Weserstadion wird wie neu
aus Worldcupwiki
16. Oktober 2007 - Wie Fußball-Bundesligist Werder Bremen jetzt mitgeteilt hat, wurde das Bau- und Finanzierungskonzept für den Umbau des Weserstadions abgesegnet. Dabei wird die Außenfassade der Arena neu gestaltet und das Fassungsvermögen auf etwa 50.000 Zuschauer erweitert. Des Weiteren bleibt der aktuelle Name erhalten und wird nicht an einen Sponsoren verkauft.
In einer Sitzung am Freitag hat die Bremer Weser-Stadion GmbH dem geplanten Ausbau der Fußballstätte sowie dem entsprechenden Finanzierungsplan zugestimmt. Dadurch ist der Weg frei für eine Modernisierung des Stadions, das auf eine fast hundertjährige Tradition zurückblicken kann. Diese beinhaltet vor allem die Errichtung eines dritten Rangs, wodurch die Kapazität von jetzt 42.358 Zuschauern auf etwa 50.000 Gäste gesteigert wird. Unter den aktuellen Bundesligisten läge Werder Bremen damit auf Platz 5 der größten Stadien. Neben den Fußballspielen finden im Weserstadion auch andere Veranstaltungen wie etwa Konzerte statt.
Um das Stadion auch optisch aufzuwerten wird auch die Außenverkleidung ein neues Gesicht bekommen. Eine durchgehende Glasfassade passt den äußeren Eindruck an die bereits existierenden Bürotürme an der Nordseite an. Die Türme waren im Zuge des letzten Umbaus im Jahre 2004 erbaut worden. Der Clou dabei: bei diesem Bauschritt wird eine Photovoltaik-Anlage integriert, die Sonnenlicht in Energie umwandelt. Dr. Werner Brinker aus dem Vorstand der beteiligten EWE AG dazu: „Mit diesem Engagement können wir an prominenter Stelle die Bedeutung der regenerativen Energien für die zukünftige Energieversorgung deutlich machen.“
Zudem werden nach der erneuten Kapazitätserweiterung alle Plätze überdacht sein: eine komplett neue Dachkonstruktion wird errichtet, die außerdem die Funktion der Flutlichter übernimmt. Geplant ist unter anderem Teile des Daches bei Abendspielen grün leuchten zu lassen, ähnlich wie – mit den Farben Rot und Blau – bei der Allianz-Arena in München. Die markanten und bei den Fans beliebten Flutlichtmasten werden dafür abgerissen. Doch dies soll unter den Anhängern der einzige Wermutstropfen sein, denn entgegen alle Erwartungen bleibt der Name Weserstadion weiterhin erhalten und wird nicht an ein Unternehmen als Teil des Sponsorings veräußert.
Wie Geschäftsführer Manfred Müller gegenüber der Bild-Zeitung sagte, habe man „eine intelligente Lösung für die Finanzierung gefunden, die einen Verkauf nicht erforderlich macht.“ Obwohl es genug Interessenten gäbe, sei es Ziel gewesen einen Verkauf des Stadionnamens zu verhindern, um die Identität des Vereins zu wahren: „Anfragen gibt es seit zwei Jahren genug. Aber wir wollten immer Werder Bremen bleiben.“
Damit geht der SV Werder einen Schritt, der in der Bundesliga Seltenheitswert hat: von den 18 Erstligisten sind bereits zwölf Clubs diesen lukrativen Weg gegangen. Noch bemerkenswerter ist diese Tatsache angesichts der bevorstehenden Kosten, die jetzt durch den Ausbau entstehen werden.
Fast 60 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Dieser Betrag soll durch ein lange durchdachtes Konzept von mehreren Beteiligten getragen werden. Abzuwarten bleibt, ob dieses auch wie gewünscht funktionieren wird. Zuletzt musste die Angleichung der Ost- und Westkurve an das Spielfeld auf ungewisse Zeit verschoben werden, da der gestiegene Stahlpreis einen Strich durch die Kalkulationen der Architekten machte.
Am derzeitigen Standort am Osterdeich in Bremen in direkter Wesernähe wird diese Modifikation im Übrigen die letzte sein, da aus Platzgründen eine noch umfassendere Erweiterung oder gar ein Neubau nicht möglich sind. Beginn der Bauarbeiten ist voraussichtlich Ende Dezember 2007.
Quelle: Readers Edition, Autor: Christopher Weckwerth, Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/
Mr. Wong
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