der Thalia Buchhandlung, Obernstraße um 17.00 bis 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss gibts für alle Werder-Fans ein richtiges Schmankerl: Im Weserstadion spielt Werder ab 20:45 Uhr in der Champions League gegen die Königlichen.
- 16. Oktober 2007: Facts zum beschlossenen Umbau des Bremers Stadions findet ihr im Artikel Weserstadion wird wie neu
- 3. Juli 2007: Hansa Rostock hat die Namensrechte des Ostseestadions verkauft und kann sich über 1,5 Millionen Euro pro Jahr freuen. Das Stadtion heißt seit Montag DKB-Arena. "Wir freuen uns, mit der DKB-Bank einen Namensgeber aus der Hansa-Familie gewonnen zu haben", so der Hansa-Vorsitzende Dirk Grabow. Die DKB hatte dem Klub beim Umbau des Ostseestadions vor einigen Jahren mit Krediten zur Seite gestanden. DKB-Chef Günther Troppmann sagte beim Abschluss des 10-Jahresvertrages: "Wir wollen unseren Namen mit Hansa noch bekannter machen". Nur noch fünf Erstliga-Arenen in Deutschland haben keinen Firmennamen: das Weserstadion, das Stadion der Freundschaft, das Berliner Olympiastadion, das Wildparkstadion und die MSV Arena.
- 15. März 2007: Werder Bremen plant für das Weser-Stadion eine weitere Ausbaustufe. Schon ab Januar 2008 sollen die Bagger rollen, um die Kapazität der altehrwürdigen Spielstätte von derzeit 42000 auf dann 50000 Plätze zu erhöhen. Auch um skeptische Anwohner, von denen viele zu den Wählern der Grünen gerechnet werden dürfen, zu besänftigen, gehört zum Gesamtpaket nicht nur eine ausgeklügelte Verkehrslenkung, sondern auch eine betont ökologische Bauweise. So sollen im Glas der neuen Fassade und des Dachs auf einer Fläche von 20000 Quadratmetern Solarzellen integriert werden.
Weblinks
- Offizielle Homepage des Weserstadions (http://www.weserstadion.de)
- Luftbild und Sitzplan auf der Werder-Website (http://www.werder.de/stadion/weserstadion_uebersicht.php)
- Seite der Faninitiative, die sich in den Umbau des Weserstadions einbringen will (http://www.pro-weserstadion.de)
- Weitere Infos zum Weserstadion (englisch) (http://www.stadiumguide.com/weserstadion.htm)
Mr. Wong
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